16. Hämophilie-Symposion pp 207-209 | Cite as
Subnormale Ristocetin-Cofaktor-Werte (VIIIR:RCF) und Blutungsbereitschaft
Zusammenfassung
Die untere Grenze des Normalbereiches des Ristocetin-Cofaktors (VIIIR:RCF) wird von vielen Autoren unterschiedlich definiert. ABILDGAARD et al. 1980 [1], BUDDE et al. 1982 [3] un ZUZEL et al. 1978 [5] fanden bei blutungsnormalen Probanden VIIIR:RCF-Werte, die allgemein als sicher pathologisch gewertet warden. Abildgaard et al. [1]) legten die untere Grenze des Normalbereiches bei 50% fest und fanden bei einer anamnestisch blutungsnormalen Probandin einen Wert von 36% in einem makroskopischen Test mit formalinfixierten Thrombozyten. Untersuchungen von Zuzel et al. [5] ergaben f#x00FC;r die zweifache Standarddeviation einen Bereich von 28–164% bei einem Test mit formalinfixierten Thrombozyten bei 86 normalen Probanden, wobei der niedrigste gemessene Wert 43% betrug. BUDDE et al. [3] fanden bei einer Untersuchung von 900 Normalpersonen bei 1,2% eine von Wille-brand-Konstellation Typ I (Verminderung aller Untereinheiten des Faktor VIII- Molek#x00FC;ls und verlängerte Blutungszeit). Von den 1,2% hatte etwa die Hälfte eine Blutungsanamnese. Büttcher et al. [2] definieren die untere Grenze des Normal-bereiches des VIIIR:RCF bei Verwendung eines Aggregometertests mit formalinfi-xierten Thrombozyten mit 45%, Werte darunter seien sicher pathologisch.
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Literatur
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