Diät für chronisch Nierenkranke pp 1-7 | Cite as
Allgemeine Richtlinien für den Arzt und Diätassistenten
Zusammenfassung
Das klinische Bild der Urämie wird in erster Linie durch die mehr oder weniger eingeschränkte renale Elimination stickstoffhaltiger Substanzen und durch das Ausmaß pathologischer Verschiebungen im Elektrolyt-, Säure-Basen- und Flüssigkeitshaushalt bestimmt. Da die Zufuhr von Eiweiß bzw. stickstoffhaltigen Substanzen diätetisch auf ein Minimum reduziert und ein Bilanzdefizit bzw. -überschuß an Wasser und in der Nahrung enthaltenen Elektrolyten (Natrium, Kalium) durch forcierte diätetische Zufuhr- oder Restriktion kompensiert werden kann, ist es verständlich, daß durch eine richtige Diät nicht nur die blutchemischen Befunde sondern auch die klinischen Symptome wesentlich gebessert werden können. Somit nimmt die Diät eine zentrale Stellung in der symptomatischen Behandlung der Niereninsuffizienz ein. Nach Beseitigung zusätzlicher extrarenaler Komponenten, wie Auffüllen eines eingeengten Extrazellulärraumes, kardiale Rekompensation, Absetzen eines Reststickstoffsteigernden Medikamentes (z. B. Tetrazykline u. a.), ist die Diätetik sogar die einzige, wirksame therapeutische Maßnahme, den Reststickstoff bzw. Harnstoff Stickstoff (BUN) im Blut zu senken (Abb. 1).
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