Gesammelte Schriften zur Psychopathologie pp 85-141 | Cite as
Eifersuchtswahn
Zusammenfassung
Man findet in vorliegender Arbeit dreierlei ineinander verflochten. Erstens: Eine Reihe für die Frage der Paranoia wichtiger, sich zum Teil über das ganze Leben erstreckender Krankengeschichten von Eifersüchtigen, die sicher nicht als alkoholisch und ohne weiteres weder als manisch-depressiv noch als der Dementia praecox angehörig aufgefaßt werden können. Damit zweitens: Eine symptomatologische Übersicht über die Gebilde des Eifersuchtswahns. Und drittens: Nosologische Erörterungen über die Auffassung der vorliegenden, einander vielfach ähnlichen Fälle; dabei werden wir uns aussprechen müssen über die Begriffe des „Prozesses“ und der „Entwicklung einer Persönlichkeit“. Es ist unser Wunsch, hierbei uns möglichst klarer Begriffe zu befleißigen, dagegen nicht, die Einordnung und Auffassung der Fälle in der Form scheinbar endgültiger Klarheit zu geben. Wir möchten das Bewußtsein der Unerschöpfbarkeit und Rätselhaftigkeit jedes einzelnen geisteskranken Menschen, das wir den scheinbar alltäglichsten Fällen gegenüber besitzen sollen, auch hier nicht verlieren.
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