Einführung in die makroökonomische Theorie pp 185-192 | Cite as
Güter- und Geldmarktgleichgewicht: Das IS-LM-Modell
Zusammenfassung
Nachdem wir in den letzten beiden Teilen des Buches sehr detailliert die Verhaltensweisen der auf Geld- und Gütermarkt agierenden Wirtschaftssubjekte studiert haben, wollen wir jetzt die Bedingungen herausarbeiten, unter denen beide Märkte gemeinsam einen Gleichgewichtszustand erreichen. Die vor Keynes noch unangefochten herrschende klassische Theorie hatte einen derartigen Zusammenhang strikt verneint! Für die Klassiker war Geld so etwas wie ein Schleier, der über die reale Güterwirtschaft gebreitet ist. Ein Schleier mag zwar den klaren, analytischen (Durch-) Blick zu beeinträchtigen, jedoch die darunter befindliche Realität nicht zu verändern! (Vgl. auch Teil VI). Zu einer gänzlich anderen Interpretation kommt die keynesianische Theorie. Es ist geradezu ihr Herzstück, die Bedingungen herauszuarbeiten, wie sich Geld- und Gütermarkt gegenseitig beeinflussen und durchdringen! Eine aktive Geldpolitik verändert auch den Gütermarkt, eine aktive Fiskalpolitik ist nicht ohne Konsequenzen für den Geldmarkt. Der ökonomische Transmissions-mechanismus zwischen beiden Märkten wird durch den Zinssatz ermöglicht und gesteuert! Der Zinssatz ist mithin die entscheidende Variable, die beide Märkte in ein simultanes Gleichgewicht steuert. Dieser Zusammenhang ist von fundamentaler Bedeutung für das Verständnis der weiteren makroökonomischen Analyse.
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