Advertisement

Zusammenfassung

Bei Inanspruchnahme eines Darlehens wird der Kreditnehmer zumeist mit komplexen, in die Form von allgemeinen Geschäftsbedingungen gebrachten Vertragsgestaltungen der Banken konfrontiert. Diese sind für ihn als unerfahrenen Verbraucher oft nicht ohne weiteres zu durchschauen. Ihm bleibt häufig nur die Entscheidung über den Vertragsschluß an sich — nicht aber über dessen inhaltliche Ausgestaltung. Auch bei der Abwicklung derartiger Verträge wird den Interessen der Kreditnehmer oftmals nicht hinreichend Rechnung getragen. Die darin liegende Freiheitsbeschränkung wirft die Frage nach der Wirkung des Verbraucherschutzrechts im allgemeinen und der Grundrechte im besonderen bei der Auslegung derartiger Verträge auf. Zum Verständnis der nachfolgenden Abschnitte ist es daher notwendig, die Grundvoraussetzungen der Interessenabwägung zwischen privaten Kreditnehmern einerseits und der professionellen Kreditwirtschaft andererseits darzulegen. Nach einer kurzen Einleitung zum Kreditnehmerschutz im internationalen Recht (dazu unten A.) liegt der Schwerpunkt der Ausführungen in der Frage nach einer bestehenden Ungleichgewichtslage zwischen Bank und Kunde zum einen und nach einer Begrenzung falsch verstandener Privatautonomie durch die Geltung der Grundrechte zum anderen (dazu insgesamt unten B.).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • Kai-Oliver Knops
    • 1
  1. 1.RAe Knops Stempel BarthelmeßKölnDeutschland

Personalised recommendations