Zusammenfassung
Die bisherige Machtdiskussion hat sich auf die interaktive Herstellung einer Überund Unterordnungsrelation konzentriert. Unter analytischen Gesichtspunkten wurde dabei die Sequenz Unterordnungsaufforderung — Verhandlung — Akzeptanz als Grundmodell der Entstehung von Macht entwickelt. Die Machtausübung des A, so die zentrale Aussage, wird erst mit der Akzeptanz der Unterordnungsbedingungen durch B möglich. Stimmt B nicht zu, kommt es auch zu keiner Machtausübung des A. Im Gegensatz sowohl zu den überkommenen Machthaber-Ansätzen als auch zu den deterministischen Machttheorien als auch zum Alltagssprachgebrauch erhält B in diesem Machtmodell theoretisch, methodisch und methodologisch eine zentrale Stellung. Seine Handlungskompetenz, d.h. seine Zustimmung, etabliert die Macht des A. Mit diesem Machtmodell kommt es zu einer Abkehr von statischen Modellen der Macht und zum Übergang zu einem dynamischen Machtmodell.
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