Zusammenfassung
Wir haben ein ungewolltes Erbe von sprachlichen Eigenheiten der orthodoxen Quantentheorie zu verwalten, nämlich die Phrase, daß Physik über Messungen ist und über nichts anderes. Wie immer man zu dieser Aussage steht, man muß sich darüber im Klaren sein, daß sie jeglicher Grundlage entbehrt. Dennoch, „Messungen“ sind Teil der klassischen Welt, darum sage ich hier etwas dazu. Die klassische Welt ist aber offenbar mehr als nur Beschreibung von „Messung“ und die wahre Frage ist: Wie kommt die klassische Welt in einem Bohmschen Universum zustande? Ich behandle also zwei Dinge, die zusammengehören: Wie löst Bohmsche Mechanik das „Meßproblem“? Wie entsteht die klassische Welt aus Bohmscher Mechanik? Nebenbei bemerke ich folgendes: Ich werde — mit Ausnahme dieses Satzes — niemals von ħ → 0 reden, weil das eine mathematisch zwar korrekte Limesprozedur ist, die aber physikalisch unsinnig ist weil ħ eine Zahl ungleich null ist. Der Leser sollte dies ebenfalls nachdenklich bemerken.
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.