Handbuch Internationalisierung pp 249-261 | Cite as
Standortkonkurrenz in internationalen Unternehmen — Betriebswirtschaftliche und normative Aspekte
Zusammenfassung
Die Internationalisierung bzw. Globalisierung unternehmerischen Tuns hat seit dem Fall der Zentralverwaltungswirtschaften im Osten und der zunehmenden Verbreitung marktwirtschaftlicher Ordnungen eine neue Dimension erlangt. Mit der nahezu weltweiten Öffnung der Güter-, Kapital- und Arbeitsmärkte ist eine Verschärfung der Wettbewerbsbedingungen einhergegangen. Unter den Bedingungen ökonomischer Rationalität scheint es deshalb für die „Global players“ nur konsequent zu sein, weltweit so einzukaufen, zu produzieren und sich zu finanzieren, daß für das Gesamtunternehmen ein Zustand erreicht wird, der den langfrist igen Erfolg im internationalen Wettbewerb sichert. Was auf den ersten Blick recht einfach aussieht, erweist sich bei näherer Betrachtung allerdings als ein höchst komplexes Entscheidungsproblem. Dies gilt vor allem für internationale Standortentscheidungen, also Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in Form von Mehrheitsbeteiligungen an bereits bestehenden Unternehmen oder den Aufbau eigener produzierender Einheiten im Ausland. Im Gegensatz zu Portfolio investitionen interessieren uns also Direktinvestitionen, welche die industrielle Führung der ausländischen Gesellschaften im Rahmen eines internationalen Unternehmensverbundes auf Dauer ermöglichen.
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