Verhaltenstherapiemanual pp 261-263 | Cite as
Stimuluskontrolle
Zusammenfassung
Unter Stimuluskontrolle versteht man die Beeinflussung von Verhalten durch die geplante Anwendung und Kontrolle der dem Zielverhalten vorausgehenden Reizbedingungen. Stimuluskontrolle ist das häufigste und auch im Alltag gebräuchliche Mittel, bestimmte Reaktionen hervorzurufen oder zu unterbinden; z. B.: bei Rot an der Ampel anhalten; wenn einer redet, schweigen die anderen; aufstehen beim Abspielen der Nationalhymne usw. Der Erwerb von Situationsabhängigkeit von Verhalten aufgrund erfahrener positiver oder negativer Konsequenzen ist der hier zugrunde liegende Erklärungsmechanismus. Es liegt nahe, durch die Veränderung und Kontrolle vorausgehender Reize (Stimuli) das nachfolgende Verhalten zu kontrollieren und damit die Wahrscheinlichkeit seines Auftretens zu beeinflussen.
Literatur
- Ellgring, H., & Alpers, G. (2009) Operante Verfahren. In: M. Hautzinger & P. Pauli (Hrsg.), Enzyklopädie der Psychologie. Psychotherapeutische Verfahren (S. 271–324). Göttingen: Hogrefe.Google Scholar
- Hautzinger, M. (1978). Verhaltenstraining bei Übergewicht. Salzburg: Müller.Google Scholar
- Hautzinger, M. (2000). Depression im Alter. Weinheim: Beltz.Google Scholar
- Klingberg, S., Schaub, A., & Conradt, B. (2003). Rezidivprophylaxe bei schizophrenen Störungen. Weinheim: Beltz.Google Scholar
- Mahoney, M. J., & Thoresen, C. E. (1974). Self-control: power to the person. Monterey: Brooks & Cole.Google Scholar