Geburtseinleitung durch Amniotomie unter amnioskopischer Kontrolle

  • H.-W. Boschann
  • W. Tittler
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie book series (VERH.GYNÄKOLOG., volume 35)

Zusammenfassung

Seit Februar 1963 wenden wir bei Schwangeren amnioskopische Untersuchungen nach Saling an, wenn der Verdacht auf eine Gefährdung des Kindes besteht, vor allem bei Überschreitung des errechneten Geburtstermines, Schwangerschaftstoxikose oder Rhesusinkompatibilität. Ergibt sich hierbei eine pathologische Verfärbung des Fruchtwassers, so wird die Geburt eingeleitet. Von 71 Einleitungsversuchen durch Wehenmittelschema (3mal 2 Dragées Carcliazol-Chinin, 3 V.E. Orasthin) waren 37 erfolgreich, 34 erfolglos, von 60 Einleitungsversuchen durch Oxytocin-Dauertropfinfusion (Syntocinon 6 V.E.) 40 erfolgreich, 20 erfolglos. Ab Oktober 1963, nachdem die Amnioskopie ihre Gefahrlosigkeit für den weiteren Verlauf der Geburt und des Wochenbetts erwiesen hatte (Saling, Tittler), gingen wir dazu über, die Geburt durch Aminotomie unter amnioskopischer Sicht einzuleiten (in 11 Monaten 104mal unter 2129 Geburten =4,9%).

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Literatur

  1. Saling, E.: Die Amnioskopie, ein neues Verfahren zum Erkennen von Gefahrenszuständen des Feten bei noch stehender Fruchtblase. Geburtsh. u. Frauenheilk. 22, 831 (1962).Google Scholar
  2. Tittler, W.: Erfahrungen mit der Amnioskopie. Referat: Nordrhein-Westf. Ges. für Gynäkologie und Geburtshilfe, Düsseldorf, 7. 12. 1963.Google Scholar
  3. Tittler, W.: Untersuchungen über die Morbidität nach Amnioskopie. Inaug.-Diss. 10.4.64 Berlin.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1965

Authors and Affiliations

  • H.-W. Boschann
    • 1
  • W. Tittler
    • 1
  1. 1.Frauenklinik des Städt. Rudolf-Virchow-KrankenhausesBerlinDeutschland

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