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Ueber eine neue Klasse von Schlafmitteln

  • Emil Fischer
  • J. von Mering

Zusammenfassung

Fast ebenso dunkel wie das Wesen des natürlichen Schlafes ist trotz der nicht geringen Zahl von synthetischen Schlafmitteln der Zusammenhang zvsdschen chemischer Constitution und pharmakologischer Wirkung. Die seit der Einführung des Chloralhydrats in den Arzneischatz durch Liebreich im Jahre 1869 aufgefundenen Hyrpnotica ordnen sich chronologisch in folgende Reihe: Urethan, Paraldehyd Amylenhydrat, Sulfonal, Trional und Chloralformamid; dazu sind in neuerer Zeit das Dormiol und endlich das Hedonal oder Methyl-propylcarbinol-Urethan gekommen. Betrachtet man die Structur-formeln der angeführten Stoffe, so ergiebt sich ein so grosser Unterschied, dass die schlafmachende Wirkung offenbar ganz verschiedenen Atomgruppen zukommt. Nach der chemischen Zusammensetzung lassen sich die genannten Mittel in 4 Klassen eintheilen. Zu dem Chloralhydrat gehören selbstverständlich sein directes Derivat, das Chloralformamid (Chloralamid) und aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Paraldehyd, der ja nichts weiter ist als die polymere Form des Acetaldehyds, von dem das Chloralhydrat abgeleitet wird.

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© Julius Springer in Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • Emil Fischer
  • J. von Mering

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