Zusammenfassung
Das Verdienst, die Einbadchromgerbung aufgefunden und bis zur technischen Verwertbarkeit ausgearbeitet zu haben, gebührt Friedrich Knapp. Schon in seiner 1858 erschienenen Abhandlung1) „Natur und Wesen der Gerberei und des Leders“ sagt Knapp: „Die saure Reaktion der Eisensalze und Chromsalze bewirkt selbst bei dünnen Häuten ein allzusteifes, besonders dem Narbenbruch unterworfenes Leder. Versetzt man dagegen die salzsaure Lösung des Oxyds vor dem Gerben allmählich mit soviel Soda oder Ätznatron, als sie verträgt, ohne einen bleibenden Niederschlag zu bilden, so hat man den doppelten Vorteil, daß die Verbindung des Oxyds auf diese Art leichter und reichlicher auf die Faser niedergeschlagen ... und daß endlich eine dem Zusatz der Soda entsprechende Menge Kochsalz gebildet wird ... Aus dieser Lösung gerben sich nun die Häute ohne Vergleich viel leichter und mit voller Geschmeidigkeit.“
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