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Zur Methodik der Isolierung und Charakterisierung von Transplantationsantigenen

  • G. Wintzer
  • R. Voigtmann
  • B. Salfner
  • E. Siebel
  • G. Uhlenbruck
Conference paper
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 72)

Zusammenfassung

Nach den bisherigen Untersuchungen handelt es sich bei den Transplantationsantigenen vom Typ HL-A um Proteinstrukturen, die als Protein oder Glykoprotein Bestandteil von Zellmembranen sind (1–4). Inzwischen sind verschiedene Methoden entwickelt worden, um diese Antigene in löslicher Form zu isolieren und zwar so, daß sie in serologischen Inhibitionstesten noch immunologisch nach ihrer Spezifität unterschieden werden können. Folgende Methoden haben sich in dieser Hinsicht bewährt (als Ausgangsmaterial eignen sich in erster Linie Lymphozyten):
  1. 1.

    Abtrennung mit Hilfe von zelleigenen (Autolyse) oder zugefügten Enzymen (Proteasen, vor allem Papain, Trypsin und Ficin), wobei die Isolierung sowohl von intakten Zellen als auch von Membranen möglich ist (4). Nachteilig wirkt sich hierbei eine Zerstörung von einzelnen Antigenstrukturen aus, obwohl unter den gleichen Bedingungen andere Antigene maximal von der Zelloberfläche losgelöst werden. Außerdem kann man bei dieser Technik nicht mehr entscheiden, ob mehrere Spezifitäten auf einem Molekül vorhanden sind, da man durch die enzymatische Fragmentierung einheitliche Molekülgrößen zwischen 40. 000 und 70. 000 MG erhält.

     
  2. 2.

    Die Benutzung von verschiedenen Detergentien. Echt lösliche Präparate erhält man auf diese Weise nur selten. Ferner bekommt man chemisch derart heterogene Substanzgemische, daß eine nachfolgende Reinigung und Charakterisierung außerordentlich erschwert ist.

     
  3. 3.

    Gewinnung mit Hilfe von Schallwellen (2). Vorteilhaft wirken sich hier die hohe Ausbeute sowie der relativ einfache Arbeitsaufwand aus. Die apparativ-technischen Voraussetzungen sind allerdings sehr speziell und daher die Versuchsergebnisse schwer reproduzierbar (Abhängigkeit von Schallerzeuger, Frequenzbereich, Intensität, Temperatur, Beschallzeit und Zellzahl).

     
  4. 4.

    Extraktion mit hypertonischer KC1 Lösung (3). Als optimal hat sich eine 3 M KC1 Lösung bei einer Extraktionszeit von 16 Stunden bewährt. Diese Arbeitsweise ermöglicht eine gute Reproduzierbarkeit und Ausbeute.

     

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Literatur

  1. 1.
    COLOMBANI, J., COLOMBANI, M., VIZA, D. C., DEGANI-BERNHARD, O., DAUSSET, J., DAVIES, D. A. L.: Separation of HL-A Transplantation Antigen Specificities. Transplantation 9, 228–239 (1970).PubMedCrossRefGoogle Scholar
  2. 2.
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    REISFELD, R. A., PELEGRINO, M. A., KAHAN, B. D.: Salt Extraction of Soluble HL-A Antigens. Science 172 1134–1136 (1971).PubMedCrossRefGoogle Scholar
  4. 4.
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • G. Wintzer
    • 1
    • 2
    • 3
  • R. Voigtmann
    • 1
    • 2
    • 3
  • B. Salfner
    • 1
    • 2
    • 3
  • E. Siebel
    • 1
    • 2
    • 3
  • G. Uhlenbruck
    • 1
    • 2
    • 3
  1. 1.Chirurgische UniversitätsklinikUniversität KölnDeutschland
  2. 2.Abteilung für ImmunbiologieUniversität KölnDeutschland
  3. 3.Medizinischen UniversitätsklinikUniversität KölnDeutschland

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