Immunitätsverhältnisse

  • C. Bucura
Part of the Handbuch der Gynäkologie book series (2385, volume 8 / 3)

Zusammenfassung

Die Frage, wieso die Gonokokken in die Leukocyten gelangen, ist noch nicht endgültig entschieden, obschon die Möglichkeit einer aktiven Einwanderung heute kaum mehr erörtert wird. Nach Metschnikoff sind die Leukocyten Abwehrorgane gegen Infektionskeime, die infolge Chemotaxis an den Ort der Keimeinwanderung kommen und zur Abwehr des Organismus die eingedrungenen Krankheitserreger aktiv in sich aufnehmen und auflösen (Balbi, Lindner). Nach Wright und Neufeld aber sind es die Opsonine bzw. Bakteriotropine, welche vorerst die Bakterien phagocytiert zu werden befähigen. Diese Antikörper sind im Gegensatz zu den neutralen Leukocyten streng spezifisch auf die jeweiligen Krankheitserreger eingestellt. Es ist heute wohl erwiesen, daß Leukocyten das Wachstum der Gonokokken nicht hemmen und daß die Keime, selbst phagocytiert, weiterwachsen und sich vermehren (Bumm, Baumgarten, Foulert, Henke, Kiefert, Jadassohn, Dupart, Nougens u.v.a.). Jedenfalls stehen, wie die Zellen des reticuloendothelialen Systems so auch die Leukocyten in inniger Beziehung zu den Immunitätsvorgängen im Organismus gerade bei der Gonorrhöe.

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Literatur

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Copyright information

© J. F. Bergmann in München 1934

Authors and Affiliations

  • C. Bucura
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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