Die Kost des Normalen, Wahl der Nahrungsmittel, Wahl der Reiz- und Genußmittel, Verteilung der Mahlzeiten, Allgemeine Diätetik bei Erkrankungen

  • Theodor Brugsch

Zusammenfassung

Wir wenden uns jetzt einem Kapitel zu, das nicht frei von großen Schwierigkeiten der Beurteilung ist, einmal schon, weil das, was wir normales Individuum nennen, „variiert“, wobei die Variationen allmählich in die Breiten des anormalen hinübergehen, zweitens, weil bei verschiedenen Personen die Ernährungsbedingungen, selbst in der Breite der Norm des Individuums, verschieden liegen, je nach den inneren oder äußeren Bedingungen des Individuums. Nicht nur in den fünf Weltteilen sind diese Bedingungen verschieden, selbst in einer kleinen Populationsgruppe, sei es weil soziale Verhältnisse und Erziehung Unterschiede geschaffen haben, sei es, weil körperliche Veranlagung individuelle Verhältnisse schaffen, sei es, weil berufliche Unterschiede, Temperament, Betätigungsdrang und Lebensweise solche Unterschiede bedingen. Wenn wir also von einer Normalkost reden wollen, so können wir nur ganz im allgemeinen dieses Problem einer Besprechung unterziehen. Die Physiologen haben sich allgemein um die Aufstellung einer Normalkost bemüht, d. h. einer solchen Kost, die kalorisch zureichend ist, schmackhaft ist, möglichst wenig den Darmkanal belästigt. Eine solche Kostaufstellung hat unzweifelhaft vom nationalökonomischen Gesichtspunkte aus für Fragen der Massenernährung einen großen Wert.

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© Julius Springer in Berlin 1919

Authors and Affiliations

  • Theodor Brugsch
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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