FÜnfundsiebzigster Kongress pp 656-658 | Cite as
Dünndarmschleimhautveränderungen bei terminaler chronischer Niereninsuffizienz
Zusammenfassung
In den letzten Jahren ist die sog. „zotten atrophie“ der Dünndarmschleimhaut bei verschiedenen gastrointestinalen Störungen beschrieben worden [1]. Damit hat sich dieser charakteristische morphologische Befund bei der einheimischen Sprue als unspezifisch herausgestellt. Nach den Befunden verschiedener Autoren liegt den mit einer Zottenverkürzung einhergehenden Reliefveränderungen ein Schleimhautumbau zugrunde, der als das Ergebnis verschiedener exogener und endogener Faktoren verstanden wird [2]. Auch physiologische Reize, wie etwa das Darmmilieu, beeinflussen das Schleimhautrelief; sie erklären die normale Variabilität der Zottenformen. Das Vorkommen der Zottenreduktion bei sehr unterschiedlichen Störungen legt die Vermutung nahe, daß auch die charakteristischen cytochemischen Veränderungen im Resorptionsepithel des Spruekranken unspezifisch sind. Zur Frage der Spezifität dieser Veränderungen sind bisher jedoch kaum Untersuchungen durchgeführt worden.
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Literatur
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