Kuppelproduktion pp 303-328 | Cite as
Mikroökonomische Implikationen der Kuppelproduktion
Zusammenfassung
Im letzten Unterabschnitt des vorhergehenden Kapitels formulierten wir ein Modell, mit dem sich das Verhalten eines Unternehmens der chemischen Industrie untersuchen läßt. Im Vordergrund stand dabei die Möglichkeit, wichtige Parameter der Technologiemenge auf chemisch-technischer Grundlage zu bestimmen. Diese Vorgehensweise gestattet es, bei ausreichender Rechenkapazität und entsprechender Datenlage zu bestimmen, welche Produkte auf welche Weise und in welchem Umfang hergestellt werden. Durch die Simulation unterschiedlicher Rahmenbedingungen können dann Änderungen im Produktionsprogramm untersucht werden. Beispiele für veränderte Rahmenbedingungen sind zusätzliche technische Restriktionen als eine Folge staatlicher Auflagenpolitik oder Preisveränderungen durch Outputabgaben.
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.
Literatur
- 1.Eine Einführung in die Theorie der Produktionsfunktion findet sich in Chambers (1988:6ff).Google Scholar
- 3.Einen Überblick über die Methoden der kooperativen Spieltheorie und ihre Anwendung auf die Kostenallokation geben Mirman et al. (1985:55)Google Scholar
- 7.Eine vergleichbare Zerlegung der Preisreaktion von Multiproduktunternehmen führte Sarai (1974) durch.Google Scholar
- 8.Wir verzichten hier auf eine Einführung dieser in der MikroÖkonomik üblichen Konzepte und verweisen statt dessen auf Varían (1990). Die bedingte Nachfragefunktion gibt an, welche Menge eines Gutes ein Haushalt bei gegebenen Preisen und gegebenem Nutzenniveau nachfragt. Die Ausgabenfunktion gibt die minimalen Ausgaben an, um bei gegebenen Preisen ein gegebenes Nutzenniveau zu erreichen.Google Scholar
- 9.Auch der Indexanalyse sind enge Grenzen gesetzt. Um sie durchzuführen, muß die Jakobi-Matrix der Überschußnachfragen an der Stelle eines Gleichgewi cht spreisvekt ors gebildet werden. Diese Matrix wird dann mit -1 multipliziert und die letzte Spalte und letzte Zeile werden entfernt. Anschließend wird die Determinante der verbleibenden Untermatrix berechnet. Ist ihr Vorzeichen negativ, so erhält das Gleichgewicht den Index +1, ansonsten -1. Unter der Annahme, daß die Überschußnachfrage ξ für p i = 0, ∀i, positiv ist, folgt aus dem Satz von Sard, daß, wenn alle Gleichgewichte einen positiven Index haben, diese Gleichgewichte bis auf eine multiplikative Konstante übereinstimmen müssen. Besitzt ein gefundenes Gleichgewicht einen negativen Index, so kann es folglich nicht eindeutig sein (vgl. Varian (1990:250f).Google Scholar
- 10.Einen Beweis gibt beispielsweise Iritani (1981:169).Google Scholar
- 11.Dies folgt direkt aus einem Theorem von Negishi (1958) und dem Mosak-Theorem. Eine Diskussion dieser Theoreme findet sich in Murata (1977:127, 129).Google Scholar