Zur Kreislaufwirkung der kombinierten Neuroleptanalgesie

  • K. Schmidt
Part of the Anaesthesiology and Resuscitation / Anaesthesiologie und Wiederbelebung / Anesthésiologie et Réanimation book series (A+I, volume 18)

Zusammenfassung

Ich möchte zu Ihnen über das Verhalten der Hämodynamik bei der kombinierten Neuroleptanalgesie sprechen. Im Vordergrund der Betrachtung soll dabei die Frage stehen, ob die kombinierte Neuroleptanalgesie als geeignete Narkosemethode bei Hirndruck und Hirndödem gelten kann. Bei stark gesteigertem intracraniellem Druck und beim Hirnödem müssen wir wegen des verminderten arteriovenösen Druckgefälles und der Verlängerung der Diffusionsstrecken im Kroghschen Gewebszylinder mit einer Hypoxie des Hirngewebes rechnen. Wir fanden beispielsweise, in Übereinstimmung mit den Literaturangaben bei unserem eigenen gemischten neurochirurgischen Patientengut mit Hirndruck und Hirnödem, im Mittel eine Senkung der Gesamthirndurchblutung und -hirnsauerstoffaufnahme auf 60% der Norm. Bei Senkung auf lessthan 45% der Norm pflegt der Tod einzutreten. Nun wissen wir weiterhin, daß bei starkem Hirndruck und bei Hirnödem Hirndurchblutung und Hirnsauerstoffaufnahme den Veränderungen der Gesamtkörperhämodynamik - mit bestimmten Einschränkungen - in erheblichem Maße passiv folgen. Die Kompensationsmöglichkeiten, die normalerweise Auswirkungen von Veränderungen der Gesamtkörperhämodynamik vom Hirn abhalten, sind insbesondere beim Hirndruck erschöpft.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • K. Schmidt
    • 1
  1. 1.Neurochirurgischen Univ.-KlinikFreiburg/BreisgauDeutschland

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