Zusammenfassung
Nun wird es Ernst mit dem natürlichen Menschen. Ich versuche mich hier einmal an einer Definition. Vorher muss ich aber etwas beichten: Der Betriebsarzt, der die IBM-Executives ganztägig untersucht, hat den von mir ausgefüllten Vorfragebogen studiert und mit drohender Miene auf den Eintrag „Sport:———“ gedeutet. „Keinen Sport? Ich meine, wenn Sie eine halbe Stunde in der Woche etwas tun, sollten Sie es hier eintragen. Ein Strich im Formular sieht hässlich aus. Ändern Sie das bitte?“ Ich dachte nach und schüttelte sachte den Kopf. „Nein.“ - „Aber ein bisschen?“ - „Ich arbeite ein paar Tage im Jahr richtig tierisch im Garten, weil wir zu viele Bäume haben, aber sonst nichts.“ - „Achten Sie nie auf Ihren Körper?“ - „Doch, ja.“ - „Und spüren Sie, was er will?“ - „Er will nichts. Er sitzt ruhig dabei, wenn ich Bücher schreibe.“ -„Und was sagt Ihre Familie?“ - „Kennen Sie den Dialog von einer Frau mit ihrem Mann von Loriot, wo der Mann immer beteuert, er wolle in Ruhe im Sessel sitzen, die Frau ihm aber das ganz Entscheidende raubt, nämlich Nerven und Ruhe?“ - „Aber Ihr Körper! Ihre Blutwerte sind ganz o.k., der Blutdruck hervorragend, Sie können ihn doch nicht ganz verkommen lassen …“
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