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Motivation und Volition im Handlungsverlauf

  • A. Achtziger
  • P. M. Gollwitzer
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Für Kurt Lewin (vgl. Lewin, Dembo, Festinger & Sears, 1944) bestand nie ein Zweifel daran, dass Phänomene des Motiviertseins nur aus einer Handlungsperspektive heraus adäquat verstanden und analysiert werden können. Dies sei deshalb so, weil Prozesse des Zielsetzens (»goal setting«) und der Zielrealisierung (»goal striving«) jeweils anderen psychologischen Prinzipien unterliegen. Diese Einsicht blieb lange Zeit unberücksichtigt, wahrscheinlich aus dem einfachen Grund, weil die Analyse des Zielsetzens anhand von Erwartungs-Wert-Modellen sehr erfolgreich war (Festinger, 1942; Atkinson, 1957) und so die ganze Aufmerksamkeit der Motivationspsychologie band. Erst mit dem Erwachen der Zielpsychologie (beginnend mit Klingers »current concerns«, 1977, und Wicklund und Gollwitzers »self-definitional goals«, 1982) und der Psychologie der Handlungskontrolle basierend auf Kuhls Analyse der Lage- vs. Handlungsorientierung, 1983; ▸ detaillierte Ausführungen in Kap. 13) wurde den Prozessen und den mehr oder weniger erfolgreichen Strategien der Zielrealisierung die Aufmerksamkeit zu teil, die ihnen Kurt Lewin bereits in den 40er-Jahren zugedacht hatte (Oettingen & Gollwitzer, 2001). Menschliches Verhalten aus einer Handlungsperspektive zu betrachten, bedeutet im Gegensatz zu einer behavioristischen Betrachtungsweise auch, die Analyse des Verhaltens nicht nur auf das Reagieren und das Ausführen gelernter Gewohnheiten zu begrenzen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2010

Authors and Affiliations

  • A. Achtziger
    • 1
  • P. M. Gollwitzer
    • 2
  1. 1.Sozialpsychologie und MotivationUniversität KonstanzKonstanz
  2. 2.Psychology DepartmentNew York UniversityNew YorkUSA

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