Wurzelbehandlung

Gravitation, Einstein und Raumzeit: Um was es eigentlich geht
  • Alexander Unzicker

Zusammenfassung

Die Mehrheit der Astronomen ist überzeugt, dass das Konkordanzmodell die Kosmologie im wesentlichen richtig beschreibt. Man tut dem Modell allerdings zu viel Ehre an, wenn man es als Inkarnation der Allgemeinen Relativitätstheorie betrachtet, da ihre für die Kosmologie relevanten Gleichungen sich sogar mit der Newtonschen Th eorie herleiten lassen. Denn Einsteins Th eorie geht für schwache Gravitationsfelder, also geringe Beschleunigungen, perfekt in das Newtonsche Gravitationsgesetz über. Das gleiche gilt für Newtons Bewegungsgesetze und die Spezielle Relativitätstheorie, die Einstein zehn Jahre früher, 1905, entwickelt hatte (wo, sehen Sie in Abb. 5). Sie baut auf einer überraschend einfachen Erkenntnis: Die Lichtgeschwindigkeit ist immer gleich groß, auch wenn man sich in einem bewegten System befindet. Ein solches Relativitätsprinzip hatte zuerst Galilei entdeckt und die Gegner des heliozentrischen Weltbildes darauf hingewiesen, dass uns Kühe und Bäume keineswegs um die Ohren fliegen müssen, wenn wir uns die Erde als bewegt vorstellen. In der Tat kann man mit keinem physikalischen Experiment zwischen dem Zustand der Ruhe und dem einer gleichförmigen Bewegung unterscheiden.

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WEITERFÜHRENDE LITERATUR

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2010

Authors and Affiliations

  • Alexander Unzicker

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