Zusammenwirken von Art. 14 Abs. 1 und 2 GG und Art. 20a GG

Part of the Bibliothek des Eigentums book series (BIBLIO, volume 4)

Auszug

Nachdem das Verhältnis von Staatszielbestimmungen und Grundrechten im Grundgesetz bereits beschrieben worden ist1, soll nunmehr das konkrete Verhältnis von Art. 14 GG und Art. 20a GG beleuchtet werden. In Bezug auf die Konflikte zwischen beiden Verfassungsgütern und -normen ist zu untersuchen, welche Lösungsmechanismen die Verfassung bereitstellt. Lassen sich solche auffinden, so gehen sie als ausdrückliche Regelung einer allgemeinen Abwägung zwischen den Verfassungsgütern vor.2

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Literatur

  1. 2.
    Ähnlich Brönneke, Umweltverfassungsrecht, S. 269.Google Scholar
  2. 3.
    Vgl. statt aller Pieroth/Schlink, Grundrechte, Rn. 209 ff.Google Scholar
  3. 4.
    Zwischenbilanz nach einem Jahrzehnt Staatsziel Umweltschutz zieht in Bezug auf exekutivisches Handeln Große Hündfeld, in: FS Kutscheidt, S. 153 ff.Google Scholar
  4. 5.
    Böckenförde, NJW 1974, 1529.Google Scholar
  5. 6.
    Dazu Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 28.Google Scholar
  6. 7.
    C. Schmitt, Verfassungslehre, S. 126 f., 158 f.; Schlink, EuGRZ 1984, 457 [467]. Grundlegend zu Grundrechtstheorie und-interpretation Böckenförde, NJW 1974, 1529 ff.; Alexy, Theorie der Grundrechte, S. 510 f.; Bethge, in: VVDStRL 57 (1998), S. 7 ff. Dazu, dass die Leistungsfähigkeit der Grundrechtstheorie mitunter überspannt wird, wodurch ihr Kern — der individuelle Freiheitsschutz — wegen der notwendigen Abwägung mit objektiven Gemeinwohlbelangen ins Hintertreffen gerät, Lepsius, EuGRZ 2004, 370 [380].Google Scholar
  7. 8.
    Böckenförde, NJW 1974, 1529 [1530]. Die Bestimmung dieser Verträglichkeitsgrenzen ist allerdings problematisch.Google Scholar
  8. 9.
    Kloepfer, in: Dolde, Umweltrecht, S. 745 [759]. Umweltmedien sind „freie Güter“ und als solche seit jeher eigentumsfrei, Kloepfer, Umweltrecht, § 5, Rn. 308. Die Luft als eigenständiges entziehungsfähiges Gut zu sehen, scheidet schon der Natur der Sache nach aus, weil es undenkbar ist, dass sie nach Art eines Ausschließlichkeitsrechts dem Einzelnen privat zugeordnet ist, BVerwGE 124, 47 [59]. Dies ändert allerdings nichts an der grundsätzlich auch auf sie bezogenen und vom Grundrechtsschutz umfassten Nutzungsbefugnis des Grundeigentümers, so auch Ehlers, in: VVDStRL 51 (1992), S. 211 [217 ff.]. Siehe auch Friauf, WiVerw. 1986, S. 87 [102], der für ein „Recht zur genehmigungskonformen Luftbenutzung“ als „notwendige(r) Bestandteil des Eigentums an einer genehmigten Anlage“ plädiert.Google Scholar
  9. 10.
    Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 332; Isensee, in: Ossenbühl, Eigentumsgarantie, S. 3 [4 ff.] m.w.N.; Leisner, in: Isensee, Leisner, Rechtsschranken des Umweltschutzes, S. 414 [422]; Murswiek, JZ 1988, 985; R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [949]: „allgemeine Umweltverschmutzungsfreiheit“; ausführlich Haddenhorst, Umweltnutzungsfreiheit, der die Grundlage der allgemeinen Umweltnutzungsfreiheit vor allem in Art. 2 Abs. 1 GG sieht: „Die umweltbelastende Freiheitsverwirklichung ist grundrechtlich geschützt, denn die Inanspruchnahme der natürlichen Umweltgüter ist als schlichte Freiheitsausübung Bestandteil des jeweils einschlägigen Schutzbereichs“, a.a.O. S. 179. Nach Sendler gibt Art. 14 kein Recht auf Umweltverschmutzung, weil die Befugnisse des Grundstückseigentümers an der Grundstücksgrenze enden, ders., UPR 1983, 33 [41].Google Scholar
  10. 11.
    Ehlers, in: VVDStRL 51 (1992), S. 211 [216 ff.].Google Scholar
  11. 12.
    Vgl. dazu Alexy, Theorie der Grundrechte, S. 280 ff.; unter dem Stichwort „ungeschriebene Grundrechtsbegrenzungen“ siehe auch Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 525 f. Zum Zusammenhang der weiten Tatbestandstheorie mit immanenten Grenzen sowie zur nicht immer eindeutigen Positionierung des BVerfG betreffend enge und weite Tatbestandstheorie Stemmler, Das „Neminem-laedere-Gebot“, S. 84 ff. und 103 ff.Google Scholar
  12. 13.
    Kahl, in: Der Staat 43 (2004), S. 167 [175f.]. Kritisch zu dieser Fundamentalkritik Hoffmann-Riem, in: Der Staat 43 (2004), S. 203 ff. Für einen engen Gewährleistungsgehalt, der zum Sach-und Lebensbereich hinzutritt und deshalb für dreigliedrige Grundrechtsprüfung Böckenförde, in: Der Staat 42 (2003), 165 [174]. Diese jüngere Diskussion zusammenfassend Wenger, in: AöR 130 (2005), S. 618 ff. Zur Zuordnung der Rechtsprechung des BVerfG zu enger und weiter Tatbestandstheorie Stemmler, Das „Neminem-laedere-Gebot“, S. 103 ff.Google Scholar
  13. 14.
    Ebenso Sieckmann, Modelle, S. 114.Google Scholar
  14. 15.
    Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 33. Zur Funktion des verfassungsrechtlichen Eigentumsbegriffs als Vorgabe für den inhalts-und schrankenbestimmenden Gesetzgeber vgl. S. 97 ff. und 111 ff.Google Scholar
  15. 17.
    Zu diesen drei Punkten vgl. Pieroth/Schlink, Grundrechte, Rn. 912 ff.Google Scholar
  16. 18.
    Weyreuther, Situationsgebundenheit, S. 13, der das Problem der immanenten Beschränkung als solches der Begriffsbildung im Recht ansieht.Google Scholar
  17. 20.
    So BVerfGE 24, 367 [396]; Nüßgens/Boujong, Eigentum, Rn. 25 ff.; Sendler, DÖV 1974, 73 ff. Zur Diskussion dieses Problems ausführlich Appel, Entstehungsschwäche, S. 32; Bierlein, Ausgleich, S. 34 ff.; Grochtmann, Art. 14, S. 105 ff.; Kempen, Eingriff, S. 4 m.w.N. Insbesondere das BVerfG hat mit missverständlichen Aussagen mal der einen, mal der anderen Ansicht zugeneigt, wenn es einerseits betont, dass der Begriff des von der Verfassung gewährleisteten Eigentums aus der Verfassung selbst gewonnen werden müsse (BVerfGE 58, 300 [335]), andererseits in derselben Entscheidung betont, Eigentum im Sinne des Verfassungsrechts seien allein die einem Eigentümer in einem bestimmten Zeitpunkt gesetzlich zustehenden Befugnisse (BVerfGE 58, 300 [336]; dazu Papier, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 37).Google Scholar
  18. 21.
    Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [158f.].Google Scholar
  19. 22.
    BVerfGE 42, 263 [293].Google Scholar
  20. 23.
    Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 33. Diese „Qualifikationsfunktion“ anhand der Rechtsprechung des BVerfG nachweisend: Appel, Entstehungsschwäche, S. 77 ff.Google Scholar
  21. 24.
    BVerfGE 37, 132 [140] und 58, 300 [345]: durch Privatnützigkeit und grundsätzliche Verfügungsbefugnis ausgezeichnet; 52, 1 [30f.]: Erhaltung der Substanz des Eigentums; Verfügungsbefugnis, die, wenn beschränkt, die Substanz des grundrechtlich garantierten Eigentums berühren kann. Vgl. auch BVerfGE 98, 17 [35]; 100, 289 [301]; 101, 54 [75]. Ausführlich Appel, Entstehungsschwäche, S. 41 ff.Google Scholar
  22. 25.
    Zur Frage der Wandelbarkeit der Eigentumsgarantie an sich bereits S. 26 ff. Für eine Wandelbarkeit des Eigentumsbegriffes Andersen, Wandlung, S. 69 ff.; Hesse, Grundzüge, Rn. 442 f.; Ossenbühl, Staatshaftungsrecht, S. 153; Saladin, Grundrechte im Wandel, S. 391 ff.; Schoch, JURA 1989, 113 [115]; Stein, in: FS Gebhard Müller, S. 503 [504f.]. A.A. Grochtmann, Art. 14, S. 251 f.; Schwerdtfeger, dogmatische Struktur, S. 16: die Vorstellung, „es gehe um Verfassungswandel, um einen Wandel des verfassungsrechtlichen Eigentumsinhalts, muss nach der neuen Rechtsprechung des BVerfG zur konstitutiven Zuständigkeit des inhaltsbestimmenden Gesetzgebers aufgegeben werden.“Google Scholar
  23. 26.
    Im Ergebnis ablehnend, allerdings ohne Begründung, Führ, NuR 1998, 6 [11].Google Scholar
  24. 27.
    BVerfGE 30, 1 [19]; 19, 206 [220].Google Scholar
  25. 30.
    Die „Einheit der Verfassung“ ist als Prinzip der Verfassungsinterpretation bedeutsam und wird vom BVerfG als Grundlage der Konfliktlösung bei uneinschränkbaren Grundrechten herangezogen, vgl. m.w.N. Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 550 ff., 560 f.; Hesse, Grundzüge, Rn. 71.Google Scholar
  26. 31.
    F. Müller, Juristische Methodik, S. 172; kritisch auch Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 561; Ossenbühl, DÖV 1965, 649 [655]: stellt eine Interpretationsrichtlinie dar. A.A. wohl Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 127, der meint, mit Stichworten wie „Praktische Konkordanz“ und „Einheit der Verfassung“ ließen sich Staatszielbestimmungen in ein in sich logisches und folgerichtiges Norm-und Zielgefüge, insb. bei Lösung von Zielkonflikten, bringen.Google Scholar
  27. 32.
    Herdegen, JZ 2004, 873 [876].Google Scholar
  28. 33.
    Grochtmann, Art. 14, S. 254 in Fn. 1183.Google Scholar
  29. 34.
    So auch Grochtmann, Art. 14, S. 254 in Fn. 1183 und Schwerdtfeger, dogmatische Struktur, S. 16.Google Scholar
  30. 35.
    In diesem Sinne auch Kutschera, Bestandsschutz, S. 21.Google Scholar
  31. 37.
    Breuer, Bodennutzung, S. 43 m.w.N.Google Scholar
  32. 38.
    Thormann, Abstufungen, S. 54.Google Scholar
  33. 39.
    Kimminich, in: Dolzer, BK, GG, Art. 14, Rn. 16. Nach Andersen, Wandlung, S. 138, besteht kein geringerer verfassungsrechtlicher Schutz der in Art. 15 aufgezählten Objekte.Google Scholar
  34. 40.
    Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 52; Leisner, in: Isensee/Kirchhof, HStR VI, 2. Aufl., § 149, Rn. 53: Das Eigentumsgrundrecht ist ein Abwehrrecht mit einheitlichem Schutzbereich.Google Scholar
  35. 41.
    Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 661. Vgl. auch Stemmler, Das „Neminem-laedere-Gebot“, S. 41 f.; Winkler, Kollisionen, S. 25 f.; durchgehend kritisch Nieuwland, Grundrechtsschranken.Google Scholar
  36. 42.
    BVerfGE 58, 300 [338f.].Google Scholar
  37. 43.
    Wie hier Kloepfer, Umweltrecht, § 3, Rn. 58, der von einer a-limine-Begrenzung des Grundrechtstatbestandes spricht.Google Scholar
  38. 44.
    Diese Rechtslage wurde durch das Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (WHG) vom 16.10.1976, BGBl. I, S. 3017, geschaffen. Die Nassauskiesungsentscheidung des BVerfG erklärt dies für mit Art. 14 vereinbar; in Bezug auf die aus dem Schutzbereich sowieso heraus fallenden Nutzungsmöglichkeiten am Grundwasser war die gesetzliche Regelung allerdings nur deklaratorisch. Die Entscheidung war Gegenstand ausführlicher Erörterung im Schrifttum, vgl. zustimmend Salzwedel, ZfW 1983, 13 ff.; Soell, DVBl. 1983, 241 [243]; Wahl, NVwZ 1984, 401 [404 ff.]. A.A. Baur, NJW 1982, 1734 ff.; Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 336; Papier, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 429; Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 211 ff.Google Scholar
  39. 45.
    Dafür König, Bodennutzung, S. 36 ff.; Leisner, BB 1992, 73 [78f.]; Leisner, Sozialbindung, S. 196 f.; Lubberger, Eigentumsdogmatik, S. 248 ff.; dagegen Appel, NuR 2005, 427 ff. Ebenso dagegen: Böhmer, NJW 1988, 2561 [2571f.]; Grochtmann, Art. 14, S. 115 ff.; Bryde, in: v. Münch/Kunig, GG I, Art. 14, Rn. 66: Eigentum berechtigt von Verfassungs wegen nicht zu einer Nutzung, die die Umwelt belastet. Vgl. auch Schönfeld, BayVBl. 1996, 721 [724], Sieckmann, Modelle, S. 205 und die Differenzierungsversuche bei Knauber, Struktur, S. 174 f., Maiwald, BayVBl. 1991, 101 ff. und Peter, Grundeigentum, S. 83.Google Scholar
  40. 46.
    BVerfGE 58, 300 [336]: Nutzungs-und Verfügungsrechte werden durch die jeweils geltenden rechtlichen Regelungen bestimmt. Der BGH stellt darauf ab, ob sich eine Nutzung objektiv anbietet, BGHZ 90, 17 [25]. Das BVerwG hat berücksichtigt, ob die Verkehrsauffassung die Nutzung geradezu vermisst, BVerwGE 67, 84 [92]; 67, 93 [96f.]. Vgl. auch Weyreuther, Situationsgebundenheit, S. 35 f. mit vielen Rechtsprechungsnachweisen.Google Scholar
  41. 47.
    Hösch, Eigentum und Freiheit, S. 268 f. Ähnlich auch Aicher, Eigentum als subjektives Recht, S. 77 f.Google Scholar
  42. 48.
    Wie hier auch Ossenbühl, in: FS Leisner, S. 689 [690f.]: Art. 14 verbürgt eine Nutzungsgarantie, die den gleichen Rang wie die Bestandsgarantie hat.Google Scholar
  43. 49.
    BVerfGE 52, 1 [31 f.].Google Scholar
  44. 50.
    BVerfGE 101, 54 [75].Google Scholar
  45. 51.
    Vgl. hierzu Appel, Entstehungsschwäche, S. 45.Google Scholar
  46. 52.
    Teilweise a.A. Appel, Entstehungsschwäche, S. 75, der das Kriterium der Verfügungsbefugnis als Definitionsmerkmal aufgeben und nur bei der Eigentumsrechtfertigung verwendet wissen will.Google Scholar
  47. 53.
    BVerfGE 50, 290 [339].Google Scholar
  48. 54.
    Appel, Entstehungsschwäche, S. 73. Zu den Merkmalen des verfassungsrechtlichen Eigentumsbegriffs als Grenze gesetzgeberischer Inhalts-und Schrankenbestimmungen vgl. im Folgenden S. 97 ff. und 111 ff.Google Scholar
  49. 55.
    BVerfGE 58, 300 [345].Google Scholar
  50. 56.
    BVerfGE 68, 193 [222]; 74, 129 [148].Google Scholar
  51. 57.
    Dass die Nutzungsbefugnis von Art. 14 geschützt wird, ergibt sich aus zahlreichen Entscheidungen, vgl. BVerfGE 21, 229 [239]; 81, 29 [33]; 88, 366 [377]; 98, 17 [35]; 101, 54 [75]. A.A. allerdings Appel, Entstehungsschwäche, S. 144 ff., der meint, das BVerfG beziehe sich auf Nutzungen immer nur zur Qualifikation einer einfachgesetzlichen Rechtsposition als Eigentum; insb. BVerfGE 21, 229 [239] widerlegt dies aber. Zweifelhaft ist allerdings, ob bei Entzug solcher Positionen von einer Enteignung auszugehen ist. Dies hat BVerfGE 58, 300 [338, 349] offen gehalten; es sei jedenfalls mit Art. 14 nicht vereinbar, wenn Grundstücksnutzungen, mit denen erheblicher Arbeits-und Kapitaleinsatz einhergegangen sei, abrupt und ohne Überleitung unterbunden würden. Daraus schließt Leisner, in: Isensee, Leisner, Rechtsschranken des Umweltschutzes, S. 414 [433], dass das BVerfG nur intensiv ausgeübten Nutzungen Eigentumsschutz gegen Enteignung zukommen lässt. Gänzlich gegen eine Interpretation des BVerfG dahingehend, dass Nutzungsmöglichkeiten verfassungsunmittelbaren Schutz des Art. 14 genössen, Appel, NuR 2005, 427 [430 f.], der allerdings von einer strengen Gesetzesabhängigkeit des Eigentums ausgeht. Im letzteren Sinne auch Grochtmann, Art. 14, S. 115 ff.Google Scholar
  52. 58.
    BVerfGE 58, 300 [338].Google Scholar
  53. 59.
    BVerfGE 89, 1 ff.Google Scholar
  54. 60.
    BVerfGE 31, 270 [274]; 83, 201 [211 f.]. Ähnlich Schönfeld, BayVBl. 1996, 673 [679].Google Scholar
  55. 61.
    Cornils, Ausgestaltung der Grundrechte, S. 329.Google Scholar
  56. 62.
    BVerfGE 50, 290 [340]; 58, 137 [150].Google Scholar
  57. 63.
    So auch Sieckmann, Modelle, S. 193 in Fn. 37.Google Scholar
  58. 64.
    BVerfGE 58, 300 [341].Google Scholar
  59. 65.
    Kloepfer, Umweltrecht, § 3, Rn. 59.Google Scholar
  60. 66.
    Zur „Knappheit“ bezogen auf das Grundeigentum siehe auch BVerfGE 21, 73 [82 f.].Google Scholar
  61. 68.
    So auch König, Bodennutzung, S. 31 ff. Über die hiesige Fragestellung hinaus geht die Frage nach der Nutzung öffentlicher Sachen, die nicht als Ausübung grundrechtlicher Freiheit anzusehen ist, sondern staatlicher Zulassung bedarf, vgl. Lorenz, NVwZ 1989, 812 [818], weil der Begründung einer öffentlichen Sache eine gesetzgeberische Entscheidung vorausgeht. Inwieweit Umweltmedien als öffentliche Sachen festgelegt werden dürfen, ist an späterer Stelle zu erörtern, vgl. S. 103 ff.Google Scholar
  62. 69.
    Chlosta, Wesensgehalt, S. 24: nach Art. 14 Abs. 2 S. 1 GG gibt es grundsätzlich kein ungebundenes Eigentum; Schneider, Güterabwägung, S. 95: „Art. 14 Abs. 2 GG positiviert eine immanente Grenze des Art. 14 Abs. 1 GG.“; dagegen Lubberger, Eigentumsdogmatik, S. 232 ff.Google Scholar
  63. 70.
    Michel, Staatszwecke, S. 288. Art. 20a GG als taugliche Grundlage für eine unmittelbare Beschränkung von Art. 14 befürwortet Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 194.Google Scholar
  64. 71.
    So zusammenfassend Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 997, 1019.Google Scholar
  65. 72.
    Czybulka, NuR 1988, 214 [216]; Maiwald, BayVBl. 1991, 101 [102 f.]; Parodi, Eigentumsbindung, S. 94; vgl. auch die Nachweise bei Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 293 in Fn. 20. Anders z.B. König, Bodennutzung, S. 30: alle vom Gesetzgeber nicht ausgeschlossenen Nutzungsmöglichkeiten gehören zum Eigentum. Zu diesem Themenkomplex auch soeben unter (1)(a).Google Scholar
  66. 73.
    Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 194: der Eigentümer habe eine höhere Darlegungslast, warum sein Eigentum nicht entschädigungslos beschränkt werden dürfe.Google Scholar
  67. 74.
    BVerwGE 94, 1 [4]; 84, 361 [371].Google Scholar
  68. 75.
    Vgl. Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 292 ff. Auf letzteres wird erst auf S. 175 ff. zurückzukommen sein.Google Scholar
  69. 76.
    Albrod, Inhalts-und Schrankenbestimmungen, S. 101.Google Scholar
  70. 77.
    Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 293.Google Scholar
  71. 78.
    Kersting, in: Bitburger Gespräche, Jahrbuch 2004/1, S. 43 [44].Google Scholar
  72. 79.
    So auch König, Bodennutzung, S. 30.Google Scholar
  73. 80.
    Begriff übernommen von R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [952].Google Scholar
  74. 81.
    BVerwGE 2, 295 [300] (zu Art. 12 GG). In der jüngeren Rechtsprechung findet sich diese Sichtweise nicht mehr, vgl. bspw. BVerwG DVBl. 2005, 1455 [1458]: Der Geltungsgehalt einer Norm darf nur insoweit immanent beschränkt werden, wie das logisch und systematisch zwingend erscheint; die Aufgabe, widerstreitende Belange auszugleichen, obliegt in erster Linie dem Gesetzgeber. Dass jede Freiheit ihre Schranken bereits in ihrem Begriff trage, ist auch Grundlage der konservativen Grundrechtstheorie; vgl. zu dieser Depenheuer, in: Merten/Papier, HbGr I, § 11, Rn 32 ff.Google Scholar
  75. 82.
    Beispielhaft BVerfGE 28, 243 [260 f.]; BVerwGE 37, 265 [267 f.]; ausführlich Bamberger, Verfassungswerte, S. 52 ff.; Nieuwland, Grundrechtsschranken, S. 90 ff.; Winkler, Kollisionen, S. 47 f.Google Scholar
  76. 83.
    Jarass, in: ders./Pieroth, GG, Vorb. vor Art. 1, Rn. 47; Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 524 ff.Google Scholar
  77. 85.
    So auch Stemmler, Das „Neminem-laedere-Gebot“, S. 29 ff.Google Scholar
  78. 86.
    Lerche, in: Isensee/Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 121, Rn. 12.Google Scholar
  79. 87.
    R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [953].Google Scholar
  80. 88.
    R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [953].Google Scholar
  81. 90.
    Kloepfer/ Vierhaus, in: Kloepfer, Anthropozentrik, S. 29 [32]; R. Schmidt, a.a.O. Bosselmann, Im Namen der Natur, S. 211 ff., plädiert für die „Ökologiepflichtigkeit des Eigentums“. Es sei ein ökologisch erweiterter Eigentumsbegriff zugrunde zu legen, nach dem die Abwägung bei Inhalts-und Schrankenbestimmungen nicht mehr auf einseitig anthropozentrischer Grundlage vorgenommen werden dürfe, ders., Ökologische Grundrechte, S. 124. Insoweit wohl auch von der liberalen als der herrschenden Grundrechtstheorie abweichend Suhr, Diskussionsbeitrag, in: VVDStRL 38 (1979), S. 351; Weber DVBl. 1971, 806 [807]; Rupp, JZ 1971, 401 [402].Google Scholar
  82. 92.
    So auch Stoll, Sicherheit, S. 376. Vgl. zur öffentlichen Sache als Instrument des Umweltschutzes Lorenz, NVwZ 1989, 812 ff. Kloepfer, Umweltrecht, § 3, Rn. 57, zieht allerdings Art. 20a GG in Betracht zur Begründung einer a-limine-Begrenzung des grundrechtlichen Schutzbereiches und spricht von einem neuartigen Spannungsverhältnis in der Verfassung zwischen Art. 14 und Art. 20a GG. Gänzlich gegen eine tatbestandliche Begrenzung Bamberger, in: Der Staat 39 (2000), S. 355 [372]: als taugliche allgemeine, bereits auf Tatbestandsebene angesiedelte Grenzen grundrechtlicher Freiheit erweisen sich allein kollidierende Grundrechte Dritter.Google Scholar
  83. 93.
    Vgl. aus der Rechtsprechung BVerwG, DVBl. 2007, 821 [831].Google Scholar
  84. 94.
    Matz, JöR n.F. Band 1 (1951), S. 154 ff.Google Scholar
  85. 95.
    Scheuner, in: FS Forsthoff, S. 325 [339].Google Scholar
  86. 96.
    So auch Bernsdorff, in: Umbach/Clemens, GG, Bd. 1, Art. 20a, Rn. 13; Jarass, in: ders./Pieroth, GG, Art. 20a, Rn. 17. Zu den Auswirkungen auf den verfassungsrechtlichen Eigentumsbegriff vgl. schon S. 64.Google Scholar
  87. 98.
    Weyreuther, Situationsgebundenheit, S. 13: „Das kann in letzter Zuspitzung zu einem schlechterdings leeren Rechtstitel führen, wenn und weil alles, was ihm an Inhalt zuzukommen scheint, durch begriffsimmanente Schranken wieder ausgeschieden wird“.Google Scholar
  88. 99.
    Ebenso Kahl, in: Der Staat 43 (2004), S. 167 [192], bei seiner Kritik an der Lehre vom engen Gewährleistungsgehalt der Grundrechte. Vgl. auch Alexy, Theorie der Grundrechte, S. 288 ff.; v. Arnauld, Die Freiheitsrechte, S. 83; Haddenhorst, Umweltnutzungsfreiheit, S. 77.Google Scholar
  89. 100.
    A.A. Hoffmann-Riem, in: Der Staat 43 (2004), S. 203 [205].Google Scholar
  90. 101.
    Kloepfer, in: Dolde, Umweltrecht, S. 745 [761]; Bamberger, Verfassungswerte, S. 50 f., der z.B. missbräuchliches Handeln oder Bagatellfälle als Ausnahme nennt.Google Scholar
  91. 102.
    F. Müller, Juristische Methodik, S. 51 f.Google Scholar
  92. 103.
    Bamberger, Verfassungswerte, S. 52. A.A. z.B. Blaesing, Grundrechtskollisionen, S. 133 f., 160.Google Scholar
  93. 104.
    So aber Jarass, in: ders./Pieroth, GG, Vorb. vor Art. 1, Rn. 47; Stemmler, Das „Neminem-laedere-Gebot“, S. 119; wie hier Bamberger, Verfassungswerte, S. 109.Google Scholar
  94. 105.
    So R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [953], als Vertreter dieser Lehre, der gerade diesen Paradigmenwechsel als reizvoll ansieht.Google Scholar
  95. 106.
    Zu diesem Begriff vgl. Rüthers, in: FAZ v. 2. Februar 2005, S. 7.Google Scholar
  96. 108.
    Vgl. auch Böckenförde, in: Der Staat 42 (2003), S. 165 [169 f.]: Immanente Schranken führen zur Marginalisierung der ausdrücklichen Gesetzesvorbehalte bei verstärkter Betonung eines „Richtervorbehaltes“.Google Scholar
  97. 110.
    Lepsius, Sachherrschaft, S. 424, 443. Auf die begrenzende Wirkung einer Staatszielbestimmung weist auch Scheuner, FS Forsthoff, S. 325 [339], hin.Google Scholar
  98. 111.
    BVerfGE 12, 45 [51].Google Scholar
  99. 112.
    Vgl. z.B. von Arnauld, Die Freiheitsrechte, S. 27 ff., 78; Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 111, Rn. 22 ff.; Lübbe-Wolff, Die Grundrechte, S. 98. Stemmler, Das „Neminem-laedere-Gebot“, S. 152, meint, das materielle Freiheitsverständnis sage für die Zulässigkeit von Grundrechtsbegrenzungen nichts aus. Dazu, dass es einen erheblichen Unterschied macht, ob Schutz gegen gesetzeswidrige Eingriffe grundrechtlich oder nur über den objektiv-rechtlichen Grundsatz des Vorbehalts des Gesetzes vermittelt wird, sehr deutlich Lübbe-Wolff, Die Grundrechte, S. 88.Google Scholar
  100. 113.
    Knauber, Struktur, S. 266; Parodi, Eigentumsbindung, S. 94 f.Google Scholar
  101. 114.
    R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [956]. Ähnlich Czybulka, NuR 1988, 214 [216] und Maiwald, BayVBl. 1991, 101 [103].Google Scholar
  102. 115.
    Ausdrücklich Kloepfer, DVBl. 1996, 73 [75]. Insoweit zumindest missverständlich Epiney, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG II, Art. 20a, Rn. 96. Dies widerspricht der Natur einer Staatszielbestimmung ebenso wie der hier vertretenen Ansicht, dass Art. 20a GG eine Kombination aus Gesetzgebungsauftrag und Staatszielbestimmung ist.Google Scholar
  103. 116.
    Im Ergebnis ebenso Leisner, in: Isensee, Leisner, Eigentum, S. 21 [31 f.]; Huber, Politische Studien 1/2000, S. 45 [48].Google Scholar
  104. 117.
    Leisner, DÖV 1991, 781 [787]; Kloepfer, Beilage I Agrarrecht 1986, 3 [14]; Parodi, Eigentumsbindung, S. 46.Google Scholar
  105. 118.
    BGHZ 23, 30 [33]; BVerwGE 94, 1 [4].Google Scholar
  106. 119.
    BGHZ 23, 30 [32 f.].Google Scholar
  107. 120.
    BVerfGE 100, 226 [242].Google Scholar
  108. 121.
    BVerwGE 94, 1 [4].Google Scholar
  109. 122.
    Zum Vorstehenden und zur Kritik an diesem Begriff vgl. Bartlsperger, DVBl. 2003, 1473 [1481]; Gassner, NVwZ 1982, 165 [166 f.]; Parodi, Eigentumsbindung, S. 44 ff.; Rozek, Eigentumsbindung, S. 84, 261, 268 ff.; Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 179 ff. m.w.N.Google Scholar
  110. 123.
    BGHZ 90, 17 [25].Google Scholar
  111. 124.
    BGHZ 60, 145 [148].Google Scholar
  112. 125.
    BVerwGE 67, 84 [92]; 67, 93 [96].Google Scholar
  113. 126.
    Bartlsperger, DVBl. 2003, 1473 [1481].Google Scholar
  114. 127.
    Albrod, Inhalts-und Schrankenbestimmungen, S. 25.Google Scholar
  115. 128.
    BVerfGE 37, 132 [140].Google Scholar
  116. 129.
    Albrod, Inhalts-und Schrankenbestimmungen, S. 102; Schönfeld, BayVBl. 1996, 673 [674].Google Scholar
  117. 130.
    Weyreuther, Situationsgebundenheit, S. 122; Peter, Grundeigentum, S. 119 ff.Google Scholar
  118. 131.
    Schink, DVBl. 1990, 1375 [1382].Google Scholar
  119. 132.
    Schink, DVBl. 1990, 1375 [1382] mit Verweis auf Schmidt-Aßmann, DVBl. 1987, 216 [217].Google Scholar
  120. 133.
    Weyreuther, Situationsgebundenheit, S. 120.Google Scholar
  121. 134.
    Der Begriff „Situationsberechtigung“ findet sich aber immerhin bei BVerwGE 32, 173 [179]: ein Grundstück könne durch seine Einbettung in die entsprechende Situation auch angereichert werden. Vgl. auch BVerwGE 50, 49 [56].Google Scholar
  122. 135.
    So aber Weyreuther, Situationsgebundenheit, S. 172.Google Scholar
  123. 136.
    Leisner, Umweltschutz durch Eigentümer, S. 70.Google Scholar
  124. 137.
    So auch Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 186; Tsai, Umweltschutzpflicht, S. 138.Google Scholar
  125. 138.
    Erichsen, JURA 1992, 142 [144]; ablehnend Espinoza-Rausseo, Naturschutz, S. 41 ff. m.w.N. Aus der Rechtsprechung bspw. BVerfGE 47, 327 [369], wobei oft die dogmatische Verortung im Schutzbereich oder auf Schrankenebene nicht klar zu Tage tritt. Einen Überblick bietet Stemmler, Das „Neminem-laedere-Gebot“, S. 177 ff., 228 ff. Vgl. auch Murswiek, in: Der Staat 45 (2006), S. 473 [495], der das allgemeine Gewaltverbot als Gewährleistungsgrenze benennt.Google Scholar
  126. 139.
    Zu der von der Verfassung vorausgesetzten Güterordnung als Gewährleistungsgrenze spezieller Freiheitsrechte Murswiek, in: Der Staat 45 (2006), S. 473 [496 ff.]. Art. 20a GG enthält aber keine Festlegungen hinsichtlich der Zuordnung der natürlichen Lebensgrundlagen zu einzelnen Rechtsträgern, vgl. dazu oben S. 77 ff. und 103 ff.Google Scholar
  127. 141.
    Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 574.Google Scholar
  128. 143.
    Isensee, Grundrecht auf Sicherheit, S. 44. Rechtsausübungen mit Gefahren/Störungen zu Lasten Dritter sind nicht geschützt, Badura, in: Benda/Maihofer/Vogel, HVerfR, S. 348; R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [960].Google Scholar
  129. 144.
    Umfassend Stemmler, Das „Neminem-laedere-Gebot“, S. 210 ff.Google Scholar
  130. 145.
    Jarass, in: ders./Pieroth, GG, Vorb. Art. 1, Rn. 45 ff.: Aushebelung ausdrücklicher Gesetzesvorbehalte; Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 306 ff., 601 ff. Haddenhorst, Umweltnutzungsfreiheit, S. 117 ff., meint, aus dem Gebot der wertungsfreien Schutzbereichsbestimmung folge, dass Grundrechte nicht unter dem Vorbehalt der Achtung allgemeiner Freiheit anderer stünden. Bamberger, Verfassungswerte, S. 50, schließt missbräuchliche oder unfriedliche Grundrechtsausübung bzw. Bagatellfälle aus, Beschränkungen durch kollidierende Grundrechte Dritter nennt er Gegenseitigkeitsvorbehalt a.a.O. S. 52 ff. Vgl. auch Häberle, Wesensgehaltsgarantie, S. 57 in Fn. 318, S. 120. Grundrechtsmissbrauch als immanente Grenze ablehnend, weil er nicht vom Grundrechtsgebrauch exakt abzugrenzen sei, Nieuwland, Grundrechtsschranken, S. 76 ff.; vgl. auch Winkler, Kollisionen, S. 231 ff.Google Scholar
  131. 146.
    Söhnlein, Landnutzung im Umweltstaat, S. 41 ff.Google Scholar
  132. 148.
    Kahl, in: Der Staat 43 (2004), S. 167 [168], ordnet sie als enge Tatbestandstheorie ein.Google Scholar
  133. 149.
    Murswiek, DVBl. 1994, 77 [81].Google Scholar
  134. 150.
    Murswiek, in: Isensee/Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 112, Rn. 66 ff. Grundlegend zur teilhaberechtlichen Sicht der Grundrechte Haverkate, Rechtsfragen, S. 63 ff.Google Scholar
  135. 151.
    Vgl. Kloepfer/Vierhaus, in: Kloepfer, Anthropozentrik, S. 34 ff., zur Baufreiheit: „Schleuse zur Erosion der Grundrechte“. Ähnlich auch Kloepfer, Umweltrecht, § 3, Rn. 56.Google Scholar
  136. 152.
    R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [954].Google Scholar
  137. 154.
    Vgl. nur BVerfGE 53, 257 ff. Zum Aspekt der Teilhabe auch: BVerfGE 33, 303 [331 ff.].Google Scholar
  138. 155.
    Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [176].Google Scholar
  139. 156.
    Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [176].Google Scholar
  140. 157.
    Vgl. hierzu ausführlich Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [176].Google Scholar
  141. 158.
    So auch Tsai, Umweltschutzpflicht, S. 143.Google Scholar
  142. 159.
    Kube, Eigentum an Naturgütern, S. 278.Google Scholar
  143. 160.
    So wie hier mit ausführlicher Argumentation auch Haddenhorst, Umweltnutzungsfreiheit, S. 127 ff.Google Scholar
  144. 161.
    BVerfGE 33, 303 [329 ff.].Google Scholar
  145. 162.
    Häberle, in: VVDStRL 30 (1972), S. 43 [95]; Friauf, DVBl. 1971, 674 [675]; Kratzmann, Grundrechte, S. 118; Leisner, DÖV 1975, 73 ff. Ablehnend Ossenbühl, NJW 1976, 2100 [2104 f.].Google Scholar
  146. 163.
    BVerfGE 33, 303 [334].Google Scholar
  147. 164.
    So Michel, Staatszwecke, S. 292, 314.Google Scholar
  148. 165.
    Vgl. nur Böckenförde, NJW 1974, 1529 [1538].Google Scholar
  149. 166.
    Vgl. die Entscheidung zur Nassauskiesung, BVerfGE 58, 300 ff.Google Scholar
  150. 167.
    A.A. wohl Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 189.Google Scholar
  151. 168.
    Dies wurde vor Einfügung von Art. 20a GG auch diskutiert, vgl. S. 30 in Fn. 72.Google Scholar
  152. 169.
    NVwZ 1990, 276 ff. Dazu Enders, AöR 115 (1990), S. 610 ff.; Gersdorf, DÖV 1990, 514 ff.; Scholz, in: FS Sendler, S. 93 ff.; Sendler, NVwZ 1990, 231 ff.; zustimmend: Eiberle-Herm, NuR 1990, 204 ff.Google Scholar
  153. 170.
    Kloepfer, Umweltrecht, § 3, Rn. 70. Zum Vorbehalt des Gesetzes und seinem Verhältnis zum Richtervorbehalt Sendler, NVwZ 1990, 231 ff.Google Scholar
  154. 171.
    So auch Haddenhorst, Umweltnutzungsfreiheit, S. 77.Google Scholar
  155. 172.
    A.A. Grochtmann, Art. 14, S. 111; Pieroth/Schlink, Grundrechte, Rn. 899. Vgl. dazu schon S. 63.Google Scholar
  156. 173.
    Hierzu ausführlich Bumke, Grundrechtsvorbehalt. Zum Problem der Grundrechtsausgestaltung umfassend Cornils, Ausgestaltung der Grundrechte; Gellermann, Grundrechte. Ausgestaltung wird als Gegenbegriff zur Grundrechtsbeschränkung verstanden, vgl. Alexy, Theorie der Grundrechte, S. 300 ff.Google Scholar
  157. 174.
    Leisner, in: Isensee/Kirchhof, HStR VI, 2. Aufl., § 149, Rn. 60 ff.; ähnlich Kempen, Eingriff, Rn. 115 f.: Inhaltsbestimmung als die Herstellung neuer Eigentumsrechte.Google Scholar
  158. 175.
    Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [149 f.].Google Scholar
  159. 176.
    Bryde, in: v. Münch/Kunig, GG I, Art. 14, Rn. 51; Nüßgens/Boujong, Eigentum, Rn. 128; Papier, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 307; Rittstieg, in: Alternativkommentar, GG, Bd. 1, Art. 14, Rn. 160 ff. A.A. mit jeweils eigenen Abgrenzungsvorschlägen: Ehlers, in: VVDStRL 51 (1992), S. 211 [225]; Chlosta, Wesensgehalt, S. 31; Kempen, Eingriff, Rn. 115 f.; Kutschera, Bestandsschutz, S. 72 ff.; Leisner, in: Isensee/Kirchhof, HStR VI, 2. Aufl., § 149, Rn. 63; Ramsauer, Beeinträchtigungen, S. 69 ff.; Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 405; Wendt, in: Sachs, GG, Art. 14, Rn. 55 ff. Vgl. auch die ausführliche Streitdarstellung bei Albrod, Inhalts-und Schrankenbestimmungen, S. 105 ff., Lee, Eigentumsgarantie, S. 86 ff. und Parodi, Eigentumsbindung, S. 68 ff.Google Scholar
  160. 177.
    Vgl. nur BVerfGE 52, 1 [27].Google Scholar
  161. 178.
    BVerfGE 52, 1 [27].Google Scholar
  162. 179.
    Vgl. nur Appel, Entstehungsschwäche, S. 269; Gellermann, Grundrechte, S. 274 m.w.N.; Schmidt-Aßmann, in: FS Universität Heidelberg, S. 107 [115] m.w.N.Google Scholar
  163. 180.
    Zum Ausgestaltungsvorbehalt und seiner Abgrenzung zum Begrenzungsvorbehalt Bumke, Grundrechtsvorbehalt, S. 180 ff.; Häberle, Wesensgehaltsgarantie, S. 180 ff.; Haddenhorst, Umweltnutzungsfreiheit, S. 76; enger Lübbe-Wolff, Die Grundrechte, S. 59 ff.Google Scholar
  164. 181.
    Alexy, Theorie der Grundrechte, S. 306.Google Scholar
  165. 182.
    Baur, NJW 1982, 1734 [1735].Google Scholar
  166. 183.
    Alexy, Theorie der Grundrechte, S. 305 f.Google Scholar
  167. 184.
    BVerfGE 37, 132 [140].Google Scholar
  168. 185.
    Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 408. So auch Depenheuer, v. Danwitz, Bericht, S. 111 [168 f.].Google Scholar
  169. 186.
    Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 408. Ähnlich Hammann, Eigentum, S. 23 f.; Ramsauer, DVBl. 1980, 539 [540], der zwischen dem Institut Eigentum, das durch Inhaltsbestimmungen ausgeformt werde, und dem Individualrecht, welches durch Schrankenbestimmungen begrenzt werde, differenziert, und Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 148 f. Mit eigenem Abgrenzungsvorschlag — Inhaltsbestimmung als Ausgestaltung der Institutsgarantie — Lubberger, Eigentumsdogmatik, S. 258 f. Ähnlich wie hier auch Appel, Entstehungsschwäche, S. 177: er trennt zwischen Ausgestaltung und Umgestaltung, hält seine Unterscheidung aber nicht für kongruent mit der hiesigen Differenzierung zwischen Inhaltsbestimmungen und Schrankenbestimmungen, S. 177 ff., 271 f. Das BVerfG hat in E 58, 300 [337 f.] davon gesprochen, dass auf der Ebene des objektiven Rechts der Inhalt des Grundeigentums für die Zukunft neu bestimmt wird, weshalb eine konkrete, der Bestandsgarantie des Art. 14 Abs.1 S. 1 unterliegende Rechtsposition nicht betroffen sei. Im dortigen Zusammenhang begründet es damit allerdings die Abgrenzung zur Enteignung.Google Scholar
  170. 187.
    Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [155].Google Scholar
  171. 188.
    So auch Hammann, Eigentum, S. 25; Parodi, Eigentumsbindung, S. 80.Google Scholar
  172. 189.
    Vor allem findet die Differenzierung zwischen Neu-und Altregelungen besondere Berücksichtigung. Bei Neuregelungen kann sich die typisch eingriffsrechtliche Wirkung des Verhältnismäßigkeitsprinzips nicht entfalten, bei Änderungen alter Rechte hat es dagegen eine ganz spezifische Bedeutung, Schmidt-Aßmann, in: FS Universität Heidelberg, S. 107 [117].Google Scholar
  173. 190.
    Wendt, in: Sachs, GG, Art. 14, Rn. 56; Hammann, Eigentum, S. 24.Google Scholar
  174. 191.
    Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 410.Google Scholar
  175. 192.
    Diesen Aspekt aufgreifend und entkräftend Lubberger, Eigentumsdogmatik, S. 262 ff., der insbesondere die deutlichere Klarheit für die Abgrenzung zur Enteignung als praktisch bedeutsam anführt. Für dogmatisch erforderlich halten eine Differenzierung auch Grochtmann, Art. 14, S. 284 und Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 150 ff. und 158 ff.Google Scholar
  176. 193.
    Vgl. exemplarisch den der Nassauskiesungsentscheidung des BVerfGE 58, 300 ff. zugrunde liegenden Fall.Google Scholar
  177. 194.
    Kloepfer, Umweltrecht, § 13, Rn. 57.Google Scholar
  178. 195.
    BVerfGE 37, 132 [140].Google Scholar
  179. 196.
    Ob Art. 19 Abs. 2 GG für die Eigentumsgarantie überhaupt gilt, ist strittig. Vgl. Hammann, Eigentum, S. 29 m.w.N. Keine Anwendung findet sie bei Ausgestaltungsgesetzgebung, vgl. Gellermann, Grundrechte, S. 213; Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 277 ff. Nach hier vertretener Auffassung geht sie in Art. 14 auf, wenn die verfassungsrechtlichen Anforderungen an Inhalts-und Schrankenbestimmungen eingehalten wurden. Ähnlich auch BVerfGE 58, 300 [348]: Die Wesensgehaltsgarantie ist nicht verletzt, wenn der Gesetzgeber die aus Instituts-und Bestandsgarantie folgenden Grenzen einhält.Google Scholar
  180. 197.
    Speziell zum unübersichtlichen Meinungsstand in Bezug auf dessen Geltung für den Ausgestaltungsgesetzgeber Gellermann, Grundrechte, S. 332 ff. mit zahlreichen Nachweisen, der selbst eine modifizierte Anwendung dieses Grundsatzes vorschlägt. Für dessen Anwendbarkeit Grochtmann, Art. 14, S. 35 ff., 90, und Pieroth/Schlink, Grundrechte, Rn. 900 sowie eingeschränkt auf Geeignetheit und Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 280 ff. sowie ders., in: Sachs, GG, Art. 14, Rn. 57.Google Scholar
  181. 198.
    Hammann, Eigentum, S. 28 f.; Parodi, Eigentumsbindung, S. 81 f. Für Bindung an die Institutsgarantie, Schutz-und Leistungspflichten sowie Verfahrenskomponente Gellermann, Grundrechte, S. 290.Google Scholar
  182. 199.
    Ursprünglich entwickelt von Wolff, FG für Kahl, S. 3 [5].Google Scholar
  183. 200.
    Sieckmann, Modelle, S. 222.Google Scholar
  184. 201.
    BVerfGE 24, 367 [389]; 58, 300 [348]; Herleitung einer Pflicht zur Zuweisung eines Vermögenswertes aus eigener Leistung: BVerfGE 31, 229 [240 f.]; 51, 193 [217]; BVerfG NJW 2001, [1783] 1784. Hammann, Eigentum, S. 25; Parodi, Eigentumsbindung, S. 81 f.; Sachs, in: Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 408 f.; Wendt, in: Sachs, GG, Art. 14, Rn. 57; ders., Eigentum und Gesetzgebung, S. 185. Dagegen im Ergebnis Albrod, Inhalts-und Schrankenbestimmungen, S. 71 ff. Als Schranke für den inhalts-und schrankenbestimmenden Gesetzgeber hat sie praktisch kaum Bedeutung erlangt, so Cornils, Ausgestaltung der Grundrechte, S. 534 f. und Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 223. Gänzlich für deren Abschaffung als „dogmatisches Fossil“ Waechter, Die Verwaltung 29 (1996), S. 47 ff.Google Scholar
  185. 202.
    Papier, Wandel, S. 21: Es geht also um verschiedene Rechtsinstitutsgarantien im Rahmen des Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG.Google Scholar
  186. 203.
    Sieckmann, Modelle, S. 224 ff., der ein Abwägungsmodell vorschlägt, um sie inhaltlich zu bestimmen; zu sonstigen Ansätzen, insb. traditioneller und funktionaler Art, S. 225 ff. Zweifelnd auch Kutschera, Bestandsschutz, S. 123; Papier, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 39.Google Scholar
  187. 204.
    Papier, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 39.Google Scholar
  188. 205.
    So die Feststellung von Cornils, Ausgestaltung der Grundrechte, S. 252.Google Scholar
  189. 206.
    BVerfGE 91, 294 [308]; 104, 1 [11]. Ausdrücklich gegen eine Aufspaltung des Art. 14 Abs. 1 in einen abwehrrechtlichen Gehalt — bezogen auf den vom Gesetzgeber geschaffenen Bestand — und die Bindung an die Institutsgarantie, Cornils, Ausgestaltung der Grundrechte, S. 271 ff. Vgl. aber Schoch, JURA 1989, 113 [118], der die gesetzgeberische Definitionsbefugnis nur auf die Bestands-und nicht auf die Institutsgarantie bezieht.Google Scholar
  190. 207.
    BVerfGE 50, 290 [341].Google Scholar
  191. 208.
    BVerfGE 24, 367 [389]; 38, 348 [370 f.].Google Scholar
  192. 210.
    A. A. Grochtmann, Art. 14, S. 24, der meint, das BVerfG messe diesem allein als Abgrenzungskriterium für zu schützende Rechtspositionen Bedeutsamkeit zu.Google Scholar
  193. 211.
    Vgl. dazu Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 33.Google Scholar
  194. 212.
    In diesem Sinne für eine Gleichsetzung beider Chlosta, Wesensgehalt, S. 19; Gellermann, Grundrechte, S. 98; Wahl, NVwZ 1984, 401 [404 ff., 406]; Schoch, in: FS Boujong, S. 655 [659]. Zweifelnd Kutschera, Bestandsschutz, S. 22; dagegen Appel, Entstehungsschwäche, S. 82 f. und Grochtmann, Art. 14, S. 258 f.Google Scholar
  195. 213.
    Vgl. dazu oben S. 63 f. sowie sogleich S. 111 ff. Dies verkennt Appel, Entstehungsschwäche, S. 82 f.: Er weist — entgegen seiner Annahme a.a.O., der verfassungsrechtliche Eigentumsbegriff habe nur die Qualifikationsfunktion für Rechtspositionen und die Institutsgarantie nur die Funktion als Rechtsmäßigkeitsmaßstab im Rahmen von Art. 14 Abs. 1 S. 2 GG Bedeutung — auf Seiten 68, 70 ff. nach, dass die Strukturmerkmale des verfassungsrechtlichen Eigentumsbegriffs auch bei der Eingriffsrechtfertigung zur Anwendung kommen. Dies entspricht auch hiesigem Verständnis, vgl. noch S. 111 ff.Google Scholar
  196. 214.
    Zum Vorstehenden Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [134].Google Scholar
  197. 215.
    BVerfGE 53, 257 [289 ff.]; 76, 256 [301].Google Scholar
  198. 216.
    Kube, Eigentum an Naturgütern, S. 24 f. mit zahlreichen Nachweisen. Kategorisch gegen eine Aufspaltung des Eigentumsbegriffes in Einzelbefugnisse, die verfassungswidrig sei, auch speziell im Hinblick auf das Grundeigentum: Leisner, Sozialbindung, S. 197 f.Google Scholar
  199. 217.
    Ehlers, in: VVDStRL 51 (1992), S. 211 [220] m.N.Google Scholar
  200. 218.
    BVerfGE 24, 367 [389 f.] und ausführlich Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [167].Google Scholar
  201. 219.
    Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [134 f.].Google Scholar
  202. 220.
    A.A. speziell zur Nassauskiesungsentscheidung: Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 225: das geeignete Instrument wäre die Schrankenbestimmung in Form des Verbotes mit Erlaubnisvorbehalt, S. 228.Google Scholar
  203. 221.
    Kube, Eigentum an Naturgütern, S. 202, 224, der dies als legislative „Bestimmung unverfügbarer Naturgüter“ bezeichnet.Google Scholar
  204. 222.
    BVerfGE 15, 126 [138].Google Scholar
  205. 223.
    Wienholtz, Normative Verfassung, S. 81.Google Scholar
  206. 224.
    Zum Problem der Definierbarkeit bzw. rechtssprachlicher Nichtfassbarkeit Kube, Eigentum an Naturgütern, S. 220.Google Scholar
  207. 225.
    BVerfGE 58, 300 ff.Google Scholar
  208. 226.
    Bis zum Zeitpunkt der gesetzgeberischen Regelung zählten die betreffenden Nutzungsbefugnisse zum Grundeigentum. Betroffen in einer individuellen Rechtsposition sind nur die Eigentümer, die die Nutzung verwirklicht hatten. Dort stellte sich dann die Frage, ob durch Schrankenbestimmung oder Enteignung vorgegangen werden musste. Diese Abgrenzung überschreitet hiesige Aufgabenstellung, vgl. deshalb statt aller Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 253 ff. mit zahlreichen Nachweisen.Google Scholar
  209. 227.
    Erheblich weitergehend — aufgrund eines weiten Inhaltsbestimmungsbegriffes — Kloepfer, Umweltrecht, § 13, Rn. 57 ff., der in § 1a Abs. 4 WHG, nach dem das Grundeigentum nicht zur Benutzung des Grundwassers berechtigt, eine gebietsspezifische Formulierung der Sozialpflichtigkeit des Eigentums sieht, die dem Inhaltsbestimmungsrecht des Gesetzgebers und dem dadurch bestehenden gesetzgeberischen Mandat zur Verfassungskonkretisierung im Rahmen des Art. 14 Abs. 1 S. 2 GG entspreche.Google Scholar
  210. 228.
    Kube, Eigentum an Naturgütern, S. 268 ff.Google Scholar
  211. 229.
    So Kube, Eigentum an Naturgütern, S. 276.Google Scholar
  212. 230.
    Insoweit ist Kube, Eigentum an Naturgütern, S. 202, beizupflichten.Google Scholar
  213. 232.
    Vgl. Kube, Eigentum an Naturgütern, S. 231 ff. Letzteres setzt eine Widmung als Kreationsakt voraus, hierzu grundlegend Axer, Widmung als Schlüsselbegriff, S. 30 ff. Vgl. im übrigen Papier, Recht der öffentlichen Sachen. A.A. dagegen Peine, JZ 2006, 593 [604], der in Bezug auf das Regelungsregime des WHG von einer öffentlichen Sache im Sondergebrauch ausgeht.Google Scholar
  214. 233.
    R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [961]. „Öffentliches Eigentum“ an natürlichen Lebensgrundlagen impliziert die Annahme eines Teilhaberechts an diesen, Kube, Eigentum an Naturgütern, S. 239. Vgl. schon S. 87 ff. sowie Murswiek, JZ 1988, 985 ff. und DVBl. 1994, 77 ff. Die Schaffung einer öffentlich-rechtlichen Benutzungsordnung — wie durch das WHG — führt allerdings zum Ausschluss des Grundrechtsschutzes, so BVerfGE 58, 300 [328].Google Scholar
  215. 234.
    R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [961 f.]; Lorenz, NVwZ 1989, 813 [818].Google Scholar
  216. 235.
    R. Schmidt, in: FS Zacher, S. 947 [962].Google Scholar
  217. 236.
    Lorenz, NVwZ 1989, 813 [818].Google Scholar
  218. 238.
    Vgl. statt aller Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 253 mit zahlreichen Nachweisen. Zur Zulässigkeit der Schaffung öffentlichen Eigentums an Hochwasserschutzanlagen durch Legalenteignung vgl. BVerfGE 24, 367 ff. Zur Diskussion betreffend die Luft als Umweltmedium Ehlers, in: VVDStRL 51 (1992), S. 211 [221].Google Scholar
  219. 240.
    Lorenz, NVwZ 1989, 813 [819].Google Scholar
  220. 241.
    Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 19.Google Scholar
  221. 242.
    Papier, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 320.Google Scholar
  222. 243.
    Hier zeigt sich eine weitere Konsequenz der bereits abgelehnten Ansicht, Art. 20a GG enthalte die Festschreibung eines Umweltschutzniveaus entsprechend dem, das bei seiner Aufnahme in das Grundgesetz bestand (dazu schon S. 51). Dies würde bedeuten, dass für jede staatliche Maßnahme, die die natürlichen Lebensgrundlagen in Anspruch nimmt, ein verfassungsrechtliches Kompensationsgebot gilt. Auf einfachgesetzlicher Ebene ist ein Verschlechterungsverbot bspw. normiert in § 19 BNatSchG. Umfassend zu den verschiedenen Kompensationsregelungen und dem Kompensationsprinzip an sich Voßkuhle, Kompensationsprinzip.Google Scholar
  223. 244.
    BVerfGE 78, 58 [71].Google Scholar
  224. 245.
    Depenheuer, v. Danwitz, Bericht, S. 111 [168 f.].Google Scholar
  225. 246.
    Anders für das Staatsziel Tierschutz: Caspar/Schröter, Staatsziel, S. 62 ff.Google Scholar
  226. 247.
    Brönneke, Umweltverfassungsrecht, S. 286 f.Google Scholar
  227. 248.
    Lubberger, Eigentumsdogmatik, S. 167: Gleichheitssatz, Vertrauensschutzprinzip, Bestimmtheitsgrundsatz.Google Scholar
  228. 249.
    BVerfGE 50, 290 [340].Google Scholar
  229. 250.
    BVerfGE 37, 132 [140].Google Scholar
  230. 251.
    BVerfGE 58, 300 [335].Google Scholar
  231. 252.
    BVerfGE 52, 1 [29].Google Scholar
  232. 253.
    Zu den allgemeinen Voraussetzungen vgl. v. Arnauld, Die Freiheitsrechte, S. 141 ff.Google Scholar
  233. 254.
    Vgl. dazu allgemein v. Arnauld, Die Freiheitsrechte, 170 ff.; Denninger, Normsetzung, S. 160 ff.Google Scholar
  234. 255.
    BVerfGE 17, 67 [82]. Einen Fall von Verfassungswidrigkeit wegen Unbestimmtheit behandelt z.B. OVG Münster, NuR 1995, 301 [305 f.].Google Scholar
  235. 256.
    Kloepfer, Umweltschutzrecht, § 3, Rn. 71 ff.Google Scholar
  236. 258.
    Vgl. auch die Beispiele bei Weyreuther, Situationsgebundenheit, S. 17. Die tatsächliche Lage sieht freilich anders aus; vgl. die Angaben des Bundesamtes für Naturschutz auf seiner Internetseite. Danach lag im Dezember 2005 in Deutschland der Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche bei 3,3%.Google Scholar
  237. 259.
    Zum Vorstehenden BVerfGE 37, 132 [142].Google Scholar
  238. 260.
    Vgl. dazu Erbguth, Raumbedeutsames Umweltrecht, S. 436. Hier tut sich auch ein Problem mit dem Parlamentsvorbehalt auf, der bei grundrechtsrelevanten Maßnahmen eine gesetzgeberische Entscheidung erfordert, vgl. die Wesentlichkeitsrechtsprechung: BVerfGE 34, 165 [192]; 40, 237 [248 ff.]; 68, 1 [108 f.].Google Scholar
  239. 261.
    BVerfGE 6, 32 ff.Google Scholar
  240. 262.
    BVerfGE 6, 32 [41]. Michel, Staatszwecke, S. 290; Schlaich/Korioth, BVerfG, Rn. 212 f.; Scholz, AöR 100 (1975), S. 80 [84]. Vgl. auch Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 419 ff., der diesen Begründungsansatz am Beispiel des von Dirnberger, Recht auf Naturgenuß, S. 260 ff., entwickelten Grundrechts widerlegt.Google Scholar
  241. 263.
    Murswiek, NVwZ 1996, 222 [230]; Steinberg, NJW 1996, 1985 [1992]. Es ist allgemein anerkannt, dass die Elfes-Doktrin nicht als Spezifikum ausschließlich bei Art. 2 Abs. 1 GG Anwendung findet, sondern auch für die anderen speziellen Freiheitsgrundrechte einschlägig ist, Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 418.Google Scholar
  242. 265.
    Dies führt allerdings nicht zu einer Subjektivierung und Prozessualisierung objektiven Verfassungsrechts, weil vom Erfordernis der persönlichen Betroffenheit (Beschwer) nicht befreit wird, vgl. zum Ganzen jüngst Bethge, in: FS Isensee, 2007, S. 613 ff.Google Scholar
  243. 269.
    Vgl. nur BVerfGE 14, 263 [278]; 34, 139 [146].Google Scholar
  244. 270.
    Obwohl es dies auch nicht durchgängig beibehält, vgl. BVerfGE 18, 121 [124], wo Art. 3 GG isoliert geprüft wird. Zur geringen Bedeutung der Gleichheitswidrigkeit, weil regelmäßig gleichzeitig Unverhältnismäßigkeit vorliegt, Kischel, JZ 2003, 604 [613].Google Scholar
  245. 271.
    So auch Uhle, JuS 1996, 96 [99]; Ekardt, SächsVBl. 1998, 49 [51].Google Scholar
  246. 272.
    Die Pflichten von Exekutive und Judikative aus Art. 20a GG sind nicht Gegenstand vorliegender Untersuchung, vgl. hierzu z.B. Steinberg, NJW 1996, 1985 [1992].Google Scholar
  247. 273.
    NVwZ 1998, 952.Google Scholar
  248. 274.
    BVerwG a.a.O.Google Scholar
  249. 275.
    So tatsächlich das BVerfG in einer Entscheidung, ZOV 2000, 23 f.: Hier überprüfte es Vorschriften des VermRÄndG nicht anhand von Art. 14, sondern an Art. 2 Abs. 1 GG; problematisch war insbesondere die Einhaltung der Vorgaben des Rechtsstaatsprinzips und des Grundsatzes des Vertrauensschutzes. Mit der Prüfung des Art. 2 GG entzog sich das BVerfG den besonderen Anforderungen des Vertrauensschutzes in Art. 14. Vgl. auch Sendler, UPR 1983, 33 [34, 37]: Im Wasserrecht gibt es nur äußerst beschränkten Eigentumsschutz, weil nur Verfassungsgebote zur Anwendung kommen, die außerhalb des Art. 14 wurzeln, wie bspw. der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz. Dem kann allerdings auch entgegengewirkt werden, wenn dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz im Rahmen des Art. 14 eine spezielle Struktur gegeben wird, dazu S. 120 ff.Google Scholar
  250. 276.
    Da das BVerfG nicht in der hier vertretenen Form zwischen Inhalts-und Schrankenbestimmungen trennt, werden die vom BVerfG an beide gestellten Anforderungen hier nur auf die Schrankenbestimmungen bezogen. Grochtmann, Art. 14, S. 102 f., meint, das BVerfG habe eine durchgängig wirksame eigentumsgrundrechtliche Verhältnismäßigkeitsprüfung entwickelt, so dass jede Grenze abgesehen von Art. 14 Abs. 2 GG-also insbesondere Institutsgarantie oder verfassungsrechtlicher Eigentumsbegriff-ohne Bedeutung seien.Google Scholar
  251. 279.
    So auch Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [135].Google Scholar
  252. 281.
    BGBl. I S. 3017 und BVerfGE 58, 300 ff.Google Scholar
  253. 282.
    BVerfGE 79, 292 [304].Google Scholar
  254. 283.
    BVerfGE 50, 290 [339]. Zur Differenzierung zwischen den beiden Merkmalen Verfügungsbefugnis und Privatnützigkeit schon S. 70 ff. Veräußerungsverbote sind im Rahmen des Verhältnismäßigkeitsgebotes nur in extremen Ausnahmefällen zulässig, vgl. etwa BVerfGE 26, 215 [222]. Ausführlich zum Kriterium der Verfügungsbefugnis Appel, Entstehungsschwäche, S. 43.Google Scholar
  255. 284.
    BVerfGE 50, 290 [339].Google Scholar
  256. 285.
    Albrod, Inhalts-und Schrankenbestimmungen, S. 70.Google Scholar
  257. 286.
    BVerfGE 37, 132 [140]; 53, 257 [290].Google Scholar
  258. 288.
    Sendler, DÖV 1974, 73 [85]. Vgl. auch BVerfGE 45, 297 [332], 58, 300 [350f.] und S. 26 ff.Google Scholar
  259. 289.
    BVerfGE 58, 300 ff. Vgl. auch die Nachweise bei Ossenbühl, in: FS Leisner, S. 689 [692 in Fn. 13]; Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 60 f. So wird in der Praxis davon ausgegangen, Regelungen im Natur-und Landschaftsschutz stellten regelmäßig keine Enteignung, sondern eine konkrete Ausgestaltung der Sozialgebundenheit des Eigentums und damit Inhalts-und Schrankenbestimmungen dar, vgl. etwa BVerwGE 94, 1 ff [5]. Anders wohl BVerwGE 84, 361 ff. [367].Google Scholar
  260. 290.
    Ossenbühl, in: FS Leisner, S. 689 [697]. Zur Einwirkung des Art. 20a GG auf Ausgleichspflichten bei Inhalts-und Schrankenbestimmungen auf S. 130 ff.Google Scholar
  261. 291.
    König, Bodennutzung, S. 26 ff.Google Scholar
  262. 292.
    BVerfGE 58, 300 [336].Google Scholar
  263. 293.
    Burmeister, in: FS Leisner, S. 657 [661].Google Scholar
  264. 294.
    Früher war die Bezeichnung Aufopferungsenteignung gebräuchlich; gemeint war damit die Aufhebung oder Beschränkung eigentumsrechtlicher Positionen ohne Übertragung des Eigentumsobjektes, vgl. Peter, Grundeigentum, S. 79.Google Scholar
  265. 295.
    BVerfGE 100, 226 [243].Google Scholar
  266. 296.
    BVerfGE 100, 226 [240]: kein Entzug konkreter Eigentumspositionen; BVerwG, BayVBl. 1997, 249 f.; Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 62.Google Scholar
  267. 297.
    Offengelassen von BVerfGE 79, 174 [192]; vgl. auch Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 62 ff.Google Scholar
  268. 298.
    Ossenbühl, in: FS Leisner, S. 689 [699].Google Scholar
  269. 299.
    EGMR, NJW 2004, 923 [924]. Zur De-facto-Enteignung in der Rechtsprechung des EuGH Jarass, NVwZ 2006, 1089 [1092].Google Scholar
  270. 300.
    BVerfGE 42, 263 [295].Google Scholar
  271. 301.
    Ähnlich Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 63, und Roller, NJW 2001, 1003 [1007]. Zum Problem des Wahlrechts des Gesetzgebers auch Nolden, Ausgleichspflichtige Inhalts-und Schrankenbestimmung, S. 129 f. Ähnlich für das Denkmalschutzrecht auch BVerfGE 100, 226 [243]: wenn aus dem Recht eine Last wird, die der Eigentümer allein im öffentlichen Interesse zu tragen hat, ohne selbst private Nutzung genießen zu können, kann die Erhaltung des entsprechenden Kulturdenkmals nur durch Enteignung erreicht werden.Google Scholar
  272. 302.
    So auch BVerfGE 31, 270 [274]; Schönfeld, BayVBl. 1996, 673 [679]. Vgl. dazu die Ausführungen S. 97 ff.Google Scholar
  273. 303.
    So in BVerfGE 58, 300 ff. aber für verfassungsgemäß erklärt; offen gelassen von BVerfG, NJW 1989, 1271 [1272], für den Fall, dass die Nutzung des geschützten Rechts praktisch schlechthin unmöglich gemacht und das Recht damit völlig entwertet würde.Google Scholar
  274. 304.
    So Schönfeld, BayVBl. 1996, 673 [681] unter Bezugnahme auf BVerfGE 83, 201. Auch nimmt es immer wieder materielle Kriterien in Bezug, so z.B. in BVerfGE 100, 226 [243].Google Scholar
  275. 305.
    Gesetz zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität v. 22.4.2002, BGBl. I, 1351.Google Scholar
  276. 306.
    Die in diesem Rahmen vorgesehenen Strommengenbegrenzungen sind eine gesetzlich angeordnete zeitliche Begrenzung der Eigentumsnutzung, die der Eigentumsgarantie des Art. 14 Abs. 1 GG unterfällt: Ossenbühl, in: FS Kutscheidt, S. 213 [216].Google Scholar
  277. 307.
    Eine Enteignung bejahen auch Di Fabio, Der Ausstieg, S. 36 f.; v. Komorowski, JURA 2001, 17 [19]; Ossenbühl, AöR 124 (1999), 1 [29 ff.]. A.A. Denninger, Verfassungsrechtliche Fragen des Ausstiegs, S. 51 ff.; Roßnagel/Roller, Beendigung der Kernenergienutzung, S. 34, 86 ff.; Stüer/Loges, NVwZ 2000, 9 [13]. Der Fall des § 7 Abs. 1 S. 2 AtG — dem Verbot der Erteilung neuer Genehmigungen § ist als zulässige Inhaltsbestimmung einzuordnen, vgl. nur Kloepfer, Umweltrecht, § 15, Rn. 54. Vgl. auch die Diskussion um die Zulässigkeit des Emissionshandels vor dem Hintergrund des Art. 14 GG: Roller, in: FS Rehbinder, S. 87 [93 ff.].Google Scholar
  278. 308.
    Vgl. ausführlich Ossenbühl, AöR 124 (1999), S. 1 [8, 26].Google Scholar
  279. 309.
    BVerfGE 37, 132 [140].Google Scholar
  280. 310.
    BVerfGE 100, 226 [244]; 79, 174 [198]; 52, 1 [29f.]; 42, 263 [295].Google Scholar
  281. 311.
    So in BVerfGE 42, 263 [295].Google Scholar
  282. 312.
    BVerfGE 79, 292 [304].Google Scholar
  283. 313.
    Appel, Entstehungsschwäche, S. 259.Google Scholar
  284. 314.
    Vgl. dazu und zum Zusammenhang von Eigentum und Freiheit bereits S. 6 f. Als Strukturmerkmal des Eigentumsbegriffes wird das Wurzeln in eigener Leistung von Ramsauer, Beeinträchtigungen, S. 133, bezeichnet.Google Scholar
  285. 315.
    Grundsätzlich zum Gemeinwohlbegriff Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 76 ff. und Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR IV, 3. Aufl., § 71, Rn. 7 ff.Google Scholar
  286. 316.
    Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 79.Google Scholar
  287. 317.
    So aber Sieckmann, Modelle, S. 391 f., unter Hinweis auf den fehlenden normativen Gehalt von Art. 14 Abs. 2 GG.Google Scholar
  288. 318.
    Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 225.Google Scholar
  289. 319.
    BVerfGE 100, 226 [241].Google Scholar
  290. 320.
    Grochtmann, Art. 14, S. 12.Google Scholar
  291. 321.
    So Grochtmann, Art. 14, S. 16 f.Google Scholar
  292. 322.
    Brönneke, Umweltverfassungsrecht, S. 299 ff.; Huber, Politische Studien 1/2000, S. 45 [51]; Rill, Politische Studien 1/2000, S. 6. Ob man deshalb — wie Huber — von einem ökologischen Vorbehalt des Art. 14 bzw. — wie Brönneke — von Ökologiepflichtigkeit des Eigentums sprechen sollte, erscheint allerdings zweifelhaft, weil diese Begrifflichkeit unergiebig ist.Google Scholar
  293. 323.
    Ähnlich Huber, Politische Studien 1/2000, S. 45 [59].Google Scholar
  294. 324.
    Henneke, NuR 1995, 325 [332].Google Scholar
  295. 326.
    Vgl. dazu statt aller Pieroth/Schlink, Grundrechte, Rn. 279 ff.Google Scholar
  296. 327.
    BVerfGE 50, 290 [340 f.]; 52, 1 [32].Google Scholar
  297. 328.
    So die herrschende Meinung: Bryde, in: v. Münch/Kunig, GG I, Art. 14, Rn. 62; Grochtmann, Art. 14, S. 43 ff.; Heintzen, DVBl. 2004, 721 [722], der auf die Enteignungstheorien abstellt; Jochum/Durner, JuS 2005, 320 [321]; König, Bodennutzung, S. 78 f.; eine besondere Struktur bejahend Thormann, Abstufungen, S. 210; Wieland, in: Dreier, GG I, Art. 14, Rn. 127; bei Sellmann, in: Brandt/Smeddinck, Grundgesetz und Umweltschutz, S. 41 [53], bezeichnet als eigentumsrechtliche „Stufentheorie“. Dagegen Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 226, 256: es besitze keine besondere Struktur, die Abgrenzungstheorien zwischen Enteignung und Inhaltsbestimmung seien sachbereichsspezifische Ausprägungen des Verhältnismäßigkeitsprinzips; Papier, in: v. Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 38. Vgl. auch den Vorschlag von Peter, Grundeigentum, S. 156 ff.: „abgestuftes Sozialmodell“ dergestalt, dass sich die Verhältnismäßigkeitsanforderungen an einer Skala entlang bewegen, von Eigentumsobjekten mit existenzsichernder Funktion bis hin zu rein ästhetischen Belangen und Erholungsfunktion.Google Scholar
  298. 329.
    BVerfGE 50, 290 [340 f.]; 52, 1 [32]. Vgl. dazu Lubberger, Eigentumsdogmatik, S. 169, der dies als „gleitende Sozialbindung“ bezeichnet.Google Scholar
  299. 330.
    BVerfGE 53, 257 [292]; 102, 1 [17] st. Rspr. Vgl. aber Wieland, in: FAZ v. 19. Juli 2006, S. 21 — unter Bezugnahme auf BVerfGE 115, 205 ff.: Eine besondere Sozialpflichtigkeit der Eigentümer früherer Staatsbetriebe und damit eingeschränkter Grundrechtsschutz gegenüber Regulierungsmaßnahmen ist nicht ohne weiteres gerechtfertigt, die Berücksichtigungsfähigkeit der Art des Eigentumserwerbs insoweit eingeschränkt.Google Scholar
  300. 331.
    Sieckmann, Modelle, S. 365 f. Kritisch zu diesem Kriterium Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 354 ff.Google Scholar
  301. 332.
    Sieckmann, Modelle, S. 369.Google Scholar
  302. 333.
    BVerfGE 101, 54 [76].Google Scholar
  303. 334.
    Welche Determinanten im Rahmen der Verhältnismäßigkeit zu prüfen sind, wird unterschiedlich beurteilt. Ausführungen des BVerfGE 58, 300 [348], die gesetzgeberischen Grenzen ergäben sich unmittelbar aus der Instituts-und Bestandsgarantie des Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG und dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, deuten darauf hin, dass Art. 14 Abs. 2 GG im Rahmen der Verhältnismäßigkeit Platz findet. Grochtmann, Art. 14, S. 29, will Privatnützigkeit und grundsätzliche Verfügungsbefugnis — Begriffsmerkmale des verfassungsrechtlichen Eigentumsbegriffs bzw. der Institutsgarantie — in die Verhältnismäßigkeit eingliedern. Auch Vertrauensschutzerwägungen werden hier eingestellt, vgl. König, Bodennutzung, S. 81 f.Google Scholar
  304. 335.
    Pieroth/ Schlink, Grundrechte, Rn. 279.Google Scholar
  305. 336.
    Führ, Eigen-Verantwortung, S. 359.Google Scholar
  306. 337.
    Vgl. aus der Rechtsprechung z.B. BVerfGE 70, 278 [286]; 72, 9 [23]. Aus der Literatur vgl. statt aller Pieroth/Schlink, Grundrechte, Rn. 279 ff.Google Scholar
  307. 338.
    In diese Richtung auch Leisner, DÖV 1991, 781 [785].Google Scholar
  308. 339.
    BVerfGE 92, 262 [273]; 87, 114 [138].Google Scholar
  309. 340.
    BVerfGE 87, 114 [138]. Angestrebt werden muss dabei, dass jedes Verfassungsprinzip seine größtmögliche Wirksamkeit entfaltet, auch umschrieben als „der nach beiden Seiten hin schonendste Ausgleich“, „Harmonisierung“, „Optimierung“ bzw. die Herstellung „praktischer Konkordanz“, so die vom BVerfG verwandten Begrifflichkeiten, zitiert bei Stern, Staatsrecht, Bd. III/1, S. 929.Google Scholar
  310. 341.
    BVerfGE 101, 239 [259]; 104, 1 [10] st. Rspr.Google Scholar
  311. 342.
    Leisner, DÖV 1991, 781. Gleichwohl kommt es auch darauf an, welche Nutzungsrechte dem Betroffenen verbleiben: Sellmann, in: Brandt/Smeddinck, Grundgesetz und Umweltschutz, S. 41 [53].Google Scholar
  312. 343.
    Sellmann, in: Brandt/Smeddinck, Grundgesetz und Umweltschutz, S. 41 [53]. Dies erfordert ausreichende Sachverhaltsermittlung, eine sachlich vertretbare Einschätzung und einen angemessenen bzw. verhältnismäßigen Ausgleich. Vgl. auch BVerfGE 77, 240 [255].Google Scholar
  313. 344.
    Ehlers, in: VVDStRL 51 (1992), S. 211 [226].Google Scholar
  314. 345.
    König, Bodennutzung, S. 79.Google Scholar
  315. 346.
    BVerfGE 25, 112 [118]; 50, 290 [340].Google Scholar
  316. 347.
    Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 127. Allerdings ist zu bezweifeln, dass die Gesetzgebung in jedem Falle das richtige Forum ist und die Abwägung in diesem Sinne optimale Problemlösungen hervorbringt. Prämisse hierfür ist, dass der Staat das beste Wissen für Wahrscheinlichkeitsannahmen bzw. die Möglichkeit, dieses zu beschaffen, hat. Dies geht aber in Bezug auf den modernen Interventionsstaat fehl, so Ladeur, Kritik der Abwägung, S. 16 f.Google Scholar
  317. 348.
    Vgl. König, Bodennutzung, S. 80.Google Scholar
  318. 349.
    Als immanente Grenze des Schutzbereiches wurde er dagegen abgelehnt, s.o. S. 83 ff.Google Scholar
  319. 350.
    Vgl. dazu König, Bodennutzung, S. 89.Google Scholar
  320. 351.
    BVerfGE 21, 73 [82 f.].Google Scholar
  321. 352.
    Sellmann, in: Brandt/Smeddinck, Grundgesetz und Umweltschutz, S. 41 [53]. Auch wenn Wertschutz an sich kein eigenständiges Prinzip in der verfassungsrechtlichen Abwägung ist, weil primär der Bestand des Eigentumsrecht gewährleistet ist, ist die Wertminderung ein Kriterium für das Maß der Beeinträchtigung von Eigentumsrechten in der Verhältnismäßigkeitsprüfung: Sieckmann, Modelle, S. 382.Google Scholar
  322. 353.
    Vgl. BVerfGE 50, 290 [340].Google Scholar
  323. 354.
    Das Merkmal der Eigenleistung wird vom BVerfG besonders bei der Frage des Eigentumsschutzes öffentlich-rechtlicher Positionen herangezogen, vgl. hierzu ausführlich Appel, Entstehungsschwäche, S. 56 ff. Darüber hinaus hat es aber auch bei der Eingriffsrechtfertigung bezogen auf privatrechtliche Positionen Bedeutung: BVerfGE 31, 229 [240 f., 243]; 77, 263 [271].Google Scholar
  324. 355.
    Söhnlein, Landnutzung im Umweltstaat, S. 180. Beispielsweise für den Fall der gesetzlichen Beendigung der Kernenergienutzung wird vertreten, dass das „personale Element bis zur Bedeutungslosigkeit“ zurückgeht: Roller, in: Roßnagel/ders., Beendigung der Kernenergienutzung, S. 96.Google Scholar
  325. 356.
    So auch Lubberger, Eigentumsdogmatik, S. 172. Auch das BVerfG nimmt keine erkennbare Trennung zwischen Verhältnismäßigkeit und Vertrauensschutz vor, Grochtmann, Art. 14, S. 51 mit Nachweisen. A.A. Eschenbach, Schutz des Eigentums, S. 451.Google Scholar
  326. 357.
    Leisner, Sozialbindung, S. 215.Google Scholar
  327. 358.
    BVerfGE 58, 81 [120]; 64, 87 [104]. Weitere Nachweise bei Grochtmann, Art. 14, S. 44, Fn. 189 und 190.Google Scholar
  328. 359.
    König, Bodennutzung, S. 82 unter Hinweis auf die ständige Rechtsprechung des BVerfG; Kube, Eigentum an Naturgütern, S. 51 f.Google Scholar
  329. 360.
    BVerfGE 31, 229 [239]; 50, 290 [340]; Sieckmann, Modelle, S. 193 in Fn. 37.Google Scholar
  330. 361.
    Zur Rückwirkungsproblematik vgl. nur Grochtmann, Art. 14, S. 48 ff.; Kutschera, Bestandsschutz, S. 163 ff. Problematisch ist insoweit beispielsweise § 4 Abs. 3 S. 1, Abs. 6 BBodSchG, der die Haftung des Gesamtrechtsnachfolgers des Verursachers bzw. eine nachwirkende Sanierungsverantwortlichkeit früherer Grundstückseigentümer regelt. BVerwG, NVwZ 2006, 928 ff. lehnt eine Rückwirkung dieser Norm gänzlich ab; vgl. die Urteilsbesprechung von Palme, NVwZ 2006, 1130 ff. Zu Zweifeln an der Verfassungsmäßigkeit des § 4 Abs. 3 S. 1, Abs. 6 BBodSchG Grzeszick, NVwZ 2001, 721 ff. und die Nachweise von Duesmann, Verantwortlichkeit für schädliche Bodenveränderungen, S. 154 ff. in Fn. 502, der die Vorschrift selbst aber für verfassungsgemäß hält. Zusammenfassend Kloepfer, Umweltrecht, § 3, Rn. 68 und § 12, Rn. 170 ff.Google Scholar
  331. 362.
    In diese Richtung auch Ehlers, in: VVDStRL 51 (1992), S. 211 [229] und Thormann, Abstufungen, S. 146.Google Scholar
  332. 363.
    Beispielsweise werden umweltschützende Ziele der einfachen Gesetzgebung im Nachhinein zu Verfassungskonkretisierungen: Kloepfer, DVBl. 1996, 73 [80].Google Scholar
  333. 364.
    So Sellmann, in: Brandt/Smeddinck, Grundgesetz und Umweltschutz, S. 41 [54].Google Scholar
  334. 365.
    Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 194; Sommermann, in: v. Münch/Kunig, GG II, Art. 20a, Rn. 28, 35.Google Scholar
  335. 366.
    Grzeszick, Agrarrecht 2003, 165 [166]: Gewichte in der Abwägung zwischen Eigentümer-und Umweltschutz werden verschoben; Kloepfer, DVBl. 1996, 73 [78]; Sellmann, NVwZ 2003, 1417 [1419]. A.A. Murswiek, in: Gesellschaft für Umweltrecht, S. 40 [67].Google Scholar
  336. 368.
    So Sellmann, NVwZ 2003, 1417 [1419] unter Hinweis auf BVerfG NJW 2000, 798 [799] im Telekommunikationsrecht. Fraglich ist allerdings schon, ob Art. 87f GG eine Staatszielbestimmung in diesem Sinne darstellt.Google Scholar
  337. 369.
    Bartlsperger, DVBl. 2003, 1473 in Fn. 4.Google Scholar
  338. 370.
    BVerfGE 100, 226 [241].Google Scholar
  339. 372.
    Vgl. die zusammenfassende Darstellung bei Schmidt-Aßmann, ZHR 170 (2006), 489 ff.Google Scholar
  340. 373.
    Für eine Entwässerungseinrichtung BVerwG NVwZ 1998, 1080 [1081].Google Scholar
  341. 374.
    BVerwG NVwZ 1998, 1080 [1081]; Schmidt-Aßmann/Röhl, in: Schmidt-Aßmann, Besonderes Verwaltungsrecht, 1. Kap., Rn. 116; Hünnekens/Kröcher, NWVBl. 2004, 88 [89]; Faber, Der kommunale Anschluss-und Benutzungszwang, S. 134; Wagener, Anschluss-und Benutzungszwang, S. 92 ff. A.A. — bezogen auf Betriebseigentum — Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 138, 361; Starck, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 2, Rn. 141. Vgl. auch BVerwG NVwZ 2006, 690 [692], das auf Art. 2 Abs. 1 GG abstellt: Art. 14 GG scheide von vornherein aus, weil das klägerische Grundstück bereits vor dem Erwerb durch die Klägerin dem Anschluss-und Benutzungszwang unterlegen hätte.Google Scholar
  342. 375.
    Zu den Anforderungen an die Satzung, die den Anschluss-und Benutzungszwang festlegt, vgl. Wagener, Anschluss-und Benutzungszwang, S. 39 ff.Google Scholar
  343. 377.
    Z.B. § 9 GO NW, § 11 Abs. 1 GO BW; Art. 24 Bay GO: „aus Gründen des öffentlichen Wohls“. In Bezug auf Schleswig-Holstein: BVerwG NVwZ 2006, 690 [691].Google Scholar
  344. 378.
    BVerwG DVBl. 2006, 779 [780].Google Scholar
  345. 379.
    Faber, Der kommunale Anschluss-und Benutzungszwang, S. 79.Google Scholar
  346. 380.
    NuR 2003, 55 ff.Google Scholar
  347. 381.
    VBlBW 2004, 337 [339].Google Scholar
  348. 382.
    VGH BW VBlBW 2004, 337 [339].Google Scholar
  349. 383.
    Dass. DVBl. 2006, 779. Zu Auswirkungen kommunaler Privatisierungsaktionen auf den Anschluss-und Benutzungszwang und die dabei bestehenden grundrechtlichen Bindungen vgl. BVerwG NVwZ 2005, 963 und 1072 sowie Schmidt-Aßmann, ZHR 170 (2006), 489 [490 ff.].Google Scholar
  350. 384.
    BVerwG, DVBl. 2006, 779 [781].Google Scholar
  351. 385.
    A.A. dagegen Faber, Der kommunale Anschluss-und Benutzungszwang, S. 80: Die Ausstrahlungswirkung des Art. 20a GG geht weiter als die der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie und erfasst umfassend alle relevanten Umweltschutzaspekte unabhängig von ihrer örtlichen Verankerung.Google Scholar
  352. 386.
    Zur Zulässigkeit dessen: BVerwG NVwZ 2006, 690 ff. Z.B. § 17 Abs. 2 SchlH GO wurde vom Landesgesetzgeber dergestalt ergänzt, dass die Gemeinden auch zum Zwecke des Schutzes der natürlichen Grundlagen des Lebens tätig werden können. Vgl. auch § 14 GO Sachsen: „... dem öffentlichen Wohl, insbesondere dem Umweltschutz dienende Einrichtungen“.Google Scholar
  353. 387.
    Vgl. dazu ausführlich Wagener, Anschluss-und Benutzungszwang, S. 123 f.Google Scholar
  354. 388.
    BVerwG NVwZ 2004, 1131. In diesem Fall musste sich eine Gemeinde an dem selbstgesetzten Zweck, konkrete Verbesserungen des Immissionsschutzes auf ihrem Gebiet zu erzielen, festhalten lassen.Google Scholar
  355. 389.
    BVerwG NVwZ 1998, 1080 [1081].Google Scholar
  356. 390.
    Schmidt-Aßmann/ Röhl, in: Schmidt-Aßmann, Besonderes Verwaltungsrecht, 1. Kap., Rn. 116. Vgl. noch den S. 192 f. zu besprechenden Fall.Google Scholar
  357. 392.
    So auch Grochtmann, Art. 14, S. 35.Google Scholar
  358. 394.
    Vgl. Nolden, Ausgleichspflichtige Inhalts-und Schrankenbestimmung, S. 121 und Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 194.Google Scholar
  359. 395.
    Zuletzt BVerfGE 100, 226 [244]. Vgl. allgemein Kischel, JZ 2003, 604 ff.; Kleinlein, DVBl. 1991, 365 ff.; Ossenbühl, in: FS Friauf, S. 391 ff. Zur Einordnung der ausgleichspflichtigen Inhaltsbestimmung in das Staatshaftungsrecht Kischel, VerwArch 2006, 450 ff.Google Scholar
  360. 396.
    Bedenken gegen Ausgleichspflichten im Rahmen von Inhalts-und Schrankenbestimmungen ergeben sich unter dem Blickwinkel von Bestands-und Wertgarantie im Rahmen des Eigentumsgrundrechts. Der individualschützende Aspekt des Eigentumsgrundrechts ist auf die Abwehr von Eingriffen in den geschützten Freiheitsbereich gerichtet, nicht aber auf deren Zulassung unter Gewährung von Ausgleich. In diesem Sinne kritisch zu dieser Rechtsfigur: König, DVBl. 1999, 954 [958]; Kempen, Eingriff, S. 96 f.: „Abkauf von Grundrechtsschutz“; Axer, DVBl. 1999, 1533 [1538]: „als Schlupfloch wird sie zum Umgehungsgeschäft“ der Enteignung. Kritisch auch Papier, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 346 ff. Gänzlich für deren Aufgabe: Ekey, Verminderung, S. 272 ff.; Eschenbach, JURA 1998, 401 ffGoogle Scholar
  361. 397.
    BVerfGE 100, 226 [245 f.].Google Scholar
  362. 398.
    Vgl. z.B. Papier, DVBl. 2000, 1398 [1403].Google Scholar
  363. 399.
    Nolden, Ausgleichspflichtige Inhalts-und Schrankenbestimmung, S. 113 m.w.N. Für den Fall der Aufhebung jeglicher Privatnützigkeit auch de Witt, DVBl. 1995, 107 [108]. Dagegen wird die Vielgestaltigkeit der Fälle vorgebracht, durch die der Gesetzgeber rein praktisch überfordert sein könnte, Ausgleichspflichten nach den Voraussetzungen des Art. 14 Abs. 3 zu normieren: Nolden, Ausgleichspflichtige Inhalts-und Schrankenbestimmung, S. 113 f.Google Scholar
  364. 400.
    Vgl. dazu König, Bodennutzung, S. 92 ff. Gegen die Heranziehung der alten „Schwellenkriterien“ Kischel, JZ 2003, 604 ff. Für eine grundsätzliche Orientierung der — entschädigungslosen — Sozialbindung an rein quantitativen Grenzen Leisner, Sozialbindung, S. 234 ff., der aber Inhalts-und Schrankenbestimmungen von der Enteignung allein durch die geringere Eingriffstiefe unterschieden wissen will. Aus Gleichheitsgesichtspunkten ist die Orientierung an Wertgrenzen durchaus eine erwägenswerte Vorstellung.Google Scholar
  365. 401.
    Insbesondere die Substanz des Eigentums wahren und dem Gleichheitsgebot entsprechen: BVerfGE 100, 226 [244].Google Scholar
  366. 402.
    König, DVBl. 1999, 954 [958]; Leisner, DÖV 1991, 781 [786]. Zu Art und Inhalt von Ausgleichsleistungen umfassend Nolden, Ausgleichspflichtige Inhalts-und Schrankenbestimmung, S. 132 ff.Google Scholar
  367. 403.
    BVerfGE 100, 226 ff.Google Scholar
  368. 404.
    Für das Naturschutzrecht ausdrücklich eine Übertragung bejahend Grzeszick, Agrarrecht 2003, 165 [166]; Hönes, NuR 2002, 324 [332]; einschränkend im Detail Roller, NJW 2001, 1003 [1008 f.].Google Scholar
  369. 405.
    Nolden, Ausgleichspflichtige Inhalts-und Schrankenbestimmung, S. 121; Sellmann, Nutzungsbeschränkungen, S. 194: der Eigentümer habe höhere Darlegungslast, warum sein Eigentum nicht entschädigungslos beschränkt werden dürfe; vgl. auch ders., in: Brandt/Smeddinck, Grundgesetz und Umweltschutz, S. 41 [55 ff.].Google Scholar
  370. 406.
    Söhnlein, Landnutzung im Umweltstaat, S. 76.Google Scholar
  371. 407.
    Die Verwandlung der Eigentumsgarantie in eine bloße Wertgarantie ist nach Art. 14 ein Ausnahmefall, Ehlers, in: VVDStRL 51 (1992), S. 213 [233].Google Scholar
  372. 408.
    So als allgemeine Kritik an dieser Rechtsfigur — wegen der Zahl eventuell drohender Ausgleichsleistungen: Kimminich, NuR 1994, 261 [262]; Maiwald, BayVBl. 1991, 101 [104].Google Scholar
  373. 409.
    Schmitt Glaeser, AgrarR 1995, 161 [165].Google Scholar
  374. 411.
    BVerfGE 39, 1 [41]. Die Rechtsprechung des BVerfG zu den Schutzpflichten hat sich u.a. wesentlich anhand umweltrelevanter Fälle entwickelt, vgl. BVerfGE 49, 89 [141 f.] — Kalkar; BVerfGE 53, 30 — Mülheim-Kärlich. Zur Übersicht der einschlägigen BVerfG-Entscheidungen Ruffert, Vorrang, S. 141 f. Allgemein zur Dogmatik der Schutzpflichten Dirnberger, Recht auf Naturgenuss, S. 98 ff., 119 ff.; Hermes, Das Grundrecht auf Schutz; Krings, Grund und Grenzen, S. 60 ff., 142 ff., 164 ff. Zu den zahlreichen Herleitungsversuchen im Schrifttum vgl. den Überblick bei Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 314 f. sowie S. 437 ff. mit Kritik an der verfassungsgerichtlichen Konzeption; Di Fabio, Risikoentscheidungen, S. 43 ff.; Dietlein, Schutzpflichten, S. 34 ff. Grundsätzlich kritisch zur Lehre von den grundrechtlichen Schutzpflichten Preu, JZ 1991, 265 ff.; Starck, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 1, Rn. 193 ff.; Schenke, VersR 2006, 871 [874]: Aufladung grundrechtlicher Schutzpflichten führt zwangsläufig zur Veränderung des Verhältnisses von Verfassungs-und Fachgerichtsbarkeit.Google Scholar
  375. 412.
    BVerfGE 39, 1 [42]; 49, 89 [142].Google Scholar
  376. 413.
    BVerfGE 39, 1 [44].Google Scholar
  377. 414.
    BVerfGE 39, 1 [47].Google Scholar
  378. 415.
    Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 317 ff.Google Scholar
  379. 416.
    Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 111, Rn. 89, 106 ff.Google Scholar
  380. 417.
    Dirnberger, Recht auf Naturgenuss, S. 169 ff.; Dreier, in: ders., GG I, Vorb. vor Art. 1, Rn. 95; Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 111, Rn. 8. Alexy, Theorie der Grundrechte, S. 414, begründet die Subjektivierung mit dem Prinzipiencharakter der Grundrechte: Nur eine solche werde dem ursprünglichen und bleibenden Sinn der Grundrechte als individuelle Rechte gerecht.Google Scholar
  381. 418.
    Vgl. nur BVerfGE 77, 170 [214 f.]; 79, 174 [201 f.] und die herrschende Meinung im Schrifttum, vgl. dazu die Nachweise bei Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 316 in Fn. 415. Zum subjektiv-rechtlichen Geltungsgehalt ausführlich Dietlein, Schutzpflichten, S. 144 ff. und Krings, Grund und Grenzen, S. 234 ff. Kritisch zur Herleitung konkreter Leistungsansprüche Michel, Staatszwecke, S. 291; Stern, Staatsrecht, Bd. III/1, S. 979 ff.Google Scholar
  382. 419.
    BVerfGE 56, 54 [80 f.]; 79, 174 [202]. Dies ist nach Ansicht von Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 111, Rn. 162 ff., sogar verfassungsrechtlich geboten. Das BVerfG hat aber auch schon sehr genaue Vorgaben an den Gesetzgeber aufgestellt, wie er zur Erfüllung einer Schutzpflicht ein Gesetz auszugestalten habe, so z.B. in der zweiten Abtreibungsentscheidung — BVerfGE 88, 203 ff., wo es sich als „Ersatzgesetzgeber“ betätigte. Zum letzten Aspekt ausführlich G. Blasberg, Verfassungsgerichte als Ersatzgesetzgeber.Google Scholar
  383. 420.
    BVerfGE 56, 54 [81].Google Scholar
  384. 421.
    BVerfGE 88, 203 [254, 262]. Dieser Maßstab ist allerdings die Ausnahme geblieben; das BVerfG hat später wieder ausschließlich auf die Evidenzkontrolle abgestellt, so in JZ 1997, 897 und NJW 1998, 3264 [3265]. Kritisch dazu Steinberg, NJW 1996, 1985 [1988]. Zum Untermaßverbot vgl. schon S. 54.Google Scholar
  385. 422.
    Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 111, Rn. 162. Einen Gleichlauf beider fordert aber Krings, Grund und Grenzen, S. 260. Vgl. auch O. Klein, JuS 2006, 960 [964], nach dem die Handlungsnorm auf optimalen Schutz ziele, die Kontrollnorm dagegen nur ein evidentes Verfehlen des Schutzzieles erfasse.Google Scholar
  386. 423.
    NJW 1998, 3264 [3265 f.]. Vgl. auch BVerfGE 49, 252 [257], wo die Schutzpflichtdimension auf Art. 14 übertragen wird, allerdings nur bezogen auf den Rechtsschutz für Eigentümer. Offen gelassen wurde die Frage von BVerfG [Vorprüfungsausschuss], NJW 1983, 2931 [2932].Google Scholar
  387. 424.
    NJW 1998, 3264 [3265 f.].Google Scholar
  388. 425.
    NJW 1989, 470 [475].Google Scholar
  389. 426.
    Berkemann, in: Umbach/Clemens, GG, Bd. 1, Art. 14, Rn. 222; Bryde, in: v. Münch/Kunig, GG I, Art. 14, Rn. 31; Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 317; Lühle, Beschränkungen, S. 125 ff.; Steinberg, NJW 1996, 1985 [1987 ff.]; Trute, Vorsorgestrukturen, S. 237 ff.; Wieland, in: Dreier, GG I, Art. 14, Rn. 176.Google Scholar
  390. 427.
    Steinberg, NJW 1996, 1985 [1987]; zum Schutz von Nutzpflanzen vor Straßenverkehrsabgasen Lühle, Beschränkungen, S. 125.Google Scholar
  391. 428.
    So Berkemann, in: Umbach/Clemens, GG, Bd. 1, Art. 14, Rn. 227.Google Scholar
  392. 429.
    Zum ersten Punkt Berkemann, in: Umbach/Clemens, GG, Bd. 1, Art. 14, Rn. 225; Gusy, Polizeirecht, Rn. 390 ff.; zum letzteren Kloepfer, Umweltrecht, § 3, Rn. 47.Google Scholar
  393. 430.
    So Isensee, in: Ossenbühl, Eigentumsgarantie, S. 3 [8].Google Scholar
  394. 431.
    So auch Berkemann, in: Umbach/Clemens, GG, Bd. 1, Art. 14, Rn. 228.Google Scholar
  395. 432.
    BVerfG, NJW 1998, 3264 [3265].Google Scholar
  396. 433.
    So Trute, Vorsorgestrukturen, S. 243.Google Scholar
  397. 434.
    Gellermann, Grundrechte, S. 147; Manssen, Privatrechtsgestaltung, S. 146.; in diese Richtung auch die Ausführungen von Thiele, DÖV 1979, 236 [239 f.]; Wasmuth, NVwZ 1988, 322 [323]. Ausdrücklich für eine Erstreckung auch auf diese Dirnberger, Recht auf Naturgenuss, S. 154 ff.; Heinrich, Formale Freiheit, S. 109 in Fn. 244; Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 111, Rn. 93; einschränkend Krings, Grund und Grenzen, S. 181 und Ruffert, Vorrang, S. 186 ff., 336 f.: Intensität der Schutzpflicht des Gesetzgebers sei geringer als bei Grundrechten mit „natürlichen“ Schutzgütern. Praktische Bedeutung anzweifelnd und insgesamt kritisch hinsichtlich der Ausdehnung und Uminterpretation der Grundrechte: Schwabe Grundrechtsdogmatik, S. 240.Google Scholar
  398. 435.
    Dietlein, Schutzpflichten, S. 78 f.: eigentumsgrundrechtliche Schutzpflicht nur nach Maßgabe des einfachen Rechts; Erichsen, JURA 1997, 85 [86], der aber Schutzpflicht für Exekutive und Judikative annimmt; Steinberg, NJW 1984, 457 [459], der bei Verfehlen des Schutzes durch den Gesetzgeber negatorischen Schutz gewährt sieht.Google Scholar
  399. 436.
    Ruffert, Vorrang, S. 191 f., 337. Normgeprägte Schutzgüter als Gegenstand grundrechtlicher Schutzpflichten seien „schwieriger zu erfassen“, weshalb die Intensität der Schutzpflicht hier geringer sei als bei Grundrechten mit natürlichen Schutzgütern [336].Google Scholar
  400. 437.
    Vgl. nur BVerfGE 37, 132 [140].Google Scholar
  401. 438.
    Zu kapitalbildenden Lebensversicherungen BVerfGE 114, 1 [37]. Danach muss der Gesetzgeber Vorsorge treffen, dass durch Prämienzahlung geschaffene Vermögenswerte erhalten bleiben und bei Bestandsübertragung von Lebensversicherungsverträgen ein angemessener Vermögensausgleich erfolgt. Eine Schutzpflicht wurde insb. hinsichtlich von im Werden begriffener Positionen hinsichtlich der Überschussbeteiligung angenommen. Vgl. auch BVerfGE 114, 73 ff.: Pflicht zur angemessenen Berücksichtigung von erbrachten Prämien bei Schlussüberschuss am Vertragsende. Diese das Versicherungsrecht betreffenden Schutzpflichten sind allerdings zum einen nur objektiv ausgerichtet und zum anderen so speziell formuliert, dass sich daraus keine abstrakten Schlüsse auf sonstige Schutzpflichten im Rahmen des Art. 14, insbesondere die umweltrelevanten Schutzpflichten, ziehen lassen. Vgl. zu letzteren auch Murswiek, Die Verwaltung 33 (2000), S. 241 [262].Google Scholar
  402. 439.
    So zählt bspw. Murswiek, Staatliche Verantwortung, S. 107, die Pflichten des Staates dazu, das Eigentum als Privatrechtsinstitut einzurichten und Abwehransprüche gegen Einwirkungen Dritter bereitzustellen. Aus der Rechtsprechung des BVerfG werden den Schutzpflichten zugeordnet die Bereitstellung einer funktionsfähigen Privatrechtsordnung (E 24, 367 [388 ff.]) sowie die Zurverfügungstellung verfahrensrechtlicher Vorschriften zur effektiven Durchsetzung materieller Rechtsansprüche (BVerfGE 37, 132 [148]; 46, 325 [334]; 49, 252 [257]). Vielen dieser Einordnungsversuche liegt aber eine fehlerhafte Vermischung von Institutsgarantie und Schutzpflichtdimension des Art. 14 zugrunde, vgl. dazu gleich S. 152 ff. bzw. wird man die Beispiele weniger der Schutzpflicht, als vielmehr einem eigenen Komplex zuzuordnen haben, nämlich dem des Grundrechtsschutzes durch Verfahren, vgl. dazu S. 155 ff. Ähnlich wie hier Ladeur, DÖV 1986, 445 [451].Google Scholar
  403. 440.
    Isensee, in: Ossenbühl, Eigentumsgarantie, S. 3 [8].Google Scholar
  404. 441.
    Steinberg, NJW 1984, 457 [458]. Trute, Vorsorgestrukturen, S. 238, nimmt nur Teilidentität mit der Inhalts-und Schrankenbestimmungsbefugnis an.Google Scholar
  405. 442.
    In diese Richtung auch Cornils, Ausgestaltung der Grundrechte, S. 337. Ebenso Trute, Vorsorgestrukturen, S. 239, der sich aber selbst widerspricht, wenn er vorher nur Teilidentität angenommen hat, weil es auch Freiheitsgebrauch aus anderen Grundrechten zu berücksichtigen gäbe.Google Scholar
  406. 444.
    In diesem Sinne auch Gellermann, Grundrechte, S. 241.Google Scholar
  407. 445.
    Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 97. Anders Trute, Vorsorgestrukturen, S. 238.Google Scholar
  408. 446.
    Depenheuer, a.a.O.: Deshalb zielt ein solcher subjektiver Schutzanspruch des Eigentümers nur auf sachgerechte Ausübung des Ermessens.Google Scholar
  409. 447.
    Dietlein, Schutzpflichten, S. 171.Google Scholar
  410. 448.
    Dietlein, Schutzpflichten, S. 171 f. In diese Richtung geht auch die Erwägung des BVerfG, NJW 1998, 3264 [3265], Eigentumsbeeinträchtigungen, die in Form einer Inhaltsbestimmung hingenommen werden müssten, seien auch bei der Frage nach einer Schutzpflicht unerheblich.Google Scholar
  411. 449.
    So Dietlein, Schutzpflichten, S. 172, der den von der Rechtsprechung aus Art. 14 abgeleiteten Anspruch des individuell betroffenen Nachbarn nennt, der gegen ein genehmigtes Bauvorhaben vorgehen können soll, wenn es seine Grundstückssituation nachhaltig verändert und ihn schwer und unzumutbar beeinträchtigt.Google Scholar
  412. 450.
    Berkemann, in: Umbach/Clemens, GG, Bd. 1, Art. 14, Rn. 228; Steinberg, NJW 1996, 1985 [1988]. Dies setze aber eigentumsrechtlich fassbare Auswirkungen, wie Vermögensminderungen, sowie die Zurechnung der Belastungsursachen an den Staat voraus, so Hattenberger, Umweltschutz, S. 43.Google Scholar
  413. 451.
    Hierzu und zu dessen gerichtlicher Geltendmachung Dietlein, Schutzpflichten, S. 175 ff.Google Scholar
  414. 452.
    Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 319; die Notwendigkeit einer Differenzierung prägnant aufzeichnend Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 111, Rn. 141; Steinberg, NJW 1996, 1985 [1988]; Trute, Vorsorgestrukturen, S. 239.Google Scholar
  415. 454.
    Trute, Vorsorgestrukturen, S. 239, der damit auch begründet, dass kein vergleichbar weiter Vorfeldschutz notwendig sei wie beim Grundrecht aus Art. 2 Abs. 2 GG. Würden Ersatzansprüche dagegen versagen, wie bei großräumig verursachten Eigentumsschäden, für die keine Gefahrenschwellen fixiert werden könnten, müssten Schutzpflichten in Form von Vorsorgepflichten bestehen [240]. Dies verkennt aber die grundgesetzliche Aufgabenteilung in diesem Zusammenhang: Wenn keine gesetzliche Fixierung möglich ist, treten zwingend die Gerichte ein und erkennen Schutzpflichten an, was wiederum dem Inhalts-und Schrankenbestimmungsrecht des Gesetzgebers gem. Art. 14 Abs. 1 S. 2 GG widerspricht.Google Scholar
  416. 455.
    In diese Richtung auch Steinberg, NJW 1996, 1985 [1988].Google Scholar
  417. 456.
    Epiney, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG II, Art. 20a, Rn. 57 m.w.N.Google Scholar
  418. 457.
    Steinberg, NJW 1996, 1985 [1989f.].Google Scholar
  419. 458.
    Vgl. soeben S. 142. Eine solche Tendenz lässt sich in der Schutzpflichtdogmatik auch daran beobachten, dass die Subjektivierung von Schutzpflichten im organisations-und verfahrensrechtlichen Bereich am weitesten fortgeschritten ist, Stern, Staatsrecht, Bd. III/1, S. 986, unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des BVerfG.Google Scholar
  420. 459.
    BVerfGE 100, 226 [245f.]. Zu den ausgleichspflichtigen Inhaltsbestimmungen vgl. bereits S. 130 ff.Google Scholar
  421. 460.
    So auch Lühle, Beschränkungen, S. 126.Google Scholar
  422. 461.
    Zur Frage, ob aus Schutzpflichten überhaupt Ersatzansprüche für entstandene Schäden hergeleitet werden können, Trute, Vorsorgestrukturen, S. 243; ausdrücklich dafür Murswiek, Die Verwaltung 33 (2000), S. 241 [259]. Verletzt der Staat das subjektive Schutzrecht bzw. unterlässt er Schutz und tritt dadurch ein Schaden ein, so besteht ein Anspruch auf Schadensersatz bzw. Entschädigung, unter Hinweis auf die Amtshaftung bei polizeilicher Untätigkeit, Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 111, Rn. 185.Google Scholar
  423. 463.
    Vgl. dazu bereits S. 106 ff. Auch zwischen der Abwehrdimension des Art. 14 und der Gewährleistung des Instituts Eigentum durch Art. 14 (Institutsgarantie) sind Verschiebungen erkennbar. Aus der Tatsache, dass der Eingriff in eine konkrete Rechtsstellungsgarantie (Abwehrrecht des Eigentümers) der Wahrung des Rechtsinstituts selbst dienen könne (dazu Papier, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 16), wird beispielsweise abgeleitet, dass im Interesse zukünftigen Eigentumsgebrauchs derzeitige Eigentumsnutzungen stärker beschränkt werden dürften: Trute, Vorsorgestrukturen, S. 240. Im verfassungsrechtlichen Umweltschutz kommt dieser Gedanke des Nachweltschutzes nunmehr ausdrücklich in Art. 20a GG mit der Bezugnahme auf die künftigen Generationen zum Vorschein. Was den Eigentumsschutz durch Umweltschutz angeht, erscheint die Berücksichtigung bei Art. 20a GG überzeugender, weil sich objektive und subjektive Grundrechtsdimension des Art. 14 so nicht gegeneinander ausspielen; vgl. dazu gleich S. 160.Google Scholar
  424. 464.
    Zum historischen Aspekt (auch rechtsvergleichend) Krings, Grund und Grenzen, S. 87 ff. und im Übrigen grundsätzlich zum angesprochenen Verhältnis S. 102 ff., 124 ff. Zum Primat der Abwehrfunktion BVerfGE 7, 198 [204f.]. Vgl. jüngst Ladeur, DÖV 2007, 1 ff., insb. zu Art. 12 GG.Google Scholar
  425. 465.
    So die herrschende Meinung, vgl. nur Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 111, Rn. 119; i.E. auch Hermes, Das Grundrecht auf Schutz, S. 93 ff.Google Scholar
  426. 466.
    Schenke, VersR 2006, 871 [873].Google Scholar
  427. 467.
    BVerfGE 115, 118 ff.Google Scholar
  428. 469.
    Eine Gleichwertigkeit von Schutzpflicht und Abwehrrecht wird wegen des Verletzungsverbots in Art. 2 Abs. 2 GG abgelehnt bei Höfling/Augsberg, JZ 2005, 1080 [1084] (zum Luftsicherheitsgesetz).Google Scholar
  429. 470.
    Eine generelle Abgrenzbarkeit verneinend und auf den Einzelfall abstellend Dirnberger, Recht auf Naturgenuss, S. 205 ff.Google Scholar
  430. 472.
    Vgl. zur kumulativen Belastung durch staatliche Eingriffe G. Kirchhof, NJW 2006, 732 ff.Google Scholar
  431. 473.
    So im Verfahren zum Waldsterben, NJW 1998, 3264.Google Scholar
  432. 474.
    Vgl. hierzu die Ausführungen des BVerfG, ebd.Google Scholar
  433. 477.
    Zusammenfassend Dirnberger, Recht auf Naturgenuß, S. 83 ff. Vgl. auch die neuere Untersuchung von Poscher, Grundrechte, S. 100, 182, 193 ff., der die Grundrechtsfunktionen — vor allem die Schutzpflicht — auf die abwehrrechtliche Konzeption zurückführt, weil kein Bedarf für andere Grundrechtsfunktionen bestehe.Google Scholar
  434. 478.
    Murswiek, WiVerw 1986, 179 [182f.] und ders., Staatliche Verantwortung, S. 89 ff. in Anlehnung an Schwabe, Grundrechtsdogmatik, S. 213 ff. In Weiterführung dieser Ansicht für eine im Grundsatz abwehrrechtliche Lösung umfassend Szczekalla, Schutzpflichten, S. 404 ff.Google Scholar
  435. 479.
    Murswiek, a.a.O.Google Scholar
  436. 480.
    Zum Vorstehenden Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 429; Alexy, Theorie der Grundrechte, S. 417 ff.Google Scholar
  437. 481.
    Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 430; Krings, Grund und Grenzen, S. 104 ff.Google Scholar
  438. 482.
    BVerfGE 7, 198 ff. — Lüth.Google Scholar
  439. 483.
    Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 431; vgl. ders., a.a.O., zu ähnlicher Konstruktion im sog. Gentechnik-Beschluss des VGH Kassel (NVwZ 1990, 276 ff.), der die Nutzung der Gentechnologie ohne gesetzgeberische Zulassung als nicht von grundrechtlicher Freiheit umfasst ansah.Google Scholar
  440. 484.
    Die Schutzpflicht als Handlungsnorm geht entscheidend weiter als die als Kontrollnorm. Zum großen Teil wird man dies auf die streitige dogmatische Herleitung und Grundlegung eines subjektiven Rechts auf staatlichen Schutz zurückführen können, vgl. dazu Dietlein, Schutzpflichten, S. 144 ff.Google Scholar
  441. 485.
    So mit der Bezeichnung dieses Dreiecks als mehrpoliges Verfassungsrechtsverhältnis Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 410. Er plädiert für die dogmatische Gleichberechtigung beider Grundrechtsdimensionen, so jüngst in JZ 2006, 321 [327].Google Scholar
  442. 486.
    Dieses Problem wird aber auch häufig im Zusammenhang mit der Frage der Anerkennung grundrechtlicher Schutzpflichten bei normgeprägten Grundrechten behandelt, vgl. dazu schon die Nachweise oben Fn. 434.Google Scholar
  443. 487.
    Statt aller Stern, Staatsrecht, Bd. III/1, S. 855 und S. 756 ff. zu den Ursprüngen der Lehre von der Institutsgarantie.Google Scholar
  444. 488.
    Böhmer, NJW 1988, 2561 [2563] m.w.N.; Gellermann, Grundrechte, S. 92 ff.; Stern Staatsrecht, Bd. III/1, S. 871 f.; a.A. Ruffert, Vorrang, S. 84 f. In diesem Zusammenhang kommt es oft zu Vermischungen zwischen Institutsgarantie und grundrechtlichen Schutzpflichten. Beispielsweise leitet Lerche, zitiert nach Schwabe, Grundrechtsdogmatik, S. 230, aus grundrechtlichen Schutzpflichten ab, dass es eine Norm wie § 242 StGB geben müsse. Das Fehlen einer solchen Vorschrift würde aber auch die Institutsgarantie verletzen, denn das Eigentum, das nicht gegen rechtswidrigen Entzug durch Dritte geschützt ist, wäre als solches — auch als privatrechtliches Institut-gefährdet.Google Scholar
  445. 489.
    Krings, Grund und Grenzen, S. 180.Google Scholar
  446. 490.
    Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 111, Rn. 136.Google Scholar
  447. 491.
    Ruffert, Vorrang, S. 189.Google Scholar
  448. 492.
    Für eine deutliche Abgrenzung Dietlein, Schutzpflichten, S. 79 ff.; Dreier, in: ders., GG I, Vorb. vor Art. 1, Rn. 107. Ähnlich Trute, Vorsorgestrukturen, S. 238.Google Scholar
  449. 493.
    Ruffert, Vorrang, S. 189, der die Trennung beider für dogmatisch zwingend notwendig hält. A.A. de Wall, in: Der Staat 38 (1999), S. 377 [397 in Fn. 80], der eine Verkürzung der Drittschutzrichtung des Eigentums als Eingriff in das Institut ansieht und deshalb das Zusammenfallen von Schutz-und Abwehraspekt annimmt.Google Scholar
  450. 495.
    Dürig, in: Maunz/ders., GG, Erstkommentierung Art. 1 Abs. 3, Rn. 98; Stern, Staatsrecht, Bd. III/1, S. 875; de Wall, in: Der Staat 38 (1999), S. 377 ff. A.A. Ruffert, Vorrang, S. 86, nach dem aus der Institutsgarantie selbst — also ohne Einbettung in Abwehr-oder Schutzperspektive des Grundrechts — keine subjektiv-rechtlichen Gewährleistungen folgen. Verstöße gegen die Institutsgarantie (unzureichende gesetzliche Zuweisung von Eigentumsrechten) sollen verfassungsprozessual mit der Verfassungsbeschwerde — gestützt auf Art. 2 Abs. 1 GG — gerügt werden können, bzw. gestützt auf ein aus ihr selbst herzuleitendes subjektives Abwehrrecht, Appel, Entstehungsschwäche, S. 220 ff.Google Scholar
  451. 496.
    Vgl. zum Beispiel Ladeur, DÖV 1986, 445 [452].Google Scholar
  452. 497.
    Eine genau umgekehrte Meinung, nämlich dass die Institutsgarantie wegen der Anerkennung der grundrechtlichen Schutzpflichten obsolet sei, vertritt Waechter, Die Verwaltung 29 (1996), S. 47 [55f.]. O. Klein, JuS 2006, 960, hält grundrechtliche Einrichtungsgarantien für einen Unterfall der Schutzpflicht im weiteren Sinne.Google Scholar
  453. 498.
    Berkemann, in: Umbach/Clemens, GG, Bd. 1, Art. 14, Rn. 222; Wieland, in: Dreier, GG I, Art. 14, Rn. 176.Google Scholar
  454. 499.
    Siehe BVerfG NJW 1998, 3264 [3265].Google Scholar
  455. 500.
    Ruffert, Vorrang, S. 86. Ähnlich auch Trute, Vorsorgestrukturen, S. 238, der die Institutsgarantie als Anknüpfungspunkt für die Bestimmung der Schutzpflicht heranzieht.Google Scholar
  456. 501.
    Dagegen Ruffert, Vorrang, S. 186 ff.Google Scholar
  457. 502.
    Dietlein, Schutzpflichten, S. 80 f.: auch „die institutionelle Gewährleistung“ als solche sei nicht Schutzgut, sondern erst das durch den einfachen Gesetzgeber geschaffene Institut. Vgl. auch schon die Diskussion des Problems, ob bei normgeprägten Grundrechten überhaupt Schutzpflichten anzuerkennen seien, s.o. Fn. 434.Google Scholar
  458. 503.
    Dietlein, Schutzpflichten, S. 79; Gellermann, Grundrechte, S. 240.Google Scholar
  459. 504.
    De Wall, in: Der Staat 38 (1999), S. 377 [397].Google Scholar
  460. 505.
    Dass es aus der Schutzpflicht über Existenz-und Kernbereichsschutz der Institutsgarantie hinausgehende objektive Bindungen des Gesetzgebers gibt bejaht dagegen Ruffert, Vorrang, S. 82. Für eine Bedeutungserhöhung der Institutsgarantie: Windel, Der Staat 37 (1998), S. 385 [400].Google Scholar
  461. 506.
    Vgl. dazu allgemein Stern, Staatsrecht, Bd. III/1, S. 953 ff. und speziell zu Art. 14 Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 93 ff. Aus der Rechtsprechung: BVerfGE 37, 132 [141, 148]; 46, 325 [334]; 53, 30 [65]; 65, 76 [94]. Vgl. insb. auch BVerfGE 24, 367 [401]: „Nach der grundgesetzlichen Konzeption ist... ein effektiver — den Bestand des Eigentums sichernder — Rechtsschutz ein wesentliches Element des Grundrechts selbst.“Google Scholar
  462. 507.
    Vgl. zu der Entwicklung Stern, Staatsrecht, Bd. III/1, S. 953 ff.Google Scholar
  463. 508.
    Das Grundgesetz gestaltet in Art. 14 Abs. 3 in Bezug auf die Enteignung freilich schon selbst in ganz besonderer Weise grundrechtlichen Schutz durch Form und Verfahren aus. Teilweise sichern allein bestimmte organisatorische Strukturen die effektive Grundrechtsrealisierung: BVerfGE 57, 295 [320 ff.] (zur Rundfunkfreiheit). Kritisch zu einer solchen Entwicklung Schmidt-Aßmann, in: FS Universität Heidelberg, S. 107 [123 f.].Google Scholar
  464. 509.
    Hesse, EuGRZ 1978, 427 [434].Google Scholar
  465. 510.
    Vgl. nur Starck, in: v. Mangoldt/Klein/ders., GG I, Art. 1, Rn. 201 m.w.N.; Gellermann, Grundrechte, S. 255 ff.; Goerlich, Grundrechte als Verfahrensgarantien, speziell zu Art. 14 auf S. 121 ff.; Häberle, in: VVDStRL 30 (1972), 43 [81 ff., 90], der meint, im Leistungsstaat hänge der Umfang grundrechtlicher Freiheit nur noch teilweise von materiellen Normen ab, im Übrigen von einem vielgliedrigen Verfahren; J. Held, Grundrechtsbezug des Verwaltungsverfahrens, S. 175, 183 ff.Google Scholar
  466. 511.
    So BVerfGE 63, 131 [143].Google Scholar
  467. 512.
    Schmidt-Aßmann, in: FS Universität Heidelberg, S. 107 [124].Google Scholar
  468. 513.
    Vgl. die Ausführungen bei Rechtsfolgen von Schutzpflichten auf S. 144. In diese Richtung auch Dreier, Dimensionen, S. 46 in Fn. 176. Speziell hierzu und auch insgesamt kritisch zur Schutzpflicht Böckenförde, in: Der Staat 29 (1990), S. 1 [12 ff., 29 f.].Google Scholar
  469. 514.
    BVerfGE 53, 30 [57 ff.].Google Scholar
  470. 515.
    BVerfGE 69, 315 [355 f.].Google Scholar
  471. 516.
    Grimm, NVwZ 1985, 865 [867]; Badura, in: Erichsen, Allgemeines Verwaltungsrecht, § 33, Rn. 31; R. Held, UPR 1999, 210. Teilweise wird die Verfahrenskomponente leistungsrechtlich im weiteren Sinne gedeutet, weil dem Staat die Pflicht auferlegt sei, grundrechtssichernde und-schützende Verfahrensstrukturen zu schaffen, vgl. Denninger, in: Isensee/Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 113, Rn. 4.Google Scholar
  472. 517.
    Gellermann, Grundrechte, S. 265.Google Scholar
  473. 518.
    Jarass, in: AöR 120 (1995), 345 [353].Google Scholar
  474. 519.
    Kloepfer, Entstehenssicherung, S. 16. Zu den Grundrechtsvoraussetzungen auch: Stern, Staatsrecht, Bd. III/1, S. 670; Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 115, Rn. 4. Gellermann, Grundrechte, S. 117, sieht die „Grundrechtsvoraussetzungen“ durch die Institutsgarantie gewährleistet, meint dabei aber wohl nur die normativen Grundbedingungen.Google Scholar
  475. 520.
    Vgl. allgemein Cornils, Ausgestaltung der Grundrechte, S. 511 ff.; Gellermann, Grundrechte, S. 243 ff.; unter dem Gesichtspunkt der Teilhabe betrachtet von Haverkate, Rechtsfragen, S. 74 ff. Sehr weitgehend Häberle, in: VVDStRL 30 (1972), S. 43 [80 ff., 95], der Leistungsansprüche annimmt, und Sailer, DVBl. 1976, 521 [529], der ein subjektives Recht auf Umweltschutz und damit Gewährung der tatsächlichen Voraussetzungen der Grundrechtsausübung befürwortet. Ruffert, Vorrang, S. 265 f., hält nur zwei Leistungsansprüche durch BVerfG und Schrifttum für anerkannt: das materielle Existenzminimum und das Förderungsgebot für Privatschulen.Google Scholar
  476. 521.
    BVerfGE 82, 60 [80].Google Scholar
  477. 522.
    Wolf, KritV 1997, 280 [302 f.].Google Scholar
  478. 523.
    Ruffert, Vorrang, S. 267; in diese Richtung Isensee, Diskussionsbeitrag, in: VVDStRL 57 (1998), S. 107 [111].Google Scholar
  479. 524.
    Vgl. zum Überblick Stern, Staatsrecht, Bd. III/1, S. 923 ff.Google Scholar
  480. 525.
    Cornils, Ausgestaltung der Grundrechte, S. 515.Google Scholar
  481. 526.
    Dazu sogleich unter 3. Vgl. auch Wolf, in: Alternativkommentar, GG, Art. 20a, Rn. 16, der den „Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen“ primär als „Grundrechtsvoraussetzungsschutz“ versteht, allerdings nicht mit den hier aus dieser Prämisse gezogenen Konsequenzen.Google Scholar
  482. 527.
    Böckenförde, NJW 1974, 1529 [1538].Google Scholar
  483. 528.
    In diese Richtung — gelöst von Art. 14 — geht auch die Fundamentalkritik von Böckenförde, in: Der Staat 29 (1990), S. 1 [18]: sie dirigiert „mögliche Vorkehrungen organisatorischer, verfahrensmäßiger oder stützender Art, entbehrt aber — notwendigerweise — der inhaltlichen Gewissheit, die die Ableitung konkret bestimmter Rechtfolgen erlaubt, und verliert so ihren (ausgrenzenden) Anspruchscharakter.“Google Scholar
  484. 529.
    Dazu Krings, Grund und Grenzen, S. 49 ff.Google Scholar
  485. 530.
    Auf den Unterschied zwischen explizit genannten und erst interpretativ abgeleiteten Schutzpflichten hebt das BVerfG ab, indem es im Falle letzterer besonders strenge Anforderungen an die Zulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde stellt, so in BVerfGE 56, 54 [71].Google Scholar
  486. 532.
    Für die Schutzpflichten BVerfGE 49, 89 [140]; 77, 381 [404]. Für Art. 20a GG vgl. nur Kloepfer, Umweltrecht, § 3, Rn. 26.Google Scholar
  487. 533.
    BVerfGE 46, 160 [165].Google Scholar
  488. 534.
    Aufgrund der Anbindung der Schutzpflichtdimension an die Grundrechte lebender Grundrechtsberechtigter kann die Schutzwirkung in die Zukunft aber auch nur als Reflex betrachtet werden. Anders aber wohl Steinberg, NJW 1996, 1985 [1987].Google Scholar
  489. 536.
    Ebenso Michel, Staatszwecke, S. 230; Müller-Bromley, Staatszielbestimmung, S. 57. Zur Übertragbarkeit der Schutzpflichtdogmatik auf die Staatszielbestimmung Brönneke, Umweltverfassungsrecht, S. 233 ff.Google Scholar
  490. 537.
    Steinberg, NJW 1996, 1985 [1991].Google Scholar
  491. 538.
    Ekardt, SächsVBl. 1998, 49 [54].Google Scholar
  492. 539.
    Für die Schutzpflichten BVerfGE 56, 54 [80 f.]; 79, 174 [202]; für Staatszielbestimmungen Bernsdorff, in: Umbach/Clemens, GG, Bd. 1, Art. 20a, Rn. 16; Sommermann, Staatsziele, S. 437. Zur Vergleichbarkeit der Rechtsfolgen aus grundrechtlichen Schutzpflichten und Staatszielbestimmungen Stern, Staatsrecht, Bd. III/1, S. 921 f.Google Scholar
  493. 540.
    Sommermann, in: v. Münch/Kunig, GG II, Art. 20a, Rn. 34.Google Scholar
  494. 541.
    Steinberg, NJW 1996, 1985 [1991], der als Hintergrund nicht das Problem der Annahme von Handlungspflichten an sich sieht, sondern die Frage, welchen Zielen sie gölten, wobei konkret im Umweltschutz Individualinteressen verfassungsrechtlich stärkeres Gewicht als Kollektivinteressen zugedacht werde.Google Scholar
  495. 542.
    Starck, in: v. Mangoldt/Klein/ders., GG I, Art. 1, Rn. 194, 196.Google Scholar
  496. 543.
    Vgl. dazu schon S. 143 ff. Grundlegend Dietlein, Schutzpflichten, S. 144 ff., sowie Krings, Grund und Grenzen, S. 234 ff.Google Scholar
  497. 544.
    Lübbe-Wolff, in: Hansjürgens/dies., Symbolische Umweltpolitik, S. 217 [220 ff.].Google Scholar
  498. 545.
    So insbesondere Michel, Staatszwecke, S. 313.Google Scholar
  499. 546.
    Siehe BVerwGE 101, 73 [83]; BVerfG NVwZ 2001, 1148 [1149]. Zur Verbandsklage vgl. Alleweldt, DÖV 2006, 621 ff.Google Scholar
  500. 547.
    Anders aber — bezogen auf sozialstaatliche Schutz-und Förderaufträge und entsprechende grundrechtliche Schutzpflichten — Dietlein, Schutzpflichten, S. 105, der aber mit der damals noch wenig ausgereiften Dogmatik grundrechtlicher Schutzpflichten argumentiert.Google Scholar
  501. 548.
    Grundsätzlich umfasst eine staatliche Pflicht zum Schutz der grundrechtlichen Individualrechtsgüter nicht den Schutz von Gemeinschaftsgütern, Murswiek, Staatliche Verantwortung, S. 225.Google Scholar
  502. 549.
    Wolf, KritV 1997, 280 [298]. Für Art. 20a GG als Interpretationshilfe bei Bestimmung des Schutzumfanges des Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG Lühle, Beschränkungen, S. 115.Google Scholar
  503. 550.
    Ablehnend VGH BW, NuR 2005, 37 [38]: keine Verdichtung zu einer Vorsorgepflicht. A.A., insbesondere für eine Verstärkung, Sommermann, in: v. Münch/Kunig, GG II, Art. 20a, Rn. 34 und Bernsdorff, in: Umbach/Clemens, GG, Bd. 1, Art. 20a, Rn. 13.Google Scholar
  504. 551.
    So befürwortet Däubler, Grundrecht, S. 129 ff., für das Grundrecht auf Mitbestimmung eine Subjektivierung.Google Scholar
  505. 552.
    Lücke, in: AöR 107 (1982), S. 15 [48 f.] m.w.N. unter Hinweis auf BVerfGE 26, 66 [71]. Als Ausgangspunkt wird vielfach auf die bundesverfassungsgerichtliche Rechtsprechung zur staatlichen Schutz-und Fürsorgepflicht bei materieller Not (BVerfGE 1, 97 ff.) Bezug genommen. Die Ansicht, in BVerfGE 17, 337 [355] erkenne das BVerfG mittelbar an, dass die Herleitung individueller Berechtigungen aus dem Sozialstaatsprinzip nicht unmöglich sei (so Lücke, in: AöR 107 (1982), S. 15 [49]), ist aber eine Überdehnung der Aussagen des Gerichts.Google Scholar
  506. 553.
    Das Existenzminimum stellt eine anerkannte materielle Grenze sozialstaatlich geprägter Gesetzgebung dar: Ruffert, Vorrang, S. 266 unter Hinweis auf BVerfGE 82, 60 [80]. Die Kreierung neuer Grundrechte muss die „extreme Ausnahme“ bleiben: Herzog, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 20 VIII, Rn. 49 ff.Google Scholar
  507. 554.
    Uhle, JuS 1996, 96 [101].Google Scholar
  508. 555.
    So auch Wolf, KritV 1997, 280 [298].Google Scholar
  509. 556.
    A.A. Ekardt, SächsVBl. 1998, 49 [51]: subjektivrechtliche Gewährleistung in Form eines Leistungsrechts. So wie hier: Uhle, JuS 1996, 96 [101] und Söhnlein, Landnutzung im Umweltstaat, S. 87 f.: weder das Notwendige für den Einzelnen, noch das für die Gesellschaft ist bestimmbar.Google Scholar
  510. 557.
    BVerfGE 97, 169 [185]. In diese Richtung bezogen auf Art. 20a GG Ossenbühl, NuR 1996, 53 [58]: enthält keine über die sich aus grundrechtlichen Schutzpflichten ergebenden hinausgehenden verfassungsrechtlichen Vorgaben.Google Scholar
  511. 558.
    Dietlein, Schutzpflichten, S. 105.Google Scholar
  512. 560.
    Ruffert, Vorrang, S. 165.Google Scholar
  513. 561.
    So auch das BVerfG in der Entscheidung zum Waldsterben, NJW 1998, 3264 [3265 f.].Google Scholar
  514. 562.
    BVerfGE 52, 1 [29].Google Scholar
  515. 563.
    BVerfG, NJW 1998, 3264 [3265].Google Scholar
  516. 564.
    Murswiek, in: Gesellschaft für Umweltrecht, S. 40 [48]: Der verfassungsrechtliche Umweltschutz sollte nicht in Art. 20a GG monopolisiert werden, er könne deshalb auch nicht die staatlichen Umweltschutzpflichten, die sich aus Grundrechten ergäben, abschwächen.Google Scholar
  517. 565.
    Vgl. dazu schon ablehnend S. 51. Daran ändert sich auch nichts, wenn man es auf den Zustand der natürlichen Lebensgrundlagen im Ganzen bezieht, so aber Ekardt, SächsVBl. 1998, 49 [55]. Die Einschätzung, dass der Gesamtzustand der Umwelt sich nicht verschlechtert, wenn ein Eingriff in sie an einer Stelle durch „Wiedergutmachen“ an anderer Stelle kompensiert wird, ist im Anblick der Komplexität der Umweltabläufe schlechterdings nicht vorstellbar.Google Scholar
  518. 566.
    Dreier, Dimensionen, S. 49 f.Google Scholar
  519. 567.
    Grundrechte haben ihre Bedeutung primär in der Sicherung der Distanz von Staat und Gesellschaft; insbesondere die ausdehnende Anerkennung von Schutzpflichten führt zur Negierung dieser Funktion und damit zu einer Aufweichung der Trennung von Staat und Gesellschaft: Ladeur, Kritik der Abwägung, S. 47.Google Scholar
  520. 568.
    Brohm, JZ 1994, 213 [216].Google Scholar
  521. 572.
    Vgl. BVerwG, NVwZ 1998, 1080.Google Scholar
  522. 573.
    Vgl. dazu die Erwägungen im Verfahren vor dem OVG Frankfurt/O., Entscheidung v. 31.7.2003 — 2 A 316/02 — JURIS.Google Scholar
  523. 574.
    Dass., ZuR 2006, 495 ff.Google Scholar
  524. 575.
    Vgl. z.B. dass. NVwZ 1991, 781.Google Scholar
  525. 576.
    BVerwG a.a.O. S. 784.Google Scholar
  526. 577.
    BVerwG DVBl. 2006, 60 [62].Google Scholar
  527. 578.
    BVerfGE 104, 337 ff. Vgl. die kritischen Urteilsbesprechungen hierzu: Spranger, NJW 2002, 2074 ff.; Sydow, JURA 2002, 615 ff.; Volkmann, DVBl. 2002, 332.Google Scholar
  528. 579.
    Vgl. zum Vorstehenden Spielmann, JuS 2004, 371 ff.Google Scholar
  529. 581.
    Deshalb ist das Ergebnis des OVG Lüneburg, ZUR 2006, 495 ff., abzulehnen, weil es Regel und Ausnahme umkehrt. Zwar nahm es eine Einzelfallabwägung vor und wies den Kläger darauf hin, dass auf der straßenabgewandten Seite der Anbringung von Kollektoren keine Denkmalschutzgründe entgegenstünden. Dem Gesichtspunkt, dass dort u.a. durch Verschattung geringere Gewinnungsmöglichkeiten bestehen, hat das OVG aber zu wenig Gewicht beigemessen.Google Scholar
  530. 582.
    Ablehnend auch Faller, Staatsziel, S. 254 f., der von „Anreicherung und Ausdehnung“ spricht, aber die inhaltliche Verstärkung der Grundrechte durch eine Staatszielbestimmung meint.Google Scholar
  531. 583.
    Calliess, Rechtsstaat und Umweltstaat, S. 412 ff., zweifelt selbst die (rechtstechnische) Möglichkeit an, ein Umweltgrundrecht verfassungsrechtlich niederzulegen. Sähe man dies anders, könnte es — entsprechend BVerfGE 104, 337 [346 f.] — tatsächlich zu einer Verstärkungswirkung kommen, allerdings zwischen zwei Grundrechten, nämlich Art. 14 und dem Umweltgrundrecht.Google Scholar
  532. 584.
    Sommermann, Staatsziele, S. 445. Vgl. auch jüngst Bethge, in: FS Isensee, 2007, S. 613 [617 ff.] und S. 48.Google Scholar
  533. 586.
    In diesem Sinne auch Faller, Staatsziel, S. 192.Google Scholar
  534. 587.
    Scheuner, in: FS G. Müller, S. 379. Die Verantwortung als verfassungsrechtliche Kategorie nachweisend Michael, Rechtsetzende Gewalt, S. 294 ff. Zur Bürgerverantwortung vgl. auch Depenheuer, in: VVDStRL 55 (1996), S. 90 ff.Google Scholar
  535. 588.
    Sachs, DVBl. 1995, 873 [874], der die unterschiedlichen Verwendungen des Begriffs im GG aufzeigt; Saladin, Verantwortung als Staatsprinzip, S. 26. Zum Verantwortungsbegriff auch Murswiek, Staatliche Verantwortung, S. 39 ff.; Pestalozza, JuS 1975, 366 [371]; Voßkuhle, in: VVDStRL 62 (2003), S. 266 ff. Der Schöpfung von Begriffszusammensetzungen mit ‘Verantwortung’ sind scheinbar keine Grenzen gesetzt: Verwaltungsverantwortung, Ergebnisverantwortung, Verfahrensverantwortung, Erfüllungsund Beratungs-, Überwachungs-, Organisations-, Einstandsverantwortung, Gewährleistungsverantwortung seien beispielhaft genannt, vgl. mit weiteren Beispielen und dem Versuch einer Systematisierung Michael, Rechtsetzende Gewalt, S. 296 ff.Google Scholar
  536. 589.
    Dazu jüngst Mückl, in: FS Isensee, 2007, S. 183 ff.Google Scholar
  537. 590.
    Sachs, DVBl. 1995, 873 [879], der die Bedeutung dieses Elements des Verantwortungsbegriffes für gering hält.Google Scholar
  538. 591.
    Die haftungsrechtliche Seite des Verantwortungsbegriffs soll vorliegend außer Betracht bleiben, vgl. dazu Murswiek, Staatliche Verantwortung, S. 41 f. Zu den Strukturen des Verantwortungsbegriffs mit den Einzelelementen Trägerschaft, sachlicher Bezugspunkt, Maßstab, Adressaten, Sanktionierung, ausführlich Sachs, DVBl. 1995, 873 [876 ff.].Google Scholar
  539. 592.
    In diesem Sinne auch Saladin, Verantwortung als Staatsprinzip, S. 77: Lehre von der Staats-Verantwortung ist notwendig eine Lehre der Staatsaufgaben.Google Scholar
  540. 593.
    Zu sonstigen Normen des Umweltverfassungsrechts — so vor allem den Kompetenzvorschriften — Kloepfer, Umweltrecht, § 3, Rn. 1; Breuer, in: Schmidt-Aßmann, Besonderes Verwaltungsrecht, 5. Kap. Rn. 35.Google Scholar
  541. 595.
    Vgl. insoweit S. 137 ff. A.A. Stoll, Sicherheit, S. 352, der allgemein den vorrangigen Grund staatlicher Verantwortung in den grundrechtlichen Schutzpflichten sieht.Google Scholar
  542. 597.
    Hoppe, in: VVDStRL 38 (1980), S. 211 [232].Google Scholar
  543. 598.
    Berg, in: FS Stern, S. 421 [438].Google Scholar
  544. 599.
    Gusy, ZUR 2001, 1 [5]: „Letztverantwortlichkeit des Staates“; Kloepfer, in: ders., Umweltstaat, S. 39 [46].Google Scholar
  545. 600.
    Berg, in: FS Stern, S. 421 [438].Google Scholar
  546. 601.
    Brönneke, Umweltverfassungsrecht, S. 210 f.Google Scholar
  547. 602.
    Sachs, DVBl. 1995, 873 [881].Google Scholar
  548. 603.
    Brönneke, Umweltverfassungsrecht, S. 210; Schink, DÖV 1997, 221 [223].Google Scholar
  549. 604.
    Sachs, DVBl. 1995, 873 [893 f.].Google Scholar
  550. 605.
    Badura, DVBl. 1982, 861 [868]; Götz, in: VVDStRL 41 (1983), S. 7 [12]; vgl. auch Saladin, Verantwortung als Staatsprinzip, S. 212 ff. Zur Herleitung Hofmann, in: VVDStRL 41 (1983), S. 42 [74 f.].Google Scholar
  551. 606.
    Brönneke, Umweltverfassungsrecht, S. 306. Anders Führ, NuR 1998, 6 [8 f.], der abweichend von der h.M. auch gesetzlich festgelegte Verhaltenspflichten, mithin nicht nur verfassungsrechtliche, als Grundpflichten bezeichnet.Google Scholar
  552. 607.
    Brönneke, Umweltverfassungsrecht, S. 308.Google Scholar
  553. 608.
    Badura, DVBl. 1982, 861 [869 f.].Google Scholar
  554. 609.
    In diese Richtung — „stillschweigend mitgeschriebene“ Grundpflichtenbegründung — vorsichtig Führ, NuR 1998, 6 [10].Google Scholar
  555. 610.
    Er entfaltet auch keine Drittwirkung: Schulze-Fielitz, in: Dreier, GG II, Art. 20a, Rn. 66.Google Scholar
  556. 611.
    Winkler, Kollisionen, S. 219 f. Allgemein zu den Grundpflichten Badura, DVBl. 1982, 861 ff.; Bethge, JA 1985, 249 ff.; Hofmann, in: Isensee/Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 114; Luchterhandt, Grundpflichten.Google Scholar
  557. 612.
    Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [189 f.].Google Scholar
  558. 613.
    Sachs, DVBl. 1995, 873 [891 f.]; Winkler, Kollisionen, S. 219.Google Scholar
  559. 614.
    Sachs, DVBl. 1995, 873 [889].Google Scholar
  560. 615.
    Brönneke, Umweltverfassungsrecht, S. 213 f.; Stern, Staatsrecht, Bd. III/2, S. 1025, 1043 ff. Grundlegend Isensee, DÖV 1982, 609 ff.Google Scholar
  561. 616.
    BVerfGE 69, 315 [356].Google Scholar
  562. 617.
    Führ, Eigen-Verantwortung, S. 122, zur damit einhergehenden Appellfunktion S. 192 ff. Hinsichtlich Grundlage und Funktion geht ders. von einer weitgehenden Übereinstimmung von Grundpflichten und Rücksichtnahmegebot aus, S. 208.Google Scholar
  563. 619.
    Badura, in: Benda/Maihofer/Vogel, HVerfR, S. 341; Breuer, Bodennutzung, S. 42, der sich dann aber selbst widerspricht, wenn er meint, dass weder die Eigentumsgarantie aus sich heraus ein praktikables System subjektiver Rechte gewährleiste, noch die Sozialpflichtigkeit für sich allein ein durchgestaltetes System von Eigentümerpflichten schaffe; Bryde, in: v. Münch/Kunig, GG I, Art. 14, Rn. 69; zuerst Dürig, JZ 1953, 193 [197]; Hofmann, in: Isensse/Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 114, Rn. 18; Kimminich, JuS 1978, 217 [222]; ders., NuR 1979, 45 [46]; ders., in: Dolzer, BK, GG, Art. 14, Rn. 152 ff.; Nüßgens/Boujong, Eigentum, Rn. 141; Stein, in: FS Gebhard Müller, S. 503 [523]; Wieland, in: Dreier, GG I, Art. 14, Rn. 90.Google Scholar
  564. 620.
    Bryde, in: v. Münch/Kunig, GG I, Art. 14, Rn. 69 m.w.N.Google Scholar
  565. 621.
    Vgl. nur Wendt, Eigentum und Gesetzgebung, S. 297 f.Google Scholar
  566. 622.
    Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 201; Papier, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 306; Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 115, Rn. 172 ff.; Wolf, KritV 1997, 280 [300].Google Scholar
  567. 623.
    Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [164]. Vgl. auch schon S. 64 ff.Google Scholar
  568. 624.
    Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [164].Google Scholar
  569. 625.
    BVerfGE 20, 351 [361].Google Scholar
  570. 626.
    BVerfGE 21, 73 [83], in der es aber gleichzeitig von Art. 14 Abs. 2 GG als Richtschnur für den Gesetzgeber ausgeht.Google Scholar
  571. 627.
    BVerfGE 37, 132 [140]; 56, 249 [260]; ferner 21, 73 [83]; 58, 300 [338]; 70, 191 [200]; 95, 64 [84]. Zur Funktion des Art. 14 Abs. 2 GG als Richtschnur vgl. schon S. 118.Google Scholar
  572. 628.
    Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 206; Papier, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 14, Rn. 306; Schmidt-Aßmann, in: FS Universität Heidelberg, S. 107 [115 f.]. Umfassend Thormann, Abstufungen, S. 132 ff.Google Scholar
  573. 629.
    Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 204. Gleichwohl könnte die Rechtsprechung den Art. 14 Abs. 2 GG mangels konkreter gesetzgeberischer Vorgaben einer unmittelbaren Anwendung im hier gemeinten Sinne zuführen. Darin wird eine gegenüber Art. 14 Abs. 1 S. 2 GG bestehende Eigenständigkeit des Art. 14 Abs. 2 GG gesehen, die in einem zwar eng begrenzten Umfang, aber dennoch unmittelbare Rechtswirkungen gegenüber dem Einzelnen bedeuten kann, so Luchterhandt, Grundpflichten, S. 556.Google Scholar
  574. 630.
    BVerfGE 33, 303 [334].Google Scholar
  575. 631.
    Leisner, Umweltschutz durch Eigentümer, S. 73 f.Google Scholar
  576. 632.
    Böckenförde, NJW 1974, 1529 [1530].Google Scholar
  577. 635.
    Elicker, NJW 2005, 2052 [2053]: d.h. auch, dass sozialnützliche Eigentumssubstanz aus verfassungsrechtlicher Sicht geschont werden muss als Umkehrschluss aus der stärkeren Inanspruchnahme von sozialschädlichem, gefährlichem Eigentum.Google Scholar
  578. 636.
    Isensee, in: Ossenbühl, Eigentumsgarantie, S. 3 [17].Google Scholar
  579. 637.
    Isensee, in: Ossenbühl, Eigentumsgarantie, S. 3 [18].Google Scholar
  580. 638.
    Vgl. dazu Volkmann, JZ 2004, 696 [699]. Grundlegend zum Wandel der Staatsaufgaben Grimm, in: ders., Staatsaufgaben, S. 613 ff.Google Scholar
  581. 639.
    So die Prognose von Michel, Staatszwecke, S. 336.Google Scholar
  582. 640.
    So auch Führ, Eigen-Verantwortung, S. 50.Google Scholar
  583. 641.
    Damit erweisen sich die Verfassungstechniken für eine selbständige Grundpflicht — ein im Grundrecht angesiedelter Pflichtenvorbehalt oder eine Staatszielbestimmung — als austauschbare Werkzeuge des Verfassungsgebers: Badura, DVBl. 1982, 861 [872].Google Scholar
  584. 642.
    Das Verhältnis von Staat und Gesellschaft, das dem hier gestellten Problem zugrunde liegt, ist im Detail höchst umstritten, vgl. dazu Depenheuer, in: Zöller, Betreuungsstaat, S. 19 ff.; Di Fabio, in: VVDStRL 56 (1997), S. 235 [253]. Zu der vom GG vorausgesetzten Unterscheidung von Staat und Gesellschaft vgl. auch Herzog, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 20, I Rn. 45, II Rn. 25 und Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 115, Rn. 131.Google Scholar
  585. 643.
    Di Fabio, NVwZ 1999, 1153 [1157].Google Scholar
  586. 644.
    Krings, Grund und Grenzen, S. 99. Insbesondere die ausdehnende Anerkennung von Schutzpflichten — vgl. dazu bereits S. 137 ff. — führt zur Negierung dieser Funktion und damit zu einer Aufweichung der Trennung von Staat und Gesellschaft: Ladeur, Kritik der Abwägung, S. 47. Gerade für das Eigentumsgrundrecht kann dies in besonderem Maße ein ausuferndes staatliches Auftreten auf Kosten des Eigentümers bedeuten, dessen eigene Verantwortlichkeit zurückgedrängt wird.Google Scholar
  587. 645.
    Ausführlich zum Ganzen Böckenförde, Recht, Staat, Freiheit, S. 219.Google Scholar
  588. 646.
    Voßkuhle, in: Schuppert, Privatisierung, S. 47 [49].Google Scholar
  589. 647.
    Kirchhof, Verwalten, S. 176: die Mitverantwortlichkeit des Staates wird im Bereich des Eigentumsgrundrechts insbesondere daran deutlich, dass die verbindliche Verfügung über Eigentum erst durch eine Rechtsordnung möglich ist bzw. Eigentum erst nach staatlicher Hilfe zur Vermögensbildung erworben werden kann. Kritisch Pietzcker, JZ 1985, 209: Geteilte Verantwortung ist unklare Verantwortung. Zum Begriff der Verantwortungsteilung Trute, in: Schuppert, Privatisierung, S. 13 ff. Zur Privatisierung als besonderer Form der Verantwortungsteilung Sanden, in: Brandt/Smeddinck, Grundgesetz und Umweltschutz, S. 87 ff.Google Scholar
  590. 648.
    Berg, in: FS Stern, S. 421 [438]; Schulze-Fielitz, in: Dreier, GG II, Art. 20a, Rn. 66: vielmehr wird die staatliche Letztverantwortung hervorgehoben; Kloepfer, DVBl. 1996, 73 [74]; Wolf, KritV 1997, 280 [305].Google Scholar
  591. 649.
    Sanden, in: Brandt/Smeddinck, Grundgesetz und Umweltschutz, S. 87 [97].Google Scholar
  592. 651.
    Leisner, Umweltschutz durch Eigentümer, S. 42.Google Scholar
  593. 652.
    BVerfGE 98, 106 [121]. Ausführlich Trute, in: Schuppert, Privatisierung, S. 31 ff. Verschiedene Verantwortungskonstellationen hat das BVerfG geschaffen: Eine Mitverantwortung des Staates gibt es im Kernenergierecht. Diese komme ihm wegen seines finanziellen Engagements und der gesetzlichen Ermöglichung zu. Rechtsfolge ist, dass nicht weniger strenge Maßstäbe für die verfassungsrechtliche Beurteilung von Genehmigungen für Kernkraftwerke gölten, als bei staatlichen Eingriffsgesetzen (BVerfGE 53, 30 [57f.]). Das Problem verbleibender Verantwortung des Staates wird für Bereiche diskutiert, in denen der Staat privatisiert oder jedenfalls Aufgaben überträgt. Zu finden sind hier — je nach Materie und abhängig vom Risikopotential — Begriffe wie Erfüllungs-, Gewährleistungs-und Auffangverantwortung, vgl. dazu Stoll, Sicherheit, S. 416 f.Google Scholar
  594. 653.
    Trute, DVBl. 1996, 950 [956].Google Scholar
  595. 654.
    Kirchhof, Verwalten, S. 181.Google Scholar
  596. 655.
    Kirchhof, Verwalten, S. 180; Trute, DVBl. 1996, 950 [956]. Vgl. auch Rengeling, Das Kooperationsprinzip, S. 82.Google Scholar
  597. 656.
    Vgl. dazu Voßkuhle, in: Schuppert, Privatisierung, S. 47 [64 ff.].Google Scholar
  598. 657.
    Di Fabio, in: VVDStRL 56 (1997), S. 235 [262].Google Scholar
  599. 658.
    Kloepfer, in: ders., Umweltstaat, S. 39 [50], der diese Aussage auch auf das Eigentum überträgt. Dies widerspricht dem Ergebnis vorliegender Untersuchung unter II., weil Schutzpflichten aus Art. 14 gänzlich abzulehnen sind. Vgl. auch Murswiek, JZ 1988, 985 [987].Google Scholar
  600. 659.
    BVerfGE 53, 30 [58].Google Scholar
  601. 661.
    Di Fabio, in: VVDStRL 56 (1997), S. 235 [258].Google Scholar
  602. 662.
    Ossenbühl, in: VVDStRL 29 (1971), S. 137 [181]: weil damit in der Regel Sonderbelastung einzelner oder einzelner Gruppen einhergehen.Google Scholar
  603. 663.
    So jüngst Ekardt, UTR Band 90, S. 63 [66, 76 ff.]: der Staat muss dem Einzelnen eine Einstandspflicht für Folgen seiner frei gewählten Handlungen auferlegen.Google Scholar
  604. 664.
    Murswiek, in: Gesellschaft für Umweltrecht, S. 40 [57].Google Scholar
  605. 665.
    Murswiek, in: Gesellschaft für Umweltrecht, S. 40 [58]. Vgl. auch die Begründung dess. in: Sachs, GG, Art. 20a, Rn. 34 f.Google Scholar
  606. 667.
    Gaentzsch, in: Gesellschaft für Umweltrecht, S. 96 [100], in Zusammenfassung der Diskussion von Murswieks Referat.Google Scholar
  607. 668.
    Ebenso Kloepfer, in: ders., Umweltstaat, S. 39 [50], der es im Einzelfall allerdings für möglich hält, dass sich im Hinblick auf das Verhältnismäßigkeitsprinzip aus Grundrechten eine solche Pflicht ergeben kann.Google Scholar
  608. 669.
    Vgl. dazu grundlegend Isensee, Subsidiaritätsprinzip.Google Scholar
  609. 670.
    Vgl. dazu nur Isensee, Subsidiaritätsprinzip, insb. S. 318, 220 ff. Das BVerfG hat in E 58, 233 [253] offen gelassen, ob ihm Verfassungsrang zukommt.Google Scholar
  610. 672.
    Zum Vorstehenden Depenheuer, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 14, Rn. 205 und Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 115, Rn. 175.Google Scholar
  611. 673.
    Waechter, NuR 1996, 321 [322].Google Scholar
  612. 674.
    So im Grundsatz auch Krings, Grund und Grenzen, S. 280.Google Scholar
  613. 675.
    Hermes, Das Grundrecht auf Schutz, S. 245.Google Scholar
  614. 676.
    Vgl. dazu Sieckmann, Modelle, S. 277. Als Beispiele der Aufhebung von Eigentümerkompetenzen nennt er die Erforderlichkeit einer Grundstücksverkehrsgenehmigung (wegen der Abhängigkeit von der Zustimmung der Behörden), die Aufhebung von Abwehrrechten gegenüber Dritten (BVerfGE 72, 66 ff.) sowie Enteignungen, weil das Verfügungsrecht beseitigt wird.Google Scholar
  615. 677.
    Denninger, Normsetzung, S. 125; Waechter, NuR 1996, 321 [322].Google Scholar
  616. 678.
    Hermes, Das Grundrecht auf Schutz, S. 246.Google Scholar
  617. 679.
    In Anknüpfung an die obige Problemstellung des Verhältnisses von Abwehr-und Schutzdimension des Eigentumsgrundrechts Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 115, Rn. 142. Zu Begriffsklärung und verfassungsrechtlichen Problemen von Eigensicherungsmaßnahmen Ossenbühl, Eigensicherung, S. 17 ff., 52 ff.Google Scholar
  618. 680.
    Hermes, Das Grundrecht auf Schutz, S. 245. Zur Frage des Verhältnisses von privatem Schutz zu staatlichen Handlungspflichten aus Grundrechten vgl. Krings, Grund und Grenzen, S. 281, der die Herabsetzung staatlicher Pflichten ablehnt. Allein die Möglichkeit zum Selbstschutz soll die Intensität und Qualität staatlichen Schutzhandelns beeinflussen, nicht der tatsächlich erfolgende Selbstschutz. Letzterer befürwortet das Subsidiaritätsprinzip als Auswahlkriterium für Schutzinstrumente bei grundrechtlichen Schutzpflichten, a.a.O. S. 278 ff.Google Scholar
  619. 681.
    Isensee, in: ders./Kirchhof, HStR V, 2. Aufl., § 115, Rn. 175.Google Scholar
  620. 682.
    Führ, Eigen-Verantwortung, S. 194.Google Scholar
  621. 683.
    Kloepfer, Umweltrecht, § 4, Rn. 56; Breuer, in: Schmidt-Aßmann, Besonderes Verwaltungsrecht, 5. Kap. Rn. 18; Huber, DVBl. 1999, 489. Vgl. auch Depenheuer, in: Huber, Kooperationsprinzip, S. 17 ff.; Rengeling, Das Kooperationsprinzip, S. 13 und allgemein zu Formen von Kooperation a.a.O. S. 58 ff. Kritisch zum Kooperationsprinzip als politischem und rechtlichem Prinzip Murswiek, ZUR 2001, 7 ff.Google Scholar
  622. 684.
    Michael, Rechtsetzende Gewalt, S. 315.Google Scholar
  623. 685.
    BVerfGE 98, 106 [121] — kommunale Verpackungssteuer; vgl. auch BVerfGE 98, 83-landesrechtliche Abfallabgabe.Google Scholar
  624. 686.
    Murswiek, ZUR 2001, 7 [12f.]. Kloepfer, DVBl. 1996, 73 [74], sieht es allerdings als Grundprinzip der Umweltpolitik an. A.A., ausdrücklich für Qualität als Rechtsprinzip: Di Fabio, NVwZ 1999, 1153 [1156f.].Google Scholar
  625. 687.
    Gusy, ZUR 2001, 1 [5]: Kooperationsverhältnisse sind gesetzlich begründungs-und ausgestaltungsbedürftig. Siehe auch Murswiek, ZUR 2001, 7 [12 f.].Google Scholar
  626. 688.
    Rengeling, Das Kooperationsprinzip, S. V. Insbesondere können sich Verhaltensweisen von Grundrechtsträgern im Rahmen von Kooperation als Ausübung grundrechtlicher Freiheit darstellen, Kirchhof, Verwalten, S. 208. Zur „Kooperationsfunktion der Grundrechte“ im Leistungsrecht vgl. Hill, in: VVDStRL 47 (1988), S. 172 [194].Google Scholar
  627. 689.
    Vgl. Di Fabio, NVwZ 1999, 1153 [1157]; Rengeling, Das Kooperationsprinzip, S. 84 f.Google Scholar
  628. 690.
    Trute, UTR Band 48, S. 13 [20], der vor allem anzweifelt, ob die staatliche Letztverantwortung als Sicherung der Gemeinwohlerfüllung ausreicht.Google Scholar
  629. 691.
    Murswiek, ZUR 2001, 7 [12], der dies aber für Verursacher-und Vorsorgeprinzip anders sieht, weil die Orientierung an diesen Prinzipien für einen effektiven Umweltschutz unerlässlich sei; Sommermann, in: v. Münch/Kunig, GG II, Art. 20a, Rn. 13; Waechter, NuR 1996, 321 [322]; Wolf, KritV 1997, 280 [305].Google Scholar
  630. 692.
    Gusy, ZUR 2001, 1 [5]. A.A. Koch/Laskowski, ZUR 1997, 182 [184], die es wegen Art. 20a GG ausschließen, dass der Schutzauftrag auf Private übertragen werden kann.Google Scholar
  631. 693.
    Ausnahmsweise soll er dann bestehen, wenn sich durch Kooperation ein Rechtsproblem vollständig und auf Dauer lösen lässt, eine Prognose freilich, die im Einzelfall schwer zu treffen sein wird: Trute, UTR Band 48, S. 13 [18 in Fn. 23].Google Scholar
  632. 694.
    Waechter, NuR 1996, 321 [322].Google Scholar
  633. 695.
    So auch Huber, Politische Studien 1/2000, S. 45 [58].Google Scholar
  634. 697.
    BVerfGE 98, 106 ff.Google Scholar
  635. 698.
    Di Fabio, NVwZ 1999, 1153 [1156].Google Scholar
  636. 699.
    Vgl. auch Isensee, Subsidiaritätsprinzip, S. 366: Der grundrechtliche Rechtfertigungszwang sichert den Vorrang des privaten vor staatlichem Handeln; die Anforderungen der Grundrechte sind durchwegs konkreter und differenzierter.Google Scholar
  637. 701.
    So auch Isensee, Subsidiaritätsprinzip, S. 376 f.Google Scholar
  638. 702.
    Zur Rolle des Rechts für die Strukturierung der Kooperation Schuppert, Die Verwaltung 31 (1998), 415 [435 ff.].Google Scholar
  639. 703.
    Depenheuer, in: v. Danwitz, Bericht, S. 111 [154].Google Scholar
  640. 704.
    In diesem Sinne auch Leisner, Umweltschutz durch Eigentümer, S. 76 f.Google Scholar
  641. 705.
    Hoffmann-Riem, Die Verwaltung 28 (1995), 425 [427].Google Scholar
  642. 706.
    Kloepfer, in: ders., Umweltstaat, S. 39 [46].Google Scholar
  643. 707.
    So für die Gesundheit Stoll, Sicherheit, S. 356 ff. Der Gedanke ist ohne weiteres auch auf Eigentümerinteressen übertragbar.Google Scholar
  644. 708.
    Von einer Motivationsgarantie, die dem Staat gegenüber Eigentümer und Allgemeinheit obliegt, spricht Leisner, Umweltschutz durch Eigentümer, S. 74.Google Scholar
  645. 709.
    So aber Hoffmann-Riem, Die Verwaltung 28 (1995), 425 [430].Google Scholar
  646. 711.
    BVerwG, NVwZ 1998, 1080 [1081].Google Scholar
  647. 712.
    Vgl. BVerwG, NVwZ-RR 1990, 96 m.w.N.Google Scholar
  648. 713.
    BVerwG, NVwZ 1998, 1080 [1081].Google Scholar
  649. 714.
    BVerwG a.a.O.Google Scholar
  650. 715.
    So auch Koch, BayVBl. 2002, 9 [10]. Vgl. auch OVG NRW, NWVBl. 2003, 380 [381]: Anschluss-und Benutzungszwang darf nicht aus gebührenrechtlichen Gründen angeordnet werden. A.A. die wohl herrschende Meinung, z.B. VGH BW VBlBW 2004, 337 [339] und Gruber, BayVBl. 2000, 453 ff. in Fn. 8 m.w.N.Google Scholar
  651. 717.
    BVerwG, NVwZ 2004, 1131. Anders zu beurteilen ist allerdings der Fall, dass ein bereits an die Fernwärmeversorgung angeschlossener Grundstückseigentümer eine Befreiung vom Anschluss-und Benutzungszwang beantragt, vgl. BVerwG NVwZ 2006, 690 ff. — dann ist davon auszugehen, dass kein Anspruch auf Befreiung besteht. Vgl. dazu schon S. 127 ff.Google Scholar

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