Finanzpolitik pp 173-291 | Cite as

Die Ausgabenpolitik

Part of the Meilensteine der Nationalökonomie book series (MEILENATIONAL)

Auszug

Adolph Wagners „Gesetz der wachsenden Ausdehnung der öffentlichen, insbesondere der Staatstätigkeiten“ und das daraus abgeleitete „Gesetz der wachsenden Ausdehnung des Finanzbedarfs“1 wirkt angesichts der neueren Entwicklung der öffentlichen Finanzwirtschaft wie eine Prophezeiung von verblüffendem Wahrheitsgehalt; Ausmaß und Tempo des Wachstums der öffentlichen Ausgaben haben sich seit Adolph Wagners Voraussage sogar noch erheblich verstärkt. Der jährliche Finanzbedarf des Deutschen Reichs und seiner Bundesstaaten hat sich in den vier Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg ungefähr vervierfacht und zwischen den beiden Weltkriegen schon in der Hälfte dieser Zeitspanne nochmals versechsfacht, ganz abgesehen von seiner hektischen Ausdehnung während der eigentlichen Kriegsjahre. Diese Entwicklung trägt internationales Gepräge; ohne viel Unterschied nach Staatsform und Politik weisen die Staatsausgaben in allen Ländern kräftige Steigerungen auf, wie Tabelle 4 (S. 174) erkennen läßt.

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Literatur

  1. 1.
    Wagner, Adolph: Grundlegung der politischen Ökonomie, 3. Aufl., Teil 1, Grundlagen der Volkswirtschaft, Leipzig 1892, S. 892 ff.; ders.: Finanzwissenschaft, 3. Aufl., Teil 1, a.a.O., S. 76.Google Scholar
  2. 2.
    Buchanan, J. M.: The Public Finances, Homewood, Ill., 1960, S. 30.Google Scholar
  3. 4.
    Wagner, Adolph: Grundlegung..., a.a.O., S. 884.Google Scholar
  4. 5.
    Die in den Vereinigten Staaten häufige Methode der Messung der Tätigkeit des Staates an seiner Beanspruchung der einzelnen Produktionsfaktoren (Kapitalausrüstung, Beschäftigte oder Käufe von Gütern und Diensten), also des „input“ (vgl. Fabricant, S.: The Trend of Government Activity in the United States since 1900, Publications of the National Bureau of Economic Research, Inc., Nr. 56, New York 1952, S. 10 ff.; Due, J. F.: Government Finance, 3. Ed., Homewood, Ill., 1963, S. 43 ff.; Buchanan, J. M.: The Public Finance, a.a.O., S. 30 ff.), kann wegen fehlender statistischer Unterlagen hier nicht angewandt werden. Die Verwendung des Sozialprodukts als Maßstab der Staatstätigkeit ist auch insofern problematisch, als diese Größe bereits den über die Staatsausgaben gemessenen und bewerteten Beitrag des Staates zum gesamtwirtschaftlichen Ertrag mit umfaßt. Vgl. Recktenwald, H. C.: Die Entwicklung der öffentlichen Ausgaben in der Bundesrepublik, in: Wandlungen der Wirtschaftsstruktur in der Bundesrepublik Deutschland, hrsg. von Heinz König, Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF. Bd. 26, Berlin 1962, S. 206; Buchanan, J. M.: The Public Finance, a.a.O., S. 33.Google Scholar
  5. 6.
    Vgl. hierzu Andic und Veverka: „The Growth of Government Expenditure in Germany since the Unification“ in: Finanzarchiv NF. Bd. 23 (1963/64) S. 169 ff.Google Scholar
  6. 7.
    Vgl. hierzu Woytinsky: World Commerce and Governments, New York 1955, S. 688/689, zit. nach Pütz, Th.: Wirtschaftliche Entwicklung und zunehmende Staatstätigkeit, in: Zeitschrift für Nationalökonomie, Bd. 20, Wien 1960, S. 64.Google Scholar
  7. 8.
    Hicks, Ursula, K.: British Public Finances, Their Structure and Development 1880–1952, London 1954, S. 11.Google Scholar
  8. 9.
    Nach: Recktenwald, H. C.: Die Entwicklung der öffentlichen Ausgaben in der Bundesrepublik, a.a.O., S. 208/209.Google Scholar
  9. 10.
    Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland, 1963, S. 21, S. 430, S. 538.Google Scholar
  10. 11.
    Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1969, S. 25, 394, 496 und Knanzbericht 1968, S. 34.Google Scholar
  11. 12.
    Jessen, J.: Deutsche Finanzwirtschaft, 2. Aufl., Hamburg 1944, S. 38.Google Scholar
  12. 13.
    Untersuchungen der Finanzwirtschaftlichen Abteilung des Instituts für Mittelstandsforschung in Köln lassen erkennen, daß schon für das Jahr 1957 die Milliardengrenze überschritten sein dürfte. Vgl.: „Der versteckte öffentliche Bedarf“, Institut für Mittelstandsforschung, Köln, Januar 1959, als Manuskript vervielfältigt. Zu beachten ist, daß der versteckte öffentliche Bedarf die internationale und zeitliche Vergleichbarkeit der Ausgabeziffern stark beeinträchtigt. Zum versteckten öffentlichen Bedarf s. ferner Engelhardt, G. und Strümpel, B.: Steuerbelastung und Belastungswirkungen beim selbständigen Mittelstand, vervielfältiges Manuskript, Köln 1965; Strümpel, B.: Steuermoral und Steuerwiderstand der deutschen Selbständigen, a.a.O. S. 27 ff.Google Scholar
  13. 14.
    Recktenwald, H. C.: Die Entwicklung der öffentlichen Ausgaben..., a.a.O., S. 210 u. 211.Google Scholar
  14. 15.
    Littmann, K.: Strukturen und Entwicklungen der staatlichen Aktivität in der Bundesrepublik Deutschland 1950–1970, Vortrag, gehalten am 20. September 1962 auf der Tagung des Vereins für Socialpolitik in Luzern, Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF. Bd. 30/II, Berlin 1964, S. 801 ff.Google Scholar
  15. 17.
    Lotz, W.: Finanzwissenschaft, a.a.O., S. 198 ff.; Jessen, J.: Deutsche Finanzwirtschaft, a.a.O., S. 40.Google Scholar
  16. 18.
    Littmann, K.: Entwicklungen der staatlichen Aktivität..., a.a.O., S. 16.Google Scholar
  17. 19.
    Wagner, Adolph: Finanzwissenschaft, a.a.O., S. 63 f.Google Scholar
  18. 22.
    Herrmann, K. A., Art. Finanzstatistik, in: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, Bd. 3, a.a.O., S. 650.Google Scholar
  19. 23.
    Eine knappe, aber ausreichende Übersicht über die bekanntesten Gliederungskriterien gibt Kullmer, L.: Kriterien der Abgrenzung öffentlicher Ausgaben, in: Schriften des Vereins für Socialpolitik NF. Bd. 47. Berlin 1967, S. 10 ff.Google Scholar
  20. 24.
    Masoin, M.: Die öffentlichen Ausgaben, in: Handbuch der Finanzwissenschaft, 2. Aufl., Bd. 2, a.a.O., S. 4.Google Scholar
  21. 25.
    Abgeleitet von dem Begriff des Sozialprodukts identifiziert Buchanan produktive Ausgaben mit den im folgenden beschriebenen „Leistungsentgelten“ (Käufen), vgl. Buchanan, J. M.: The Public Finances, a.a.O., S. 31.Google Scholar
  22. 26.
    Moll, B.: Probleme der Finanzwissenschaft, Leipzig 1924, S. 45.Google Scholar
  23. 27.
    Dobretsberger, J.: Das Geld im Wandel der Wirtschaft, Bern 1946, S. 148 ff.Google Scholar
  24. 28.
    Colm, G.: Volkswirtschaftliche Theorie der Staatsausgaben, Tübingen 1927, S. 17 ff.Google Scholar
  25. 29.
    Colm, G.: Volkswirtschaftliche Theorie der Staatsausgaben, a.a.O., S. 32.Google Scholar
  26. 30.
    Berechnet nach dem Statistischen Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland, 1953, S. 102 ff., und 1969, S. 69 ff. sowie nach Statistical Yearbook, United Nations 1967.Google Scholar
  27. 34.
    Zu Einzelheiten dieser Entwicklung in den USA und England vgl.: Colm, G. und Helzner, M.: Rapport américain, in: L’importance et la structure des recettes et des dépenses publiques, Institut International des Finances Publiques, Brüssel 1960, S. 58 ff., und Peacock et Wiseman: Rapport anglais, ebenda, S. 224 ff. Für Deutschland s. Andic und Veverka a.a.O. Besonders hervorzuheben ist die Untersuchung von A. T. Peacock und J. Wiseman (The Growth of Public Expenditure in the United Kingdom, Princeton 1961), aufgrund deren die beiden Autoren ihre „Displacement Effect“-(=Niveauverschiebungs-)Hypothese formulieren; zu ihrem Ergebnis, daß sich nach Kriegen die realen Staatsausgaben pro Kopf der Bevölkerung nach oben verschieben, gelangen sie durch folgende Erkenntnis: 1. durch Kriege erhöht sich die steuerliche Belastbarkeit der Bevölkerung, was nach den Kriegen 2. eine Befriedigung neu entdeckter Kollektivbedürfnisse erlaubt, somit aber gleichzeitig ein Absinken der öffentlichen Ausgaben auf den Vorkriegsstand verhindert. Diese Niveauverschiebungsthese wurde bei Aufspaltung der Gesamtausgaben (z. B. ohne Verteidigungsaufgaben und Wiederaufbaukosten) von S. P. Gupta (Public Expenditure and Economic Growth — A Time Series Analysis, in Public Finance/Finances Publiques Bd. 22 Nr. 4 (1967)) und J. M. Bonin, B. W. Fench und J. B. Waters (Alternative Tests of the „.Displacement Effect“ Hypothesis, ebenda, Bd. 24 Nr. 3 (1969)) getestet und im wesentlichen bestätigt. Zu den Problemen eines empirischen Tests des Wachstums der Staatsausgaben s. Hoffman, I. J.: On the Empirical Testing of “Wagner’s Law”: A Technical Note, in: Public Finance 1968, S. 359 ff.Google Scholar
  28. 36.
    Errechnet nach Angaben von Recktenwald, H. C.: Die Entwicklung der öffentlichen Ausgaben in der Bundesrepublik, a.a.O., für 1961 ergänzt nach Statistisches Jahrbuch 1963, S. 430; 1969, S. 390 ff., 496.Google Scholar
  29. 37.
    Pigou, A. C: A Study in Public Finance, London 1928, S. 19 ff.Google Scholar
  30. 38.
    Colm, C.: Volkswirtschaftliche Theorie der Staatsausgaben, a.a.O., S. 17 ff., und ders.: The Theory of Public Expenditures (1936), in: Essays in Public Finance and Fiscal Policy, New York 1955, S. 27 ff.Google Scholar
  31. 40.
    Pigou, A. C.: A Study in Public Finance, a.a.O., S. 19 f.Google Scholar
  32. 41.
    Littmann, K.: Zunehmende Staatstätigkeit und wirtschaftliche Entwicklung, Köln u. Opladen 1957, S. 99.Google Scholar
  33. 42.
    Rolph, E.: The Theory of Fiscal Economics, a.a.O., S. 58 (übersetzt vom Verfasser).Google Scholar
  34. 43.
    Genau genommen sind Beamtenpensionen und Zinsen Leistungsentgelte für die Vergangenheit, doch empfiehlt es sich der Einfachheit halber, sie zu den Transferzahlungen zu rechnen, da sie mit den „Staatsleistungen“ der Gegenwartsperiode wenig zu tun haben. Vgl. Due, John F.: Government Finance, a.a.O., S. 67.Google Scholar
  35. 44.
    Vgl. Recktenwald, H. C.: Die Entwicklung der öffentlichen Ausgaben..., a.a.O., S. 226.Google Scholar
  36. 45.
    Vgl. hierzu auch Fabricant, S.: The Trend of Government Activity..., a.a.O., S. 12 ff.Google Scholar
  37. 47.
    Fabricant, S.: The Trend of Government Activity..., a.a.O., S. 57 f. Für Deutschland kommen Andic und Veverka zu dem Ergebnis, daß die Staatsausgaben von 1881 bis 1958, in Preisen von 1900 (!) gerechnet insgesamt um ca. 4500% und pro Kopf der Bevölkerung um etwa 1350% gestiegen sind. (S. Andic, S. und Veverka, J.: The Growth of Government Expenditure in Germany, a.a.O., S. 243).Google Scholar
  38. 48.
    Wagner, A.: Grundlegung..., a.a.O., S. 908.Google Scholar
  39. 49.
    Ders.: Grundlegung..., a.a.O. ebenda, S. 896 ff.Google Scholar
  40. 50.
    Ders.: Grundlegung..., a.a.O. ebenda, S. 888.Google Scholar
  41. 51.
    Gerloff, W.: Grundlegung der Finanzwissenschaft, a.a.O., S. 51.Google Scholar
  42. 52.
    Wagner, A.: Grundlegung..., a.a.O., S. 902.Google Scholar
  43. 53.
    Timm, H.: Das Gesetz der wachsenden Staatsausgaben, Finanzarchiv, NF. Bd. 21, 1961, S. 220.Google Scholar
  44. 54.
    Schmölders, G.: Geschichte der Volkswirtschaftslehre, Wiesbaden 1963, S. 58 ff.Google Scholar
  45. 55.
    Timm, H.: Das Gesetz der wachsenden Staatsausgaben, a.a.O., S. 234.Google Scholar
  46. 56.
    Ders.: Das Gesetz der wachsenden Staatsausgaben, a.a.O. ebenda, S. 236.Google Scholar
  47. 57.
    Ders.: Das Gesetz der wachsenden Staatsausgaben, a.a.O. ebenda.Google Scholar
  48. 58.
    Ders.: Das Gesetz der wachsenden Staatsausgaben, a.a.O. ebenda, S. 238 f.Google Scholar
  49. 59.
    H. Timm lehnt eine solche Prognose ausdrücklich ab, da „ihre Schwierigkeiten und Gefahren... so groß (sind), daß ich vor ihr haltmache. Wer sich an sie heranwagt, läuft Gefahr, statt eines rational plausiblen Entwicklungsgesetzes uns nicht mehr als Hypothesen und Visionen zu bescheren, die von eigenen Wunschvorstellungen und Postulaten gebildet und durchsetzt sind“ (a.a.O., S. 242). Allerdings registriert er einige Impulse, die eine weitere Ausdehnung der öffentlichen Ausgaben immerhin als wahrscheinlich erscheinen lassen (a.a.O., S. 241).Google Scholar
  50. 60.
    Vgl. Tabelle 6 (§ 22). Buchanan z. B. zählt die Ausgaben für Highway-Bau neben den Sozialleistungen zu den wichtigsten Steigerungsgründen der nichtmilitärischen öffentlichen Ausgaben (Buchanan, J. M.: The Public Finances, a.a.O., S. 46).Google Scholar
  51. 61.
    Vgl. hierzu: Zimmermann, H. W. (Hrsg.): Aspekte der Automation, Gutachten und Protokolle der Frankfurter Tagung der List-Gesellschaft, Basel und Tübingen 1960.Google Scholar
  52. 62.
    Auffallend ist hier der hohe Anteil der erwerbslosen Jugendlichen, die wegen fehlender Ausbildung keine Arbeitsstellen finden. Allen Warnungen zum Trotz verlassen viele Jugendliche mit Erreichen der Altersgrenze von 16 Jahren die Schulen, so daß allein in der Zeit von Januar bis Mai 1963, einem Zeitraum ohne Ferien und die dadurch bedingten Besonderheiten, die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen trotz aller behördlichen Pläne für ihre Ausbildung und Schulung von 13,9% auf 17,8% stieg. Vgl. Die Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten, Neue Zürcher Zeitung, Fernausgabe Nr. 191, Blatt 11, 14. Juli 1963.Google Scholar
  53. 63.
    Statistical Abstracts of the United States 1967, a.a.O., S. 633.Google Scholar
  54. 65.
    Brecht, A.: Internationaler Vergleich der öffentlichen Ausgaben, in: Grundfragen der internationalen Politik, Vorträge des Carnegie-Lehrstuhls für Außenpolitik und Geschichte an der Deutschen Hochschule für Politik, H. 2, Leipzig u. Berlin 1932.Google Scholar
  55. 66.
    Hansmeyer, K. H.: Der Weg zum Wohlfahrtsstaat, a.a.O., S. 75.Google Scholar
  56. 68.
    Buchanan, J. M.: The Public Finances, a.a.O., S. 50.Google Scholar
  57. 69.
    Hansmeyer, K. H.: Der Weg zum Wohlfahrtsstaat, a.a.O., S. 81.Google Scholar
  58. 70.
    So konnte noch 1887 Präsident Cleveland in den Vereinigten Staaten eine Subvention von 25 000 $ für Saatgut an die durch eine Dürreperiode an den Rand des Ruins gebrachte Texasfarmer mit der Begründung ablehnen, er könne in der Verfassung keine Begründung für eine solche Zuwendung finden und er glaube auch nicht, daß es zu den Pflichten der Regierung gehöre, in individuellen Notständen, die nichts mit den öffentlichen Diensten oder ihrem Nutzen zu tun haben, zu helfen; „jeder Neigung, diese Grenze der Aufgabenstellung der öffentlichen Hand zu überschreiten, muß mit Festigkeit entgegengetreten und der Grundsatz festgehalten werden, daß zwar das Volk die Regierung, aber keineswegs die Regierung das Volk zu unterstützen hat.“ (The Writings and Speeches of Grover Cleveland, Rede vom 16. Februar 1887, zitiert nach Fabricant, S.: The Trend of Government Activity..., a.a.O., S. 7; Übersetzung vom Verfasser.)Google Scholar
  59. 71.
    Hansmeyer, K. H.: Der Weg zum Wohlfahrtsstaat, a.a.O., S. 84.Google Scholar
  60. 72.
    Due, J. F.: Government Finance, a.a.O., S. 46.Google Scholar
  61. 74.
    Wagner, A.: Grundlegung..., a.a.O., S. 899.Google Scholar
  62. 75.
    Allein die erste Rate für den Ausbau des U.S.-amerikanisdien Raketenabwehrgürtels beträgt 759 Mio $; die Kosten des gesamten Projektes sollen sich auf über 11 Mrd. $ belaufen (Die Zeit Nr. 33, v. 15. 8. 1969, S. 1). Das neue 88 Phantommaschinen umfassende Luftwaffensystem der Bundeswehr kostet 2,052 Mrd. DM, d. h. der Systempreis eines Flugzeuges beläuft sich auf 23,32 Mio DM (!). (S. Kahn, H. W.: Die Russen kommen nicht, München-Bern-Wien 1969, S. 146, Johannson, K.: Vom Starfighter zum Phantom, Frankfurt/M. 1969, S. 112.)Google Scholar
  63. 76.
    Es wäre auch denkbar, daß diese ausgabensteigernde Entwicklung einmal, wenn nicht beendet, so doch stark abgemildert werden könnte. „Seitdem es Kleinst-Atomwaffen gibt, mit deren Hilfe aufgelockert und selbständig kämpfende Klein-Kampftruppen ganze Divisionen und Armeen in Schach halten und kampfunfähig machen können,... (sind) große auf konventionelle Kampfführung strukturierte Truppenverbände in Europa Fehlinvestitionen geworden.“ (Iffmark, B. R.: Guerillas mit Atomwaffen, in: Neue Zürcher Zeitung, Fernausgabe Nr. 214, (1963), zitiert nach Schmidt, K.: Wachsende Staatsausgaben? Erfahrungen und Alternativen, in: Ordo Bd. 15/16 (1965), S. 177.) Daraus läßt sich mit Iffmark folgern, daß man mit einer Rückkehr zu primitiveren und damit billigeren Formen der Kriegsführung rechnen kann, da diese Kleinst-Atorrrwaffen die Kombattanten dazu zwingen, auch reguläre Kriege in Guerillamanier zu führen.Google Scholar
  64. 77.
    Aristoteles, Politik, Übersetzung von Eugen Rolfes, Leipzig 1943, S. 173 f. u. 215 ff.Google Scholar
  65. 78.
    Hettlage, K. M.: Über Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung, in: Mitteilungen der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung, Juli 1956.Google Scholar
  66. 79.
    Hierzu schrieb J. Schumpeter: „Aber um zu verstehen, wie die demokratische Politik dem sozialen Ziel dient (wie also Gesetze und Verwaltungsmaßnahmen entstehen), müssen wir vom Konkurrenzkampf um Macht und Amt ausgehen und uns klar werden, daß die soziale Funktion, so wie die Dinge nun einmal liegen, nur nebenbei erfüllt wird — im gleichen Sinne wie die Produktion eine Nebenerscheinung beim Erzielen von Profit ist.“ (Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, 2. Aufl., Bern 1950, S. 448.) Vgl. hierzu auch § 23.Google Scholar
  67. 80.
    Littmann, K.: Zunehmende Staatstätigkeit..., a.a.O., S. 101.Google Scholar
  68. 81.
    Daß ein relatives Rückschrauben der Staatsausgaben möglich ist, zeigt die Tatsache, daß die U.S.-amerikanischen Bundesausgaben von 1955–1965 von 17% bis auf 15% des Bruttosozialprodukts gesunken sind. (Vgl. Heller, W. W.: Das Zeitalter des Ökonomen, a.a.O., S. 85.)Google Scholar
  69. 82.
    S. hierzu die ausgezeichneten Aufsätze von Schmidt, K.: „Wachsende Staatsausgaben? Erfahrungen und Alternativen“, a.a.O., sowie „Entwicklungstendenzen der öffentlichen Ausgaben im demokratischen Gruppenstaat”, in: Finanzarchiv, NF. Bd. 25 (1966), S. 213 ff.Google Scholar
  70. 83.
    Dieses „Optimalbudget“ ist vergleichbar mit dem Budget der Allokationsabteilung in Musgraves multipler Theorie des öffentlichen Haushalts bei optimaler Höhe des Stabilisierungs-und Redistributionsbudgets (S. Musgrave, R. A.: Finanztheorie, a.a.O., S. 3–33). Ob und inwieweit ein solches Optimalbudget realisiert werden könnte, läßt sich nicht sagen. Schenkt man beispielsweise der Galbraith-These vom armen Staat und der reichen Gesellschaft („Gesellschaft im Überfluß“, München-Zürich 1959, insbes. S. 220 ff.) Glauben, wird man trotz des jetzt schon beachtlichen Staatsanteils mit einer erheblichen Ausdehnung der Staatstätigkeit zu rechnen haben. Auf das Problem des Verhältnisses zwischen der Funktionsfähigkeit einer marktwirtschaftlichen Ordnung und dem Umfang und der Struktur der öffentlichen Ausgaben wird hier nicht näher eingegangen; hierzu sei auf den fundierten Aufsatz von K. Schmidt (Zur ordnungspolitischen Problematik wachsender Staatsausgaben, in: Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF. Bd. 47, Berlin 1967, S. 126 ff.) sowie auf den Beitrag von H. Geyer (Kritische Anmerkungen zur Frage nach den Grenzen der staatlichen Aktivität in der Marktwirtschaft, ebenda S. 174 ff.) hingewiesen.Google Scholar
  71. 85.
    Als derartige Kriterien wurden angeführt: die gemeinsamen Anstalten und Einrichtungen (v. Hermann), die Unausscheidbarkeit (Sax), die Anwendung des gemeinwirtschaftlichen Prinzips (Wagner), die ursprünglichen Kollektivbedürfnisse (De Viti), der Umstand, daß alle daran partizipieren (Lindahl), die Notwendigkeit staatlicher Machtmittel (v. Wieser), die passive Konsumtion und die Unteilbarkeit (M. Cassel) und schließlich die gemeinsame Veranstaltung (Cohn), s. Schmidt, K.: Zur Geschichte der Lehre von den Kollektivbedürfnissen, in: Systeme und Methoden der Wirtschafts-und Sozialwissenschaften, Festschrift für E. v. Beckerath, Tübingen 1964, S. 335 ff.Google Scholar
  72. 86.
    Musgrave, R. A.: Finanztheorie a.a.O., S. 8 ff., Baumol, W. J.: Welfare Economics and the Theory of the State, 2. Aufl., London 1965, S. 20. Zum Begriff des öffentlichen Gutes vgl. auch Head, J. G.: Public Goods and Public Policy, in Public Finance, Bd. 17 (1962); ders.: The Theory of Public Coods, in Revista dei Diritto Finanziario e Scienza delle Finanze“, Juni 1968. Head, J. G., Shoup, C. S.: Public Goods, Private Goods and Ambigious Goods, in: The Economic Journal, Bd. LXX IX, Sept. 1968; Campa, G.: On the Pure Theory of Public Goods, in: Public Finance 1967, S. 401 ff.; ferner Buchanan, J. M.: The Demand and Supply of Public Goods, Chicago 1968; Wolfelsperger, A.: Les Biens Collectifs. Fondements théoriques de l’économie publique, Paris 1969. Neben dem gemeinsamen Angebot sieht Head auch noch das Vorhandensein „externer Effekte“ als charakteristisch für öffentliche Güter an. Dieser Ansicht ist aber schwerlich zu folgen, da auch private Güter externe Effekte nach sich ziehen können. Der Hauptzweck z. B. einer Schaufensterbeleuchtung liegt sicher darin, die Aufmerksamkeit auf die ausgestellten Waren zu ziehen; gleichzeitig dient aber dieselbe Schaufensterbeleuchtungzur Beleuchtung der Straße vor dem Geschäft und hat somit einen externen Effekt.Google Scholar
  73. 87.
    Musgrave, R. A.: Finanztheorie a.a.O., S. 10.Google Scholar
  74. 88.
    Im folgenden sollen der Einfachheit halber nur die spezifisch öffentlichen Bedürfnisse und Güter (social wants-goods) den privaten Bedürfnissen und Gütern (privat wants-goods) gegenübergestellt werden. Von der Diskussion der meritorischen Bedürfnisse (merit wants) und der korrespondierenden Güter soll abgesehen werden, da sie in viel geringerem Maße einer ökonomischen Analyse zugänglich sind (vgl. Musgrave, R. A.: Finanztheorie a.a.O., S. 73 f.). Im Gegensatz zu Musgrave (Finanztheorie a.a.O., S. 73), der der Ansicht ist, daß die merit wants schon umfangmäßig eine geringere Bedeutung hätten, sind wir der Ansicht, daß, würde man z. B. eine Skala vom „Bedürfnis nach äußerer Sicherheit“ (als extremes öffentliches Bedürfnis) auf der einen bis zum „Bedürfnis nach einen individuellen Haarschnitt“ (als extremes privates Bedürfnis) auf der anderen Seite aufstellen, gerade die als meritorisch bezeichneten Bedürfnisse den meisten Platz einnehmen würden. Im Gegensatz zu den „social wants“ ist bei den „merit wants“ grundsätzlich eine individuelle Befriedigung durch den Markt möglich; die Produktion der „merit goods“ (z. B. Müllabfuhr, Theater) ist nur deshalb in die öffentliche Sphäre verlagert worden, weil der Markt für diese Güter durch verschiedene Faktoren gelähmt wird und vor allem von hinreichend mächtigen Eliten ein höheres als durch den Markt zu erreichendes Versorgungsniveau gefordert wird. Vgl. hierzu Musgrave, R. A., a.a.O., S. 14 ff.; ders. Fiscal Systems, New Haven, London 1969, S. 11 ff.; s. auch Head, J. G.: On Merit Goods, in Finanzarchiv NF., Bd. 25, 1966, S. 1 ff., ders.: Merit Goods Revisited, ebenda Bd. 28, S. 214 ff.; McLure, Ch. E.: Merit Wants: A Normatively Empty Box, ebenda, Bd. 27, S. 474 ff.; Andel, M.: Zur Diskussion über Musgraves Begriff der „merit wants“, ebenda Bd. 28, S. 209 ff.Google Scholar
  75. 89.
    Samuelson, A. P,: Diagrammatic Exposition of a Theory of Public Expenditure, in: The Review of Economics and Statistics; Bd. 37 (1955), S. 350. Es fragt sich, ob hier nicht die Realität in eine unzureichende Definition gepreßt wurde.CrossRefGoogle Scholar
  76. 90.
    So z. B. v. Herrmann, F. B. W.: Staatswissenschaftliche Untersuchungen, 2. Aufl., München 1870; Menger, C: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre, 2. Aufl., Wien-Leipzig 1923.Google Scholar
  77. 91.
    Jecht, H.: Wesen und Formen der Finanzwirtschaft, Jena 1928, S. 62, ähnlich Ritschl, H.: Theorie der Staatswirtschaft und Besteuerung, Bonn und Leipzig 1925, S. 46.Google Scholar
  78. 93.
    Aus diesem Aspekt heraus ist der Ansicht Pahlkes („Bestimmungsgründe für öffentliche Leistungen“, in: Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF. Bd. 47, Berlin 1967, S. 124) zuzustimmen, der die Auffassung vertritt, daß es „Güter, die stets nur mit Hilfe staatlicher Aktivität produziert werden können, sozusagen „absolute Kollektivgüter“, nicht gibt.Google Scholar
  79. 94.
    Vgl. die Bedeutung des „ideologischen lags“ bei der Diskussion des Wagnerschen Gesetzes. (Timm, H.: Das Gesetz der wachsenden Staatsausgaben, a.a.O., s. o. S. 188 f.)Google Scholar
  80. 95.
    Musgrave, R. A.: Finanztheorie a.a.O., S. 6; ähnlich schon v. Beckerath, E.: Formen moderner Finanztheorie, in: Beiträge zur Finanzwissenschaft, Festgabe für G. v. Schanz, Bd. 1, Tübingen 1928, S. 2.Google Scholar
  81. 97.
    Häuser, K.: Über Ansätze zur Theorie der Staatsausgaben, in: Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF. Bd. 47, Berlin 1967, S. 45. Einen leicht verständlichen Überblick über verschiedene Ansätze zur Bestimmung des Ausgabenvolumens gibt W. Remy (Probleme rationaler Bestimmung der öffentlichen Ausgaben, Diss., Frankfurt 1965).Google Scholar
  82. 98.
    Schäffle, A.: Die Grundsätze der Steuerpolitik, Tübingen 1880, S. 17. Diesen Grundsatz formten später Pigou (A Study in Public Finance, a.a.O., S. 31) und Dalton (Principles of Public Finance, 9. Aufl., London 1936, Kap. 2) zu folgenden beiden Budgetprinzipien um: 1. Die öffentlichen Ausgaben dürfen nur bis zu dem Punkt ausgedehnt werden, an dem der durch die letzte Geldeinheit an Ausgaben gespendete Nutzen gleich ist dem Nutzenentgang der letzten durch die Steuer erfaßten Einheit. 2. Die Verteilung der Mittel im öffentlichen Sektor muß so erfolgen, daß ihr Grenzertrag in jeder Ausgabenkategorie gleich ist. — Ähnlich auch Roepke, W.: Finanzwissenschaft, Berlin-Wien 1929, S. 30. Eine graphische Bestimmung des Optimalbudgets unter diesen Bedingungen finden sich bei Musgrave, R. A.: Finanztheorie, a.a.O., S. 87.Google Scholar
  83. 101.
    Häuser, K.: Über Ansätze..., a.a.O., S. 53. Bei dieser Darstellung ist allerdings darauf hinzuweisen, daß der entscheidende Bereich (BK) der Kurve aus Punkten einer Transformationskurvenschar gebildet ist. Dies ergibt sich daraus, daß in K die Transformationsrate 0 geworden ist, d. h. Punkte unterhalb von K können nur zu Transformationskurven mit geringerer Kapazität gehören. Im einzelnen hierzu s. Mackscheidt, K.: Die Theorie des optimalen Budgets, erscheint demnächst.Google Scholar
  84. 102.
    Vgl. Arrow, K.: Social Choice and Individual Values, New York 1951, 2. Aufl. 1963; H. C. Recktenwald, (Ökonomisches Denken in der Staatswirtschaft, in: Der Volkswirt Nr. 48 (1969) S. 30 schreibt hierzu: „Trotz größter Anstrengung und scharfsinniger Analysen gelang es aber bisher nicht, eine erwünschte Wohlfahrtsfunktion als Ausdruck individueller und kollektiver Präferenzen zu formulieren, die dem Politiker als Maßstab dienen könnte“. S. auch Coleman, J. S.: The Possibility of a Social Welfare Function, in: American Economic Review (1966) S. 1105 ff.; Pank, R. E.; Miller, D. C.: Comments zu: The Possibility of a Social Welfare Function, ebenda, (1967) S. 130 ff.Google Scholar
  85. 103.
    Samuelson, P. A.: The Pure Theory of Public Expenditure, in: Review of Economics and Statistics, Bd. 36 (1954); ders.: Diagrammatic Exposition of a Theory of Public Expenditure Theory, ebenda, Bd. 37 (1955); ders.: Aspects of Public Expenditure Theory, ebenda Bd. 40 (1958).Google Scholar
  86. 104.
    Musgrave, R. A.: The Voluntary Exchange Theory of Public Economy, in: Quarterly Journal of Economics, Bd. 41, Februar 1939. In diesem Aufsatz verweist Musgrave im übrigen auch auf die auf diesem Gebiet entscheidenden Arbeiten von Sax, Wicksell, De Viti de Marco und Lindahl. Ders.: Finanztheorie, Kap. 3, insbes. S. 63 ff. Im Gegensatz zu Samuelson geht Musgrave von einer „bestehenden richtigen Verteilung der Einkommen“ aus.(S. Musgrave, R. A., Finanztheorie,a.a.O., S. 64.Google Scholar
  87. 105.
    Zur Ermittlung der Individualpräferenzen untersucht Musgrave mögliche Wahlverfahren, kommt aber zu dem Ergebnis, daß keines der bisher bekannten Verfahren in jedem Fall dazu in der Lage ist. Vgl. Musgrave, R. A.: Finanztheorie, a.a.O., S. 90 ff. und auch Arrow, K.: a.a.O.Google Scholar
  88. 106.
    Samuelson, P. A.: „Pure Theory of Public Expenditure and Taxation“, gekürzt abgedruckt unter dem deutschen Titel: Eine reine Theorie der Staatsausgaben und der Besteuerung, in: Finanztheorie (Hrsg. H. C. Recktenwald) Köln-Berlin 1969, S. 159.Google Scholar
  89. 107.
    Hedtkamp, G.: Bestimmungsründe für Umfang und Struktur der öffentlichen Ausgaben, in: Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF., Bd. 47, Berlin 1967, S. 87; ders.: Lehrbuch der Finanzwissenschaft, Neuwied und Berlin 1968, S. 366 f.; vgl. auch Häuser, K.: Über Ansätze..., a.a.O., S. 57.Google Scholar
  90. 108.
    Vgl. De Viti Marco, A.: Grundlagen der Finanzwirtschaft, a.a.O., Schumpeter, J.: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, a.a.O., Kap. 21 und insbesondere Kap. 22.Google Scholar
  91. 109.
    Harding, F. O.: Politisches Modell zur Wirtschaftstheorie, Freib. i. Br. 1959.Google Scholar
  92. 110.
    Downs, A.: An Economic Theory of Democracy, New York 1957, als deutsche Übersetzung erschienen unter dem Titel: Ökonomische Theorie der Demokratie, Tübingen 1968; ders.: An Economic Theory of Political Action in a Democracy, in: The Journal of Political Economy, Bd. 65 (1957) S. 135 ff.Google Scholar
  93. 111.
    Vgl. hierzu auch Buchanan, J. M.: Public Finance in a Democratic Process, Chapel Hill 1967.Google Scholar
  94. 112.
    Harding, a.a.O., S. 55, s. auch Downs, A., a.a.O., S. 25 ff.Google Scholar
  95. 113.
    Harding, a.a.O., S. 38; s. auch Downs, A., a.a.O., S. 26 f.Google Scholar
  96. 114.
    Harding, a.a.O., S. 78; s. auch Downs, A., a.a.O., S. 50 f.Google Scholar
  97. 117.
    Downs, A.: Ökonomische Theorie der Demokratie, a.a.O., S. 50.Google Scholar
  98. 118.
    Häuser, K.: Über Ansätze... a.a.O., S. 62. Interessante Ansätze einer Theorie des Staates in Analogie zur Theorie der Unternehmung sind zu finden bei Buchanan, J. M., Tullock, G.: The Calculus of Consent, Ann Arbor, 1962; Tullock, G.: The Politics of Bureaucracy, Washington, D. C., 1965; William, A.: The Fortsetzung Fußnote 118 Optimal Provision of Public Goods in a System of Local Government, in: Journal of Political Economy, Bd. 74 (1966); McKean, R. N.: The Unseen Hand in Government, in: American Economic Review, Bd. 55 (1965); Olson, M.: The Logic of Collective Action, Cambridge/Mass. 1965 (als deutsche Übersetzung, Logik des kollektiven Handelns, Tübingen 1968).Google Scholar
  99. 120.
    Vgl. Bank, H. P.: Sozialpolitik und Wahlpolitik, in: Berichte des Deutschen Industrieinstitutes zur Sozialpolitik Nr. 11/1968.Google Scholar
  100. 121.
    Knief, P.: Steuerfreibeträge als Instrumente der Finanzpolitik, Köln-Opladen 1968, S. 94.Google Scholar
  101. 122.
    Vgl. Downs, A.: Ökonomische Theorie, a.a.O., S. 21 ff. und Harding, F. O.: a.a.O., 2. Kapitel.Google Scholar
  102. 125.
    Schmölders, G.: Bespredung von Harding, F. O. Politisches Modell zur Wirtschaftstheorie, in: Schmollers Jahrbuch 1961, Heft 5, S. 110.Google Scholar
  103. 126.
    Schmidt, K.: Zur Geschichte und Lehre von den Kollektivbedürfnissen, a.a.O., S. 362.Google Scholar
  104. 127.
    Wilhelm Gerloff (Grundlegung der Finanzwissenschaft, a.a.O., S. 12 ff., und ders., Die Öffentliche Finanzwirtschaft, a.a.O., S. 115 ff.) erwähnt, „daß zum mindesten praktisch, d. h. in der literarischen Darstellung der finanzwissenschaftlichen Lehre, die Lehre von den öffentlichen Ausgaben stark in den Hintergrund gedrängt worden, ja vielfach ganz ausgefallen ist.“ Schon Justi erklärte: „Die Grundsätze und Regeln über den Aufwand und die Ausgaben des Staates sind im engeren Verstand kein Teil des Finanzwesens“; auch nach Malthus gehörte die „Verwendung des Staatseinkommens“ nicht in das Aufgabengebiet der Finanzwissenschaft. L. v. Stein rechnete die „Wissenschaft der Ausgaben“ in die „eigentliche Verwaltungslehre“. Gerloff selbst vertrat die Auffassung: „Die Lehre von den öffentlichen Bedürfnissen gehört nicht in die Finanzwissenschaft. Die öffentlichen Bedürfnisse sind Voraussetzung finanzwirtschaftlicher Tätigkeit. Die Finanzwissenschaft ist ausschließlich daran interessiert, in welcher Weise die ökonomischen Mittel gewonnen und ihrer Bestimmung zugeführt werden, um in öffentliche Dienste und Leistungen umgewandelt zu werden.“Google Scholar
  105. 128.
    „As in all problems of this sort, both sides of the budget must be considered. Unless this is done, a one-sided and distorted picture of the public economy is obtained.“ (Musgrave, R. A.: The Theory of Public Finance, a.a.O., S. 251); ebenso Due, J. F.: Government Finance, a.a.O.. S. 461 sowie Haller, H.: Finanzpolitik, a.a.O., S. 128 ff.Google Scholar
  106. 131.
    Der Begriff geht zurück auf den Aufsatz „La mésure de l’utilité des travaux publiques“ von Juvenal Dupuits aus dem Jahre 1844, in: Annales des Ponts et Fortsetzung Fußnote 131 Chaussées, Reihe 2, Bd. 8; Synonyma: cost effectiveness approach, goals analysis, system analysis, program appraisal, cost-utility analysis, Kosten-Nutzen Analyse. Näheres hierzu s. Friedlaender, A. F.: Kriterien für öffentliche Investitionen — Ein Übersichtsaufsatz — in: Finanztheorie (Hrsg. H. C. Recktenwald), Berlin-Köln 1969; McKean, R. N.: Efficiency in Government Through Systems Analysis, New York 1958; Dorfmann, R. (Hrsg.): Measuring Benefits of Government Investment, Washington D. C. 1965; Chase, S. B., jr. (Hrsg.): Problems in Public Expenditure Analysis, Washington 1968; Prest, A. R., Turvey, R.: Cost-Benefit Analysis, a Survey, in: The Economic Journal, Bd. 75 (1965), S. 683 ff.; Goldmann, T. A. (Hrsg.): Cost-Effectiveness Analysis, New Approaches in Decision-Making, New York-Washington-London 1967. Eine Bibliographie zum Problemkreis der Cost-Benefit-Analysis ist vom Bundesministerium der Finanzen (unter dem Zeichen II A 5 — A 0 403 — 25/69) im Herbst 1969 herausgegeben worden.Google Scholar
  107. 132.
    Senf, P.: Die Reform der öffentlichen Haushaltsgebarung zur Erhöhung der Transparenz, a.a.O., S. 158; s. auch Fisher, G. H.: The Role of Cost-Utility Analysis in Program Budgeting, in: Program Budgeting, a.a.O., S. 70.Google Scholar
  108. 133.
    Als andere Methoden kommen die Interne Zinsfuß-, die Anuitäten-und die Zeitzentrummethode in Betracht. Vgl. hierzu Schneider, E.: Wirtschaftlichkeitsrechnung, 7. Aufl., Tübingen-Zürich 1968.Google Scholar
  109. 134.
    Vgl. hierz den Versuch Recktenwalds, die Effizienz der Ausgaben für innere Sicherheit zu messen. (Effizienz und innere Sicherheit, in: Kyklos, 1967, S. 607 ff.); die Betrachtung des Baues einer Elbbrücke unter Cost-Benefit-Gesichtspunkten ist zu finden in: Möglichkeiten wirtschaftlicher Schwerpunktbildung in Schleswig-Holstein. Hrsg. Gesellschaft für regionale Strukturentwicklung e.V. Bonn 1968, S. 311 ff.Google Scholar
  110. 137.
    Hall, P.: Labors’ New Frontiers, London 1964, S. 173.Google Scholar
  111. 139.
    Vertreten beispielsweise durch Spitaler, A.: Besoldungswesen und Besoldungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland und in einigen anderen Ländern, in: Handbuch der Finanzwissenschaft, 2. Aufl., 2. Bd., a.a.O., S. 83 ff.Google Scholar
  112. 140.
    Müller, J. H.: Art. Dienst, öffentlicher III, Besoldung im öffentlichen Dienst, Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, Bd. 2, Stuttgart-Tübingen-Göttingen 1959, S. 604.Google Scholar
  113. 141.
    Beispielsweise J. L. Servais, der der Meinung ist, daß sich die „Definition Gehalt = Preis heute allgemein durchgesetzt“ hat. (Die Besoldung in der öffentlichen Finanzwirtschaft, in: Handbuch der Finanzwissenschaft, 2. Aufl., 2. Bd., a.a.O., S. 49.)Google Scholar
  114. 142.
    Müller, J. H.: Art. Dienst, öffentlicher, III, a.a.O., S. 604 f.Google Scholar
  115. 144.
    Spitaler, A.: Besoldungswesen und Besoldungspolitik..., a.a.O., S. 115.Google Scholar
  116. 146.
    E. Forsthoff (Der Staat als Auftraggeber, res publica, Bd. 12, Stuttgart 1963) zeigt, daß der Schutz vor dem privatrechtlichen Handeln des Staates nicht, wie allgemein angenommen wird, durch eine verstärkte Anwendung des öffentlichen Rechts und besonders der Grundrechte erreicht werden kann, sondern daß das Zivilrecht die Rechtssicherung des Staatsbürgers auch hier am besten gewährleistet; notwendig ist allerdings eine Korrektur des überkommenen Fiskusbegriffes, in dem Staat und Fiskus zwar die gleiche Person sind, der Fiskus privatrechtlich handelnd jedoch in einem anderen Rechtsgewand auftritt.Google Scholar
  117. 147.
    Einen kurzen Abriß der Entwicklung bis heute gibt O. Gandenberger (Die Ausschreibung, Heidelberg 1961, S. 22 ff.).Google Scholar
  118. 148.
    Holtz, W.: Art. Auftragsvergebung, öffentliche, in: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, Bd. 1, a.a.O., S. 434.Google Scholar
  119. 150.
    Die BPVO bildet das vorläufige Endglied einer Kette von Baupreisverordnungen, die mit den Bestimmungen der RPÖ (s. o.) ihren Anfang nahmen. Es folgten die VPÖ (s. o.) sowie die Verordnung über die Baupreisbildung vom 16. 6. 1939 (Baupreisverordnung 1939), die 1951 von der Verordnung PR Nr. 32/51 des Bundesministeriums für Wirtschaft über die Baupreisbildung für öffentliche und mit öffentlichen Mitteln fmanzierte Aufträge vom 11. 5. 1951 (Baupreisverordnung 1951) abgelöst wurde. Daneben gelten auch für Baupreise besondere Vorschriften über die Preisermittlung auf Selbstkostenbasis, die in den inzwischen mehrmals geänderten Leitsätzen für die Preisermittlung auf Grund der Selbstkosten bei Bauleistungen für öffentliche Auftraggeber vom 25. 5. 1940 (LSBÖ) zusammengefaßt sind. — Zur Entwicklung der Preisverordnung vgl. Diederich, H.: Der Kostenpreis bei öffentlichen Aufträgen, Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Mainz, Bd. 12, Heidelberg 1961, S. 14 ff.Google Scholar
  120. 151.
    Zu den Grundsätzen der VPöA siehe Altmann, C. H.: Das öffentliche Auftragswesen, Stuttgart 1960, S. 15 ff.Google Scholar
  121. 152.
    Altmann, C. H.: Das öffentlidie Auftragswesen, a.a.O., S. 39 ff.Google Scholar
  122. 156.
    Gandenberger, O.: Die Ausschreibung, a.a.O.Google Scholar
  123. 157.
    Ders.: Die Ausschreibung, a.a.O. ebenda, S. 42.Google Scholar
  124. 158.
    Vgl. hierzu und zu dem Verfahren der offenen Liste im einzelnen Dülz, S.: Staatliche Einkaufsmethoden in den Vereinigten Staaten von Amerika, als Manuskript vervielfältigt vom Forsdiungsinstitut für Wirtschaftspolitik an der Universität Mainz, 1958, S. 37 ff.; Gandenberger, O.: Die Ausschreibung, a.a.O., S. 42 ff.Google Scholar
  125. 160.
    Zu den Einzelheiten einer derartigen getrennten Vergabe siehe: Gutowski, A.: Konstruktions-und Entwicklungsaufträge, Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Mainz, Bd. 11, Heidelberg 1960.Google Scholar
  126. 161.
    Gandenberger (Die Ausschreibung, a.a.O., S. 45) erwähnt als eine Art „offene Vergabe“, bei der zwar der Lieferantenkreis offen ist, die Preisbildung jedoch freihändig erfolgt, den Annoncenkauf. Diese in der Privatwirtschaft verbreitete Form des Kaufes durch Zeitungsannonce ist in den USA und in einigen Entwicklungsländern auch als Verfahren des öffentlichen Einkaufs gebräuchlich.Google Scholar
  127. 162.
    Vgl. hierzu: Unvorhergesehene Milliarden, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. 7. 1963; Der Verteidigungsbau wird wieder gebremst, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17.7. 1963; John, A.: Verteidigungsbau ist nicht tabu, Handelsblatt vom 18.7.1963; Aussdireibungen nicht unbillig beschnitten, Handelsblatt vom 22. 7. 1963.Google Scholar
  128. 163.
    Welter, E.: Der Staat als Kunde, Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Mainz, Bd. 10, Heidelberg 1960, S. 188.Google Scholar
  129. 164.
    Welter, E.: Der Staat als Kunde, a.a.O., S. 245.Google Scholar
  130. 165.
    Diederich, H.: Der Kostenpreis bei öffentlichen Aufträgen, a.a.O., S. 213. Grundsätzlich hat der Auftraggeber das Recht, vom Auftragnehmer zu verlangen, das Zustandekommen des Preises von der für die Preisbildung und Preisüberwachung zuständigen Behörden prüfen zu lassen. (§ 9 VPöA und § 18 BPVO.) Über die Zulässigkeit sowie über das Ausmaß dieser Preisprüfung herrscht jedoch in Rechtsprechung und Rechtsauffassung keine einhellige Meinung. Vgl. Altmann, C. H.: Das öffentliche Auftragswesen, a.a.O., S. 53 ff., und ders.: Das Preisprüfrecht (Feststellungsrecht) des öffentlichen Auftraggebers, Meisenheim am Glan 1960.Google Scholar
  131. 166.
    Fricke, W.: Zentralisierung und Dezentralisierung des öffentlichen Einkaufs, Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Mainz, Bd. 13, Heidelberg 1961, S. 111.Google Scholar
  132. 167.
    Bundesanzeiger Nr. 68 vom 7. 4. 1954.Google Scholar
  133. 169.
    Vialon, F. K.: Besteht in der öffentlichen Ausgabenwirtschaft ein natürliches Interesse an Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit? Wie kann es gefördert werden?, in: Welche Erfahrungen der Betriebswirtschaft können Staat und Kommunen für die wirtschaftliche Gestaltung ihrer Verwaltung und ihrer Ausgaben übernehmen, a.a.O., S. 17 ff.Google Scholar
  134. 170.
    Vgl. § 38. Ein Versuch, mit Hilfe des aus der Steuerüberwälzungslehre bekannten Instrumentariums der Preistheorie mikroökonomische Subventionswirkungen zu analysieren, ist bei U. Berthold zu finden (Zur Theorie der Subventionen, Berlin-Zürich 1967, S. 43 ff.); s. auch Zeitel, G.: Über einige Kriterien zur Beurteilung staatlicher Subventionen, in: Finanzarchiv NF., Bd. 27 (1968), S. 188 ff.Google Scholar
  135. 172.
    Laum, B.: Schenkende Wirtschaft, Nichtmarktmäßiger Güterverkehr und seine soziale Funktion, Frankfurt am Main 1960. Auf die Tatsache, daß mit einem Hinüberwechseln von der Tausch-zur Geschenkwirtschaft Machtverlagerungen einhergehen, weist besonders bin: Kirsch, G.: Machtverteilung im Unternehmen, Köln 1967, S. 156 ff.Google Scholar
  136. 173.
    Hansmeyer, K. H.: Finanzielle Staatshilfen für die Landwirtschaft, a.a.O., S. 22 ff.Google Scholar
  137. 175.
    Weisser, G.: Art. Soziale Sicherheit, in: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, Bd. 9, Stuttgart-Tübingen-Göttingen 1956, S. 396 ff.Google Scholar
  138. 176.
    Quelle: Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland, 1969, S. 372, 382, 394, 397.Google Scholar
  139. 179.
    Wessels, Th.: Art. Subventionen, in: Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, 3. Aufl., Bd. 3, Stuttgart 1960, Sp. 5321.Google Scholar
  140. 180.
    Zachau-Mengers, G.: Subventionen als Mittel moderner Wirtschaftspolitik, Berlin 1930, S. 4.Google Scholar
  141. 181.
    Boehme, H.: Preissubventionen, Ein Beitrag zur Theorie der Ausgabeninzidenz, Finanzwissenschaftlidie Forschungsarbeiten, NF. H. 20, Berlin 1959, S. 19.Google Scholar
  142. 182.
    „1. Zahlungstechnisch-formal kann sie besagen, daß Zuwendungen entweder unmittelbar aus öffentlichen Kassen oder unter Zwischenschaltung einer mit der Auszahlung beauftragten Anstalt getätigt werden. 2. In materieller Hinsicht können unter direkten Subventionen konkrete Geldhingaben und unter indirekten Subventionen gewisse Bevorzugungen und Realförderungen verstanden werden, die dem Empfänger einen finanziellen Vorteil zu Lasten der öffentlichen Hand verschaffen (z. B. Kreditgarantien und Zinsübernahmen, Zollverzicht und Exporterleichterung, Steuernachlaß und-stundung, Tarifermäßigung und Überzahlung öffentlicher Aufträge, staatliche Beteiligung durch Aktienübernahme, Belastung unerwünschter Konkurrenz, staatliche Maßnahmen zur Preisstabilisierung, soweit sie eine Ausgabe für den Staat bedeuten). 3. Schließlich wird ein funktionales Kriterium benutzt, wenn direkten Subventionen mit absolut gesichertem oder realisiertem Produktivitätseffekt Zuwendungen ohne solche Absicht oder zwingende Folge (Renten, Unterstützungen, Erleichterungen, Ermäßigungen) als indirekte Subventionen gegenübergestellt werden.“ (Meinhold, W.: Art. Subventionen, in: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, Bd. 10, a.a.O., S. 239.)Google Scholar
  143. 183.
    Hansmeyer, K. H.: Subventionen als wirtschaftspolitisches Instrument, in: Subventionen in der Bundesrepublik Deutschland, hrsg. von K. H. Hansmeyer, Finanzwissenschaftliche Forschungsarbeiten, NF. H. 25, Berlin 1963, S. 11.Google Scholar
  144. 184.
    Freudenberg, H. E.: Die Subventionen als Kreislaufproblem in Marktwirtschaft und Staatswirtschaft, Tübingen 1934, S. 22 ff.; Masoin, M.: Die öffentlichen Ausgaben, in: Handbuch der Finanzwissenschaft, 2. Aufl., 2. Bd., a.a.O., S. 26; Wessels, Th.: Art. Subventionen, a.a.O., Sp. 5324 ff.Google Scholar
  145. 185.
    Wessels, Th.: Art. Subventionen, a.a.O., Sp. 5325.Google Scholar
  146. 186.
    Wessels, Th.: Art. Subventionen, a.a.O., Sp. 5326.Google Scholar
  147. 188.
    Röpke, W.: Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart, Erlenbach und Zürich 1942, S. 252 ff.Google Scholar
  148. 189.
    Vgl. Vorbemerkungen zum Bundeshaushaltsplan 1959, S. 152 ff.Google Scholar
  149. 190.
    Küng, E.: Art. Interventionismus, in: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, Bd. 5, a.a.O., S. 326. K. C. Thalheim (Zum Problem der Einheitlichkeit der Wirtschaftspolitik, in: Beiträge zur Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsordnung, Berlin 1965, S. 23 f.) schreibt: „Eine Unterscheidung in marktkonforme und marktinkonforme Maßnahmen ist im übrigen nur dann sinnvoll, wenn auf alien Teilmärkten vollständige Konkurrenz herrscht oder sie sich zumindest im Gleichgewicht befinden.“Google Scholar
  150. 191.
    So die Vorbemerkungen zum Bundeshaushaltsplan 1959, S. 152.Google Scholar
  151. 192.
    Hansmeyer, K. H.: Subventionen als wirtschaftspolitisches Instrument, a.a.O., S. 12.Google Scholar
  152. 193.
    Zu den verschiedenen Definitionen und Typologien siehe auch: Meinhold, W.: Art. Subventionen, a.a.O., sowie Boehme, H.: Preissubventionen, a.a.O., S. 18 ff.Google Scholar
  153. 194.
    Freudenberg, H. E.: Die Subventionen als Kreislaufproblem in Marktwirtschaft und Staatswirtschaft, a.a.O., S. 32.Google Scholar
  154. 195.
    Schindler, D.: Die Bundessubventionen als Rechtsproblem, 1952, S. 219, zit. nach Ipsen, H. P.: Öffentliche Subventionierung Privater, Berlin-Köln 1956, S. 56.Google Scholar
  155. 196.
    Ipsen, H. P.: Öffentliche Subventionierung Privater, a.a.O., S. 56.Google Scholar
  156. 197.
    Meinhold, W.: Art. Subventionen, a.a.O., S. 238.Google Scholar
  157. 198.
    Schmölders, G.: Allgemeine Steuerlehre, a.a.O., S. 103 ff.; vgl. auch § 37.Google Scholar
  158. 199.
    Hansmeyer, K. H.: Finanzielle Staatshilfen für die Landwirtschaft, a.a.O., S. 22 ff.; ders.: Subventionen als wirtschaftspolitisches Instrument, a.a.O., S. 9 ff.Google Scholar
  159. 200.
    Ders.: Subventionen als wirtschaftspolitisches Instrument, a.a.O., S. 14.Google Scholar
  160. 202.
    Strickrodt, G.: Das Subventionsthema in der Steuerpolitik unter besonderer Berücksichtigung der Stellung der Landwirtschaft, Berlin 1960, S. 74.Google Scholar
  161. 203.
    Ders.: ebenda, S. 76.Google Scholar
  162. 204.
    Ipsen, H. P.: Öffentliche Subventionierung Privater, a.a.O., S. 18.Google Scholar
  163. 205.
    Ders.: Öffentliche Subventionierung Privater, a.a.O. ebenda, S. 17.Google Scholar
  164. 206.
    Küng, E.: Art. Interventionismus, a.a.O., S. 321 f.Google Scholar
  165. 208.
    Jones, J.: 66 Billion Dollars, A Biography of the Reconstruction Finance Corporation, New York 1950.Google Scholar
  166. 209.
    Hansmeyer, K. H.: Subventionen als wirtschaftspolitisches Instrument, a.a.O., S. 29.Google Scholar
  167. 210.
    Schmölders, G.: Subventionsmentalität und Marktwirtschaft, Vortrag vor der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft in Bad Godesberg am 25. Juni 1962, Tagungsprotokoll Nr. 18: Soll der Staat Geschenke verteilen?, Ludwigsburg 1962, S. 26 ff.Google Scholar
  168. 211.
    Ein Beispiel für diese Subventionsmentalität war vor einigen Jahren in der Presse zu lesen: „Ein Grundstückseigentümer aus der Umgebung von Rosenheim am Inn, dessen Besitz seit dem Bau einer neuen Innstaustufe nicht mehr durch Hochwasser gefährdet ist, forderte von der Regierungsbehörde für Oberbayern eine ‚angemessene Entschädigung‘, weil er fortan nicht mehr mit staatlichem Hochwasserschaden-Ersatz rechnen könne“ (Der Spiegel, 11. Jg., Nr. 44, 30. Oktober 1957, S. 66).Google Scholar
  169. 212.
    Schmölders, G.: Finanz-und Steuerpsychologie, a.a.O., S. 34 ff. u. S. 65 ff.Google Scholar
  170. 213.
    Zu den praktischen Möglichkeiten siehe Hansmeyer, K. H.: Subventionen als wirtsdiaftspolitisches Instrument, a.a.O., S. 24 ff.Google Scholar
  171. 214.
    Willeke, F. U.: Art. Kredit, öffentlicher I, in: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, 6. Bd., Stuttgart-Tübingen-Göttingen 1959, S. 324 ff.; Landmann, J.: Geschichte des öffentlichen Kredits, in: Handbuch der Finanzwissenschaft, 2. Aufl., 3. Bd., a.a.O., S. 1 ff.Google Scholar
  172. 215.
    So Hansmeyer, K. H.: Der öffentliche Kredit, 1. Aufl, Frankfurt 1965.Google Scholar
  173. 216.
    Zur Problematik von Kriegskrediten siehe Nöll von der Nahmer, R.: Art. Kredit, öffentlicher II, in: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, 6. Bd. a.a.O., S. 341.Google Scholar
  174. 217.
    Im März 1969 betrug das Guthaben der BRD aus derartigen Stützungskrediten rd. 7,5 Mrd. DM. Vgl. Geschäftsbericht der Deutschen Bundesbank, 1968, S. 48.Google Scholar
  175. 218.
    Wysodd, K. v.: Öffentliche Finanzierungshilfen, Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen, Nr. 946, Köln-Opladen 1961, S. 221.Google Scholar
  176. 219.
    So z. B. Vialon, F. K.: Haushaltsrecht, a.a.O., S. 240.Google Scholar
  177. 220.
    Quellmalz, J.: Die Kreditgewährung durch parafiskalische Gebilde, dargestellt an den Krediten der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, Dissertation Köln 1962; vgl. auch § 29.Google Scholar
  178. 221.
    Siehe hierzu Wysocki, K. v.: Öffentliche Finanzierungshilfen, a.a.O., S. 17 ff.Google Scholar
  179. 224.
    Lichey, W.: Die Systeme der Exportrisikogarantie in Deutschland, Großbritannien, Belgien, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Schweden, Schriften des Hamburgischen Weltwirtschaftsarchivs, o. J., zit. nach Wysocki, K. v.: Öffentliche Finanzierungshilfen, a.a.O., S. 141.Google Scholar
  180. 225.
    Wysocki, K. v.: Öffentliche Finanzierungshilfen, a.a.O., S. 271 ff.Google Scholar
  181. 226.
    Vialon, F. K.: Haushaltsrecht, a.a.O., S. 681.Google Scholar
  182. 227.
    Die Zuordnung der Investitionen ist in den Sozialproduktrechnungen, in den fiskalischen Haushaltsrechnungen und in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung nicht immer einheitlich. Vgl.: Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden für Investitionen in den Jahren 1950–1963, in: Wirtschaft und Statistik, Textteil, Heft 8, 1963, S. 455.Google Scholar
  183. 228.
    Vgl. hierzu Duhmer, W.: Das öffentliche Vermögen, Schriftenreihe des Instituts Finanzen und Steuern, Nr. 35, Bonn o. J., S. 11 ff.Google Scholar
  184. 229.
    Siehe hierzu: Finanzbericht 1964, S. 295 ff.Google Scholar
  185. 231.
    Bundeshaushaltsplan 1968, S. 317 ff.Google Scholar
  186. 232.
    S. Gleitze, B.: Sozialkapital und Sozialfonds als Mittel der Vermögenspolitik. WWI-Studien Nr. 1, Köln 1968, S. 4.Google Scholar
  187. 233.
  188. 234.
    Ders.: Sozialkapital... a.a.O., S. 6 s. auch De la Chevallerie, O.: Die Verteilung des Vermögenszuwachses in der Bundesrepublik seit 1950, Sonderheft Nr. 80 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Berlin 1968, S. 27.Google Scholar
  189. 235.
    Püttner, G.: Die öffentlichen Unternehmen, Bad Homburg-Berlin-Zürich 1969, S. 77.Google Scholar
  190. 236.
    So Breidbach, H. J.: a.a.O., S. 111.Google Scholar
  191. 237.
    Finanzbericht 1962, S. 99.Google Scholar
  192. 238.
    Zur Diskussion um das Für und Wider öffentlicher Unternehmungen vgl. u.a.: Keller, Th.: Die Eigenwirtschaft öffentlicher Gemeinwesen, in: Handbuch der Finanzwissenschaft, 2. Aufl., 2. Bd., a.a.O., S. 182 ff.; Hamm, W.: Kollektiveigentum, Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Mainz, Bd. 9, Heidelberg 1961, S. 19 ff. u. S. 174 ff.; Duhmer, W.: Das öffentliche Vermögen, a.a.O., S. 94 ff.; Breidbach, H. J.: Privatisierung, a.a.O., S. 49 ff. u. S. 56 ff.; Albers, W.: Art. Erwerbseinkünfte, öffentliche, in: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, 3. Bd., a.a.O., S. 340 f.; Rolph, E. R. und Break, G. F.: Public Finance, a.a.O., S. 355 ff.; Hinterhuber, H.: Der Staat als Unternehmer, in: Weltwirtschaftliches Archiv, Bd. 103 (1969) S. 58 ff. Das in diesem Zusammenhang interessierende Problem des Auseinanderfallens von juridischen Eigentumstitel und faktischer Verfügungsmacht wird hier nicht eigens behandelt; s. hierzu: Kirsch, G.: Manager — Herrscher ohne Auftrag? Die Legitimationsgrundlagen der Managerherrschaft —, Köln 1969.Google Scholar
  193. 239.
    Keller, Th.: Die Eigenwirtschaft öffentlicher Gemeinwesen a.a.O., S. 185.Google Scholar
  194. 240.
    Hamm, W.: Kollektiveigentum, a.a.O., S. 258.Google Scholar
  195. 241.
    Strickrodt, G.: Die gewerblichen Staatsunternehmen in ihrer verfassungsrechtlichen und unternehmenswirtschaftlichen Bedeutung, Tübingen 1954, S. 21.Google Scholar
  196. 243.
    Strickrodt, G.: a.a.O., S. 24.Google Scholar
  197. 244.
    Pougin, E.: Der Fiskus als Unternehmer, Reprivatisierung in den USA, Finanzwissenschaftliche Forschungsarbeiten, Köln 1953, als Manuskript vervielfältigt.Google Scholar
  198. 245.
    Vgl. Schmölders, G.: Geldpolitik, a.a.O., S. 120 f.Google Scholar
  199. 246.
    Vgl. Duhmer, W.: Das öffentliche Vermögen, a.a.O., S. 39 ff.; Hamm, W.: Kollektiveigentum, a.a.O., S. 38 ff.Google Scholar
  200. 250.
    Die Effizienz einer Redistributionspolitik kann aus der Differenz (D) der Geraden (gg), die eine völlig egalitäre Einkommensverteilung widerspiegelt, und der Lorenzkurve (ee) vor und nach den jeweiligen Maißnahmen abgelesen werden. Die Werte für 1950 nach Krelle, W.: Verteilungstheorie, Tübingen 1962, S. 276 f., die für 1960 Krupp, W.: Personelle und funktionelle Einkornmensverteilung, in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 180 (1967) S. 1 ff.; Breidenstein: Das Eigentum und seine Verteilung, Stuttgart-Berlin 1968, S. 114 ff.Google Scholar
  201. 251.
    Hansmeyer, K. H.: Effekte der Einkommensumverteilung in der sozialen Krankenversicherung, in: Schreiber, W. (Hrsg.): Gesetzliche Krankenversicherung in einer freiheitlichen Gesellschaft, Berlin 1963, S. 105 ff.Google Scholar
  202. 252.
    Moore, M.: Neue Gedanken zur progressiven Besteuerung, in: Public Finance (1968) S. 276, begründet das Recht der Gesellschaft, die Markteinkommen umzuverteilen, wie folgt: „Das Naturrecht kennt keine Regel, nach der jemand Anspruch auf das Einkommen erheben könnte, das das Preissystem ihm zuteilt. Jedes Recht auf Eigentum und damit auch das Recht, Einkommen zu beziehen, ist von der Gesellschaft geschaffen worden. Folglich ist auch der einzige Anspruch auf Einkommen, der erhoben werden kann, derjenige, der von der Gesellschaft geschaffen worden ist. Das Preissystem und die freie Wirtschaft können keinen Anspruch vergeben; sie sind einfach Mittel zur Output-Maximierung bei gegebenem Input. Damit wird die Einkommensverteilung unweigerlich zu einem Problem der angewandten Ethik.“Google Scholar
  203. 253.
    Die hohe vom Staat induzierte Selbstfinanzierungsrate in den 50er Jahren hatte sicherlich die Wirkung, wenn nicht sogar von Anfang an den Sinn, den Unternehmern eine höhere Quote ihres Gewinns als Einkommen zu belassen. Daß dies nichts anderes war als eine negative Redistribution, ist keineswegs den Gesetzesbegründungen, sondern höchstens der späteren Wirkungsanalyse zu entnehmen. (Schmölders, G. und Rittershausen, H.: Moderne Investitionsfinanzierung, Essen 1959, S. 47.)Google Scholar
  204. 254.
    Wessels, Th.: Art. Wohlfahrtsökonomik, in: Staatslexikon, Bd. 8, Freiburg 1963, Sp. 886 ff.Google Scholar
  205. 255.
    S. Schmidt, K.: Das Leistungsfähigkeitsprinzip und die Theorie vom proportionalen Opfer, in: Finanzarchiv, NF., Bd. 26 (1967) S. 385 ff. Entfallen würde dieses Argument aber in dem Augenblick, in dem sich eine reale Theorie des Geldes, eine Theorie, die Geld als ein Gut unter Gütern ansieht (z. B. Veit, O.: Reale Theorie des Geldes, Tübingen 1966; Patinkin, D.: Money, Interest and Prices, 2. Aufl., New York 1965) als nicht falsifizierbar erweisen würde.Google Scholar
  206. 256.
    Vgl. Johnson, H. G.: The Macro-Economics of Income Redistribution and Social Policy, hrsg. von A. T. Peacock, London 1954, S. 38 f.Google Scholar
  207. 257.
    In Anlehnung an das Paretokriterium leitet E. R. Rolph (Umstrittene negative Einkommensteuer, in: Finanzpolitik (Hrsg. H. C. Recktenwald) Köln-Berlin 1969, S. 399) folgende Umverteilungsregel ab: „Umverteilung ist solange zu bejahen, wie die Produktivität bestimmter Bevölkerungsgruppen gesteigert werden kann, ohne daß die Produktivität anderer darunter leidet.“Google Scholar
  208. 258.
    Dies hat bereits G. Colm erkannt, da seiner Ansieht nach „der Pauperismus eine Gefährdung des marktwirtschaftlichen Ablaufs darstellt“. (Volkswirtschaftliche Theorie der Staatsausgaben, a.a.O., S. 41.)Google Scholar
  209. 259.
    „Die Zurverfügungstellung des Gutes ‚Umverteilung ‘nehmen im allgemeinen Politiker für sich in Anspruch, wenn sie Gesetze zur Neuordnung der Kassen in ihre politischen Programme aufnehmen. Sie versprechen sich dabei einen Nettozuwachs an Stimmen, da die Zahl derjenigen, die sich durch die soziale Einrichtung der Umverteilung begünstigt glauben, größer ist als die Zahl derjenigen, die sich durch die Umverteilung benachteiligt fühlen.“ (Herder-Dorneich, Ph.: Ansatzpunkte zu einer Sozialpolitiklehre der gesetzlichen Krankenversicherung, in: Schreiber, W. (Hrsg.): Gesetzliche Krankenversicherung in einer freiheitlichen Gesellschaft, a.a.O., S. 146).Google Scholar
  210. 260.
    Einen etwas gekünstelten Versuch der Quantifizierung des Maßes der Umverteilung unternimmt E. R. Rolph (Umstrittene negative Einkommensteuer, a.a.O., S. 340 ff.).Google Scholar
  211. 261.
    Laum, B.: Schenkende Wirtschaft, a.a.O., S. 23 ff.Google Scholar
  212. 262.
    Musgrave, R. A.: Finanztheorie, a.a.O., S. 163.Google Scholar
  213. 263.
    Diese Vorgehensweise entspricht im übrigen auch dem Musgraveschen Konzept der „differentialen Inzidenz“, den Einkommensveränderungen aufgrund des Austausches einer Ausgaben-(Einnahmen-)kategorie durch eine andere bei Konstanz des Umfanges der Gesamtausgaben (-einnahmen) (s. Musgrave, R. A.: Finanztheorie, a.a.O., S. 159 f.). Theoretisch exakter wäre natürlich das ebenfalls von Musgrave (Finanztheorie, a.a.O., S. 162 f.) entwickelte Konzept der „balanced-budget-incidence“, also der Verteilungswirkungen des gesamten ausgeglichenen Budgets, da nur auf die Weise der verteilungspolitische „Nettoeffekt“ der staatlichen Aktivität durch Saldierung der Verteilungswirkungen von Einnahmeerhebung und Mittelverwendung festgestellt werden kann. Aus didaktischen Gründen der Übersiditlichkeit halten wir uns aber an die oben beschriebene einfachere Vorgehensweise. Einen interessanten Versuch der Ermittlung der Budgetinzidenz für die USA unternimmt W. J. Gillespie (Effects of Public Expenditure on the Distribution of Income, in: Essays in Fiscal Federalism (Hrsg. R. A. Musgrave), The Brooking Institution, Washington D. C. 1965. Die deutsche Übersetzung dieses Aufsatzes in: Finanzpolitik (Hrsg. H. C. Recktenwald) ist übermäßig stark gekürzt. S. auch Csikos-Nagy, B.: Das Budget und die interpersonelle Einkommensverteilung, in: Public Finance, 1968, S. 64 ff.; Prest, A. R.: The Budget and Interpersonal Distribution, ebenda S. 80 ff., sowie mehrere andere Beiträge ebenda.Google Scholar
  214. 264.
    „Die Sozialpolitik ist eine Politik der Einkommensverteilung geworden, ungeachtet mancher Ansätze und Bestrebungen, aus ihr eine Gesellschaftspolitik zu machen.“ (Liefmann-Keil, E.: Ökonomische Theorie der Sozialpolitik, Berlin-Göttingen-Heidelberg 1961, S. 1.)Google Scholar
  215. 265.
    Zimmermann, H.: Die Inzidenz der öffentlichen Leistungen, Einführungsvorlesung, Köln, Sommersemester 1969.Google Scholar
  216. 267.
    Die Einkommensentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1968/69 legt diesen Zielkonflikt zwischen Redistributions-und Vollbeschäftigungspolitik offen zutage; während die Gewinne um 30% stiegen, erhöhten sich die Einkommen aus unselbständiger Arbeit nur um 17% (s. Sachverständigengutachten zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 1969/70, Ziff. 80 ff.).Google Scholar
  217. 270.
    Vgl. Pechtold, L.: Zum Wohle der Verbraudier, Die Konsumbrotsubventionierung, in: Subventionen in der Bundesrepublik Deutschland, a.a.O., S. 33 ff.Google Scholar
  218. 271.
    Einen Versuch, diese Problematik analog zur Steuerüberwälzungslehre mit Hilfe des Instrumentariums der Preistheorie zu bewältigen, macht Berthold, U.: Zur Theorie der Subventionen, a.a.O., insbes. S. 43 ff.Google Scholar
  219. 272.
    Zur Terminologie der Ausgabenwirkungslehre s. Schmölders, G.: Die Wirkungen öffentlicher Ausgaben auf Struktur und Konjunktur der Volkswirtschaft, in: Travaux de l’Institut International de Finances Publiques, Jg. 1956.Google Scholar
  220. 273.
    Vgl. Rolph, E. R.: The Theory of Fiscal Economics, a.a.O., S. 67 u. S. 142 ff.; ders.: Umstrittene negative Einkommensteuer, a.a.O., S. 335 ff. Bei dem Konzept der negativen Einkommensteuer wird versucht, den Tarif gemäß der fehlcnden steuerlichen Leistungsfähigkeit in den nichtsteuerpflichtigen Einkommensbereich hinein zu verlängern, allerdings nicht um dort eine Steuerschuld, sondern um die Höhe einer Sozialleistung zu bestimmen. Mit G. Polany („Negative Income Tax“, Diskussionsbeitrag auf der Aviemore-Konferenz der Mont Pelerin Society, September 1968) lassen sich zwei Varianten dieses Konzeptes unterscheiden, die reinen „negative-tax rate“ Pläne und die „social dividend“ Vorschläge. Bei dem Konzept der „reinen“ negativen Einkommensteuer läßt sich dieser Zusammenhang wie folgt ausdrücken, wobei +St die Steuerschuld, −St den Zuschuß, E das persönliche Einkommen, s den Steuersatz und K das garantierte Mindesteinkommen darstellen: ±St = (E − Ks. Zur Berechnung von ±St wird die Differenz zwischen dem persönlichen Einkommen und dem Mindesteinkommen mit dem Steuersatz multipliziert, der, will man eine Progression einbauen, eine entsprechende Variable von E ist. Beträgt der Steuersatz beispielsweise 50%, so würde, wenn E < K ist, diese Lücke zwischen dem tatsächlichen Einkommen und dem „poverty-line-minimum“ zur Hälfte aufgefüllt. Etwas anders verhält es sich mit den „social dividend“-Plänen, bei denen der Staat an jeden Bürger einen konstanten Zuschuß (Z) zahlt, der mit der Steuerschuld verrechnet wird. Die zu zahlende Steuer bzw. der Zuschuß eines Haushaltes mit n Mitgliedern berechnet sich dabei wie folgt: ±St = E·s−Z·n. Das Einkommen von K, bei dem sich Steuerschuld und Zuschuß aufheben, bestimmt sich dann aus obiger Formel (bei St=0) als K = Zn/s. In bestimmten Fällen ist es bei den „social dividend“-Plänen möglich, daß das verfügbare Familieneinkommen über das Existenzminimum hinaus steigt. Ein ähnliches Transferzahlungssystem, das jedem Haushalt ein Minimumeinkommen von 3000 US Dollar garantiert, wird derzeit in den USA diskutiert. Verwandte Ansätze finden sich aber auch bei der „negativen Lohnsteuer“ im Rahmen der Berlin-Hilfe und bei der Sozialhilfe laut Bundessozialhilfegesetz in der Bundesrepublik Deutschland. — Zum Problem der negativen Einkommensteuer, das im übrigen bereits Cournot im Jahre 1838 (s. Untersuchungen über die mathematischen Grundlagen der Theorie des Reichtums, Jena 1924, S. 59) kannte, s.: Green, C. (Hrsg.): Negative Taxes and the Poverty Problem, The Brooking Institution, Washington, D. C. 1968; Tobin, J., Pechman, J. A., Mieskowski, P. M.: Is a Negative Income Tax Practical?, in: The Brooking Institution, Washington, D. C. 1967; Friedman, M.: Capitalism and Freedom, Chicago 1962: Tobin, J.: Improving the Economic Status of the Negros, in: Daedalus, Bd. 94 (1965), S. 878 ff., Diamond, A.: Negative Taxes and the Poverty Problem, A Review Article, in: National Tax Journal (Sept. 1968), S. 288–300; Hansmeyer, K. H.: Zur Problematik einer negativen Einkommensteuer, in: Die Aussprache, Heft 10, 1969, S. 325 ff.; Schmidt, K.: Steuerpolitik im Umbruch, in: Finanz-und Geldpolitik im Umbruch (Hrsg. H. Haller, H. C. Recktenwald) Mainz 1969, S. 177 ff.Google Scholar
  221. 274.
    Schreiber, W.: Die gesetzliche Krankenversicherung vor dem Röntgenschirm, in: Arbeit und Sozialpolitik 1961 und Hansmeyer, K.-H.: Effekte der Einkommensumverteilung in der sozialen Krankenversicherung, a.a.O., S. 105 ff.Google Scholar
  222. 275.
    Galbraith, K. E.: Gesellschaft im Überfluß, München-Zürich 1959, S. 315 ff.Google Scholar
  223. 276.
    H. Haller rechnet die öffentlichen Dienste, die jedermann kostenlos zur Verfügung stehen, „nicht zu den eigentlichen Redistributionsleistungen, obwohl sie z. T. ausgesprochen redistributiv wirken“. (Finanzpolitik, a.a.O., S. 231)Google Scholar
  224. 277.
    Buchanan, J. M.: The Public Finances, a.a.O., S. 157.Google Scholar
  225. 280.
    Nur knapp 6% der deutschen Studenten stammen aus Arbeiterhaushalten, obwohl 47,3% der Erwerbsbevölkerung Arbeiter sind (Stat. Bundesamt, Fachserie A, Reihe 10 „Bildungswesen“, 1968, S. 38; Stat. Jahrbuch der BRD 1969, S. 124). Wäre ein derartiges Nutzungsverhältnis für alle öffentlichen Einrichtungen repräsentativ, so würde die Progression des Steuersystems möglicherweise (über-) kompensiert.Google Scholar
  226. 282.
    Vgl. Bombach, G.: Der Strukturbegriff in der Ökonomie, Schriften des Vereins für Socialpolitik, Bd. 30I, Berlin 1963.Google Scholar
  227. 283.
    So schon Harms, B.: Strukturwandlungen der deutschen Volkswirtschaft, in: Weltwirtschaftliches Archiv, 24. Bd., Jena 1926, S. 261.Google Scholar
  228. 284.
    Bombach, G.: Der Strukturbegriff in der Ökonomie, a.a.O., S. 4.Google Scholar
  229. 285.
    Zum folgenden Schmölders, G.: Die Wirkungen öffentlicher Ausgaben auf Struktur und Konjunktur der Volkswirtschaft, a.a.O., S. 37 ff.Google Scholar
  230. 287.
    Schmölders, G.: Wirkungsmöglichkeiten und Grenzen öffentlicher Preisregelung, in: Der gerechte Preis, Berlin 1940; ders.: Probleme der Preisbeherrschung, in: Deutsche Geldpolitik, Berlin 1941; Schmölders, G. und York von Wartenburg, P.: § 22, Die Preisbildung nach der Kriegswirtschaftsverordnung, Berlin 1942.Google Scholar
  231. 288.
    Welter, E.: Der Staat als Kunde, a.a.O., S. 260.Google Scholar
  232. 289.
    Schmölders, G.: Kreditprobleme der Klein-und Mittelbetriebe in den USA, Institut für Mittelstandsforschung, Köln 1959.Google Scholar
  233. 290.
    S. hierzu z. B. Terner, J. D.: The economic impact of a military installation on the surrounding area: A case study of Fort Devens and Ayer, Massachusetts, Boston 1965.Google Scholar
  234. 291.
    Welter, E.: Der Staat als Kunde, a.a.O., S. 282 ff.; vgl. auch § 24.Google Scholar
  235. 292.
    Ders.: Der Staat als Kunde, a.a.O. ebenda, S. 254.Google Scholar
  236. 293.
    Zimmermann, H., Klingemann, H. D.: Der Einfluß der Verteidigungskäufe auf die Regionalstruktur in der Bundesrepublik Deutschland, in: Raumforschung und Raumordnung (1967), Heft 2, S. 57.Google Scholar
  237. 294.
    Als Beispiele für einen derartigen Ansatz seien angeführt: Isles, K. S., Cuthbert, N.: An Economic survey of Northern Ireland, Belfast 1956; Archibald, G. C: Regional multiplier effects in the United Kingdom, in: Oxford Economic Papers, März 1967; Brown, A. J., Lind, H., Bowens, J.: The Green Paper on the development areas, in: National Institut Economic Review, Mai 1967; Fouraker, L.: A Note on Regional Multipliers, in: Papers and Proceedings of the Regional Science Association, Bd. 1 (1955); Steele, D. B.: Regional Multipliers in Great Britain, in: Oxford Economic Papers, July 1969 und kritisch: Wilson, T.: The Regional Multiplier — A Critique, in: Oxford Economic Papers Nov. 1968.Google Scholar
  238. 295.
    Vgl. z. B. die Beiträge in: Subventionen in der Bundesrepublik Deutschland, hrsg. von K. H. Hansmeyer, a.a.O.Google Scholar
  239. 296.
    Bei der bereits genannten Umfrage des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts in Köln im Jahre 1958 war 53% der Befragten bekannt, daß die Landwirtschaft unterstützt wird, während nur 10% von einer Unterstützung anderer Wirtschaftszweige wußten. Hansmeyer, K. H.: Staatliche Agrarförderung und öffentliche Meinung, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 14. Jg., Köln 1962, S. 693.Google Scholar
  240. 297.
    Hansmeyer, K. H.: Finanzielle Staatshilfen für die Landwirtschaft, a.a.O., S. 332 ff.Google Scholar
  241. 299.
    In diesem Fall ist es zweckmäßig, einen erweiterten Einkommensbegriff zugrundezulegen; „zum Geldeinkommen sind Infrastrukturleistungen und die schwer bewertbaren Wohn-und Freizeitwerte hinzuzuzählen. Beides zusammen ergibt erst die „vergleidibaren Lebensverhältnisse“ des Art. 72 GG“ (Zimmermann, H.: Programmstudie Regionalpolitik — Vorschläge für Grundsatzuntersuchungen, Hrsg. Gesellschaft für Regionale Strukturentwicklung, September 1969, S. 9).Google Scholar
  242. 300.
    Vgl. Zimmermann, H.: Programmstudie, a.a.O., In dem Gutaditen über die Möglichkeiten wirtschaftlicher Schwerpunktbildung in Schleswig-Holstein (Gesellschaft für regionale Strukturentwicklung, Bonn 1969, S. 38) lautet die ökonomische Zielvorstellung „Wachstumsförderung durch Umstrukturierung“ (Zu dem Problem Wachstum durch Strukturpolitik s. die theoretische Arbeit von H. Siebert (Zur Theorie des regionalen Wirtschaftswachstums, Tübingen 1967) und den Aufsatz von J. Starbatty („Die Beziehungen zwischen Struktur-, Wachstums-und Konjunkturpolitik“, Berichte des Deutschen Industrieinstituts zur Wirtschaftspolitik Nr. 5, 1969).Google Scholar
  243. 301.
    Das Raumordnungsgesetz von 1965 formuliert den Zielkatalog der bundesstaatlichen Regionalpolitik in seinem § 1 wie folgt: (1) Das Bundesgebiet ist in seiner allgemeinen räumlichen Struktur einer Entwicklung zuzuführen, die der freien Entfaltung der Persönlichkeit in der Gemeinschaft am besten dient. Dabei sind die natürlichen Gegebenheiten sowie die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Erfordernisse zu beachten. (2) Das Ziel der Wiedervereinigung des gesamten Deutschlands ist zu berücksichtigen und seine Verwirklichung zu fördern. Dabei ist der räumliche Zusammenhang der Gebiete zu beachten und zu verbessern. (3) Die Raumordnung im Bundesgebiet hat die räumlichen Voraussetzungen für die Zusammenarbeit im europäischen Raum zu schaffen und sie zu fördern. (4) Die Ordnung der Einzelräume soll sich in die Ordnung des Gesamtraumes einfügen. Die Ordnung des Gesamtraumes soll die Gegebenheiten und Erfordernisse seiner Einzelräume berücksichtigen. Diese Ziele sind klassische Beispiele für bloße Leerformeln; „sie stehen zu keiner räumlichen Struktur und zu keiner Regionalpolitik irgendeines Wirtschaftssystems in Widerspruch, ja nicht einmal in Beziehung“. (Zimmermann, H.: „Zielvorstellungen in der Raumordnungspolitik des Bundes“ in: Jahrbuch für Sozialwissenschaften (1966) S. 234; ders.: Öffentliche Ausgaben und regionale Wirtschaftsentwicklung, Basel-Tübingen 1970, S. 63.) Etwas konkreter kommen die bundesstaatlichen Raumordungsvorstellungen der Bundesregierung in den Raumordnungsberichten 1966 (BTDrucks. V/1155) und 1968 (BTDrucks. V/3958) sowie in der Schrift des Bundeswirtschaftsministeriums „Intensivierung und Koordinierung der regionalen Strukturpolitik“, Bonn 1969, zum Ausdruck.Google Scholar
  244. 302.
    Näheres zum Problem der aktiven und passiven Sanierung ist zu finden bei Starbatty, J.: Regionale Strukturpolitik in der sozialen Marktwirtschaft, Diss. Köln 1967, S. 18 ff.; Dietrichs, B.: Aktive oder passive Sanierung?, in: Mitteilungen des Deutschen Vorstandes für Wohnungswesen, Städtbau und Raumplanung, H. 4, Köln 1965; Marx, D.: Raumordnungsprobleme bei wirtschaftlichem Wachstum, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, Bd. 121 (1965); Die Raumordnung in der Bundesrepublik Deutschland, Gutachten des Sachverständigenausschusses für Raumordnung (SARO-Gutachten), Stuttgart 1961. Zu den weiteren Möglichkeiten und Grenzen der Regionalpolitik s. „Beiträge zur Regionalpolitik“, in: Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF. 41, Berlin 1968.Google Scholar
  245. 303.
    Dies geht implizit aus den Äußerungen der Bundesregierung beispielsweise im 3. Raumordnungsbericht (1968/BTDrucks. V/3958), S. 47 ff. sowie aus der oben erwähnten Schrift des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. Die gleiche Ansicht vertritt auch H. Zimmermann. Eine explizite Absage an die passive Sanierung erteilt der Jahreswirtschaftsbericht 1969, Tz. 73 ff.Google Scholar
  246. 304.
    S. hierzu verschiedene Artikel im Handwörterbuch der Raumforschung und Raumordnung, Hannover 1966.Google Scholar
  247. 306.
    Zum Problem der „unternehmensorientierten Infrastruktur“, d. h. solcher Infrastrukturmaßnahmen, die die Attraktivität einer „Region“ für Betriebe erhöhen, s. Zimmermann, H.: Öffentliche Ausgaben und regionale Wirtschaftsentwicklung, a.a.O., S. 237 ff.; ferner Umlauf, J.: Öffentliche Vorleistungen als Instrument der Raumordnungspolitik, Hannover 1968; Stohler, J.: Probleme der Infrastruktur, in: Planung ohne Planwirtschaft (Veröffentlichung der List-Gesellschaft, Bd. 34), Tübingen 1964; Giersch, H.: Infrastruktur und Regionalpolitik, in: Planung ohne Planwirtschaft, Tübingen 1964; Jansen, P. G.: Infrastrukturinvestitionen als Mittel der Regionalpolitik, Gütersloh 1968.Google Scholar
  248. 307.
    Ansätze dazu sind in der Arbeit von Siebert, H., a.a.O., und bei Zimmermann, H.: Programmstudie, a.a.O., S. 25 ff. zu finden.Google Scholar
  249. 308.
    Zum Problem von Ballungskosten und Ballungsvorteilen s. die Übersicht über eine Veröffentlichungsserie des Ifo-Instituts München zum Problem der Agglomeration bei: Jürgensen, H.: Wirtschaftliche und soziale Probleme des Agglomerationsprozesses, in: Archiv für Kommunalwissenschaften, Jg. 7 (1968), S. 335 ff.; Speziell dazu: Back, H. J.: Das Social Cost-Problem unter besonderer Berücksichtigung ausgewählter Agglomerationsräume in der BRD, München 1967; Müller, A.: Regionale Agglomerationsräume, Ballungsoptimum und Möglichkeiten der Industriellen Dezentralisation, Diss., München 1968, sowie auch Müller, J. H.: Wirtschaftliche Grundprobleme der Raumordnungspolitik, Berlin 1969, S. 19 ff.Google Scholar
  250. 309.
    Zu den verschiedenen Formen regionalpolitischer Subventionen s. Marx, D.: Wachstumsorientierte Regionalpolitik, Göttingen 1966, S. 111 ff.; Ladisch, K.: Die gütertarifpolitische Beeinflussung von Industriestandorten, Diss., München 1958; Sherman, R., Willet, Th. D.: Regional Development, Externalities and Tax-Subsidy Combinations, in: National Tax Journal, Vol.22 (1969), H. 2, S. 291–294; Dieckmann, E.: Subventionen als Mittel einer regionalen Finanzpolitik, Kölner Diplomarbeit WS 1967/68; Möller, F.: Kommunale Wirtschaftsförderung, Stuttgart und Köln 1963.Google Scholar
  251. 310.
    Vgl. Büssgen, H.-R.: Wiederaufbau eines Wirtschaftszweiges: Indirekte Subventionen für den Schiffsbau, in: Subventionen in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg. K. H. Hansmeyer), Berlin 1963, S. 57 ff.Google Scholar
  252. 311.
    Welter, E.: Der Staat als Kunde, a.a.O., S. 383 ff.Google Scholar
  253. 312.
    Auch hier kann die Inzidenz später im eigenen Staatsgebiet eintreten, wie der sog. Bumerangeffekt der deutschen Entwicklungshilfe gezeigt hat, die letztlich zu erhöhten Käufen des Auslandes in der Bundesrepublik geführt hat. Zur regionalen Ausgabeninzidenz s. Zimmermann, H.: Öffentliche Ausgaben..., a.a.O., S. 4 ff., 85 ff.Google Scholar
  254. 313.
    Eine wichtige Frage, die in diesem Zusammenhang vielfach diskutiert wird, ist es, ob möglicherweise der Finanzausgleich ein geeignetes regionalpolitisches Instrument darstellt. Schnepper, Fr.: Raumbedeutsame Wirkungen des Kommunalen Finanzausgleichs in Niedersachsen, Hannover 1968; Isenberg, G.: Regionale Wohlstandsunterschiede, Finanzausgleich und Raumordnung, in: Finanz-Archiv, NF. Bd. 17 (1956/57), S. 64 ff.; Albers, W.: Finanzzuweisungen und Standortverteilung, in: Kommunale Finanzen und Finanzausgleich, Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF. Bd. 32, Berlin 1964; Ehrlicher, W.: Kommunaler Finanzausgleich und Raumordnung, Hannover 1967.Google Scholar
  255. 315.
    Näheres s. hierzu Schmölders, G.: Finanzpolitik, 2. Aufl., a.a.O., S. 266 ff., wo die verschiedenen Ankurbelungsprogramme wie Papen-Programm, erster und zweiter Reinhardt-Plan und der New Deal dargestellt sind.Google Scholar
  256. 316.
    S. hierzu Neumark, F.: Fiskalpolitik und Wachstumsschwankungen, 2. Aufl., Wiesbaden 1969, S. 11.Google Scholar
  257. 317.
    Hätte A. H. Hansen mit seiner Stagnationsthese recht, so wäre die depressive Stimmung der Wirtschaft langfristiger Art, so daß eine permanente Anwendung des Keynesschen Instrumentariums gerechtfertigt wäre. Die Wirtschaftsentwicklung der vergangenen 20 Jahre dürfte diese Vorstellungen bislang widerlegt haben. Vgl. The Stagnation Thesis, in: Readings in Fiscal Policy, hrsg. von A. Smithies und J. K. Butters, London 1955, S. 540 ff.Google Scholar
  258. 318.
    Ein vielbeachteter Lagebericht des amerikanischen „Department of Commerce“ vom Dezember 1951 brachte die sensationelle Feststellung, daß in den Vereinigten Staaten „gleichzeitig Inflation und Deflation“ herrschten; mit dieser terminologisch aufschlußreichen Formulierung sollte zum Ausdruck gebracht werden, daß die Nachfrage nach Rüstungsgütern zu Preissteigerungen geführt hatte, während der Absatz an „dauerhaften Konsumgütern“ schleppender verlief. Eine ähnliche Erscheinung war in der 2.Hälfte 1966 in der Bundesrepublik Deutschland zu beobachten; während die Konsumgüterpreise noch stiegen, begannen die Investitionsgüterpreise bereits zu sinken.Google Scholar
  259. 319.
    Schmölders, G.: Die Konjunkturpolitik der „Moral Suasion“, in: Wirtschaftsfragen der freien Welt, Festschrift zum 60. Geburtstag von L. Erhard, Mainz 1957, S. 282 ff.; Siegert, W.: Währungspolitik durch Seelenmassage? „Moral Suasion“ als währungspolitisches Mittel des Zentralbanksystems, Schriftenreihe zur Geld-und Finanzpolitik, Bd. 7, Frankfurt (Main) 1963.Google Scholar
  260. 320.
    Neumark, F.: Fiskalpolitik und Wachstumsschwankungen, a.a.O., S. 9 ff. Auch die Rezession von 1966/67 steht dem nicht entgegen, wenngleich von namhafter Stelle die Ansicht vertreten wurde, daß sich diese Wachstumsstockung zu einer massiven Krise hätte auswachsen können. Vgl. A. Müller-Armack: Steht uns die Krise erst bevor?, in: Die Zeit Nr. 28 v. 14. 7. 1967, S. 32.Google Scholar
  261. 321.
    Werner, J.: Zum Verhältnis von Wachstumspolitik und Konjunkturpolitik, in: Jahrbuch für Sozialwissenschaften, 1968, S. 66 ff.Google Scholar
  262. 322.
    So zeigt beispielsweise P. A. Samuelsen in seinem Interaktionsmodell zwischen Multiplikator (α) und Akzelerator (β), durch deren Zusammenwirken sich Konjunkturverläufe endogen erklären lassen, daß dieses System für den Fall, daß dieses System in gleichbleibenden Amplituden um einen Gleichgewichtswert schwingt, d. h. die Möglichkeit von Konjunkturen ohne Wachstum modelltheoretisch besteht. (Interactions between the Multipler Analysis and the Principle of Acceleration, in: The Review of Economics and Statistics, Bd. 21 (1939). Zur modelltheoretischen Kombination von Konjunktur und Wachstum s. auch Elsner, K.: Wachstums-und Konjunkturtheorie, in: Kompendium der Volkswirtschaftslehre, Bd. 1 (Hrsg. W. Ehrlicher u. a.), Göttingen 1967, S. 269 ff.Google Scholar
  263. 323.
    Nach Bombach sprechen die folgenden vier Argumente für eine hohe Korrelation zwischen hohem Beschäftigungsgrad und Wachstum, nämlich „nur eine hohe Beschäftigung 1. ist Voraussetzung für genügend Optimismus und das rechte Klima für Risikobereitschaft und Investitionsfreudigkeit; der in der Krise aus Gründen der Kosteneinsparung Rationalisierungsinvestitionen durchführende Unternehmer ist ein Hirngespinst, 2. veranlaßt die Gewerkschaften, gegen Rationalisierung und Automation nicht zu opponieren, 3. verringert den Widerstand gegen strukturelle Verschiebungen (Wanderungen der Arbeitskräfte); 4. zwingt den Unternehmer zur Rationalisierung; die bloße Nichtexistenz von Arbeitskräften hat sich als viel stärkeres Motiv erwiesen — insbesondere im Bereich des Büros — als der hohe Lohn an sich“ (Taktik und Strategie in der Wirtschaftspolitik, in: Kyklos 1967, S. 109).Google Scholar
  264. 324.
    So haben beispielsweise Untersuchungen von E. Dürr ergeben, daß keine, wie man annehmen sollte, hohe positive Korrelation zwischen der Wachstumsrate und der Investitionsquote besteht; so beträgt das Bestimmtheitsmaß (r2) für die 12 wichtigsten Industrienationen von 1950–1958 nur 0,08 (d. h. nur 8% der Wachstumsdifferenzen lassen sich auf unterschiedliche Investitionsquoten zurückführen; für die 22 wichtigsten Länder beträgt r2 von 1949–1959 sogar nur 0,04). Wesentlich enger sind dagegen die Beziehungen zwischen den Veränderungen des Kapitalkoeffizienten und der Wachstumsrate. Für die 12 Länder mit r2 = 0,08 zwischen Investitionsquote und Wachstumsrate beträgt der quadrierte Korrelationskoeffizient r2 zwischen Wachstumsrate und marginalem Kapitalkoeffizienten 0,61. — Nicht Investitionsankurbelung, sondern Intensivierung des Wettbewerbs, wodurch sich die Effizienz der Wirtschaftsorganisation und der Infrastruktur erhöhen würde und somit die Kapitalproduktivität gesteigert bzw. der Kapitalkoeffizient gesenkt wurde, wären, wenn sich die Hyphothese weiter erhärten ließe, die wachstumspolitischen Konsequenzen, zumal auch hierdurch ein möglicher Investitionsquotenrückgang durch die Kapitalkoeffizientensenkung überkompensiert würde. S. hierzu Dürr, E.: Wachstumstheorie und Wachstumspolitik, in: Jahrbuch für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 176 (1964), S. 385 ff. und 523 ff.; ders.: Probleme der Konjunkturpolitik, Freiburg 1968, S. 96 ff.; und besonders ders.: Wachstumspolitisch relevante Ergebnisse der Wachstumstheorie, Referat vor dem Wirtschaftspolitischen Ausschuß des Vereins für Socialpolitik am 7.–8. Juni 1968 in München-Solln; vervielfältigtes Manuskript. Ähnlich auch Wieners, K.: Geldpolitik und Wirtschaftswachstum, Freiburg/Br. 1969; Georgens, E.: Wettbewerb und Wirtschaftswachstum, Freiburg/Br. 1969; Hill, T. P.: Growth and Investment According to International Comparisons, in: The Economic Journal, Bd. 74 (1964), S. 287 ff.Google Scholar
  265. 325.
    Dürr, E.: Wirkungsanalyse der monetären Konjunkturpolitik. Frankfurt 1966, S. 351.Google Scholar
  266. 326.
    Vgl. hierzu: Finanz-und währungspolitische Bedingungen stetigen Wirtschaftswachstums, Verhandlungen auf der Tagung des Vereins für Socialpolitik in Baden-Baden 1958, Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF. Bd. 15, Berlin 1959.Google Scholar
  267. 327.
    S. Ifo-Schnelldienst Nr. 44 vom 4. 11. 1967, S. 7. Auch das vor kurzem von der Kölner „Forschungsstelle für empirische Sozialökonomik“ entwickelte Prognoseinstrument aufgrund des Konsumklimas wird in absehbarer Zeit in der Lage sein, entsprechende Zeitreihen zu liefern. Vgl. hierzu Strümpel, B., Bievert, B.: Konjunkturprognosen aus Konsumentenstimmungen, in: Der Volkswirt, Nr. 34 (1969).Google Scholar
  268. 328.
    S. hierzu Neumann, M.: Zur Problematik von Staatsausgaben als Mittel der Beschäftigungsstabilisierung, in: Finanzarchiv, NF. Bd. 27 (1968), S. 459 ff.Google Scholar
  269. 329.
    Näheres hierzu s. Schmölders, G.: Finanzpolitik 2. Aufl., a.a.O., S. 272 f.Google Scholar
  270. 330.
    S. hierzu Strümpel, B.: Die subjektive Liquidität als Zielvariable der „Neuen Wirtschaftspolitik“. Zum Funktionswandel der modernen Geldpolitik, in: Geldtheorie und Geldpolitik, Festschrift für G. Schmölders zum 65. Geburtstag (Hrsg.: C. A. Andreae, K. H. Hansmeyer, G. Scherhorn), Berlin 1968.Google Scholar
  271. 331.
    Schmölders, G.: Die Wirkungen öffentlicher Ausgaben auf Struktur und Konjunktur der Volkswirtschaft, a.a.O., S. 51 ff.Google Scholar
  272. 332.
    „Our method of analysing the economic behaviour of the present under the influence of changing ideas about the future“, vgl. dazu: Schmölders, G., Schroder, R., Seidenfus, H. S.: John Maynard Keynes als „Psychologe“, Berlin 1956, S. 8 ff.Google Scholar
  273. 833.
    S. Scheffler, E.: Konjunkturpolitische Maßnahmen während der Rezession 1966/67 in der Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Ersten und Zweiten Investitionshaushaltes; Kölner Diplomarbeit, WS 1968/69, S. 54 f.Google Scholar
  274. 334.
    Bei einer Befragung im Frühjahr 1961 ergab sich z. B. auf die Frage, wie der Interviewte einen Lottogewinn zwischen 500 und 2000 DM verwenden würde, in den einzelnen Einkommensschichten und Berufsgruppen eine ganz unterschiedliche Konsumneigung. Aus dem Ergebnis dieser Umfrage könnte man den Schluß ziehen, daß in der damaligen Konjunktursituation eine Einkommenserhöhung die Nachfrage am wirksamsten stimuliert hätte, wenn man sie ganz überwiegend in die Berufsgruppe der Arbeiter hätte lenken können, und zwar insbesondere der Arbeiter mit niedrigen bis mittleren Einkommen; die Wirkung auf den Konsum wäre am höchsten gewesen, wenn die Zahlung in kleineren Beträgen erfolgt wäre, da bei einem einmaligen hohen Einnahmestoß die Sparneigung größer ist als bei kleineren Einkommenserhöhungen (Sparen, Wertpapiersparen, Horten, DIVO-Institut, Sommer 1961). Selbstverständlich wäre es unzulässig, die Ergebnisse dieser zu ganz anderen Zwecken veranstalteten und vor allen Dingen nicht von Veränderungen des laufenden Einkommens, sondern von einer einmaligen Zuwendung ausgehenden Untersuchung ohne weiteres für eine Prognose der Wirkung konjunkturpolitischer Maßnahmen zu verwenden; vor allem sind die sozialpsychologischen Wirkungen der Ankündigung einer umfassend staatlichen Einkommenszuschwemmung andere als die addierten Wirkungen einzelner Lottogewinne, auf die diese Erhebung abstellte. Immerhin zeigt sie aber, welchen Weg eine auf Erfolg bedachte Konjunkturpolitik gehen muß, wenn sie sich nicht auf jene von der Wirklichkeit schon so oft desavouierten globalen Verhaltensannahmen stützen will, wie sie die herkömmliche Modelltheorie liefert.Google Scholar
  275. 335.
    S. hierzu Morgenstern, O.: Über die Genauigkeit wirtschaftlicher Beobachtungen, 2. Aufl., Wien-Würzburg 1965; Hanstein, H.-D.: Wirtschaftsprognose, Berlin 1969; Rothschild, K. W.: Wirtschaftsprognose, Berlin-Heidelberg-New York 1969 und besonders Gerfin, H.: Langfristige Wirtschaftsprognose, Tübingen-Zürich 1964.Google Scholar
  276. 338.
    Vgl. Quellmalz, J.: Die Kreditgewährung durch parafiskalische Gebilde, a.a.O., S. 60 ff.Google Scholar
  277. 339.
    Auf diesen Widersinn ist schon während der Weltwirtschaftskrise vielfach hingewiesen worden, so beispielsweise in einer Diskussion über die Möglichkeiten eines Beitrages der Wirtschaftswissenschaften zur Beseitigung der Krise; vgl. hierzu Schmölders, G.: Wir brauchen Wirtschaftspolitik auf wissenschaftlicher Grundlage, in: Berliner Tageblatt, Beilage „Die Brücke“ 1931, H. 46.Google Scholar
  278. 341.
    Haller, H.: Finanzpolitik, a.a.O., S. 165 f.; s. auch Lebrecht, R. G.: Automatische Konjunkturstabilisatoren oder bewußte Konjunkturpolitik, Zürich-St. Gallen 1965.Google Scholar
  279. 342.
    Stern, K., Münch, P.: Gesetz zur Förderung... a.a.O., S. 120 f.Google Scholar
  280. 343.
    S. hierzu Koch, W.: Die finanzpolitischen Mittel des Stabilisierungsgesetzes, in: Fragen der wirtschaftlichen Stabilisierung (Hrsg. A. E. Ott), S. 38 ff. Anhand eines vierpoligen Kreislaufs Peterscher Art zeigt Koch hier die vom Gesetzgeber genutzten und ungenutzten Möglichkeiten einer finanzwirtschaftlichen Stabilisierungspolitik aufgrund des Stabilitätsgesetzes. Kritischer hierzu äußert sich R. Stucken (Die Haushaltspolitik im Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft vom 8. Juni 1967, in: Finanzarchiv, NF. Bd. 27 (1968), S.202 ff.).Google Scholar
  281. 344.
    S. Stern, K., Münch, P.: Gesetz... a.a.O., S. 123 f.Google Scholar
  282. 345.
    Stern, K., Münch, P.: Gesetz... a.a.O., S. 131.Google Scholar
  283. 347.
    Hierzu s. Oberhauser, A.: Die konjunkturpolitische Koordinierung der öffentlichen Finanzwirtschaften und ihre finanz-und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen, in: Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF. 52, Berlin 1969, S. 111 ff.; s. auch Albers, W.: Haushaltsrechtliche Grundlagen und elastische Durchführung einer konjunkturgerechten Finanzpolitik, ebenda, S. 77 ff. S. hierzu auch §§ 18, 22 Stab.Ges. „Als beratendes Gremium für die Koordinierung der Finanz-und Wirtschaftspolitik von Bund und Ländern und insbesondere zur Abstimmung der Haushaltswirtschaft der öffentlichen Hände ist (dort) der ‚Konjunkturrat für die öffentliche Hand ‘geschaffen worden. Mitglieder sind der Bundeswirtschaftsminister als Vorsitzender, der Bundesfinanzminister, je ein Vertreter eines jeden Landes sowie vier Vertreter der Gemeinden und Gemeindeverbände; die Deutsche Bundesbank ist (nur) teilnahmeberechtigt. Der Konjunkturrat tagt in regelmäßigen Abständen. Er berät — so der Gesetzeswortlaut — ‚alle zur Erreichung der Ziele dieses Gesetzes erforderlichen konjunkturpolitischen Maßnahmen’ sowie ‚die Möglichkeiten der Deckung des Kreditbedarfs der öffentlichen Haushalte‚. Soll durch Rechtsverordnung die Zuführung von Mitteln zur Konjunkturausgleichsrücklage oder eine Kreditbegrenzung für die öffentlichen Haushalte angeordnet werden, so mnß der Konjunkturrat vorher gehört werden.“ (BMWI-Texte: Stabilität und Wachstum, 3. Aufl., S. 27.) Die Beschlüsse des Konjunkturrates sind nicht bindend. Die Zusammensetzung des Konjunkturrates gibt jedoch Anlaß zur Kritik. Der Privatwirtschaft als dem hauptbetroffenen Bereich steht an diesem Rat keine Beteiligung zu. Der Bundesbank wird an den Beratungen lediglich ein Mitspracherecht zugebilligt, sie ist also kein ordentliches Mitglied. Das neugeschaffene Organ besteht nur aus Vertretern öffentlicher Interessen, die wiederum hauptsächlich von Länder-und Gemeindevertretern repräsentiert werden. Dadurch wird die Befürchtung gerechtfertigt, daß es in der Realität zu einer einseitigen Begünstigungspolitik der einzelnen öffentlichen Hände kommt, die den Erfolg der Maßnahmen des Stabilitätsgesetzes in Frage stellt. (Vgl. Roeper, H.: Nicht zuviel Konjunkturinstrumente, in: FAZ, Nr. 39 vom 15. 2. 1967.)Google Scholar
  284. 348.
    Neumark, F.: Fiskalpolitik und Wachstumsschwankungen, a.a.O., S. 42.Google Scholar
  285. 349.
    H. Timm ist der Ansicht, daß die verabschiedete Gemeindefinanzreform... unter stabilisierungspolitischen Gesichtspunkten weit hinter den Erfordernissen zurückgeblieben ist. (Gemeindefinanzpolitik in den Wachstumszyklen, a.a.O., S. 446.)Google Scholar
  286. 350.
    Frey, R. R.: Infrastruktur und Wirtschaftswachstum, in: Konjunkturpolitik, 1969, Heft 2, S. 103 ff.; Junges, G.: Ein kritischer Vergleich der Wirksamkeit der restriktiven und expansiven Maßnahmen im „Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft“, Kölner Diplomarbeit WS 1968/69, S. 44 f.Google Scholar
  287. 351.
    Neumark, F.: Fiskalpolitik... a.a.O., S. 43; ders.: Steuer-und Ausgabenvariationen im Dienste der Stabilitätspolitik, in: Volkswirtschaftliche Korrespondenz der Adolf-Weber-Stiftung, Nr. 5 (1967), Abschnitt III. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang der Vorschlag G. Zeitels, durch Variationen der Gewährung staatlicher Darlehen zur Dämpfung konjunktureller Ausschläge beizutragen (Staatliche Darlehensgewährung als Mittel der Finanz-und Wirtschaftspolitik, in: Finanzarchiv, NF. Bd. 26 (1967) S. 193 ff.Google Scholar
  288. 352.
    Anderson, L. C., Jordan, J. L.: Monetary and Fiscal Actions: A Test of Their Relative Importance in Economic Stabilization, in: Review of the Federal Reserve Bank of St. Louis, Bd. 50 (1968), Nr. 11. Auf die methodische Problematik derartiger Regressionsanalysen weist D. Beckerhoff hin. (Was Friedman verschweigt, in: Der Volkswirt, Nr. 7, 1970, S. 41 ff.)Google Scholar
  289. 353.
    Strümpel, B.: Die subjektive Liquidität als Zielvariable..., a.a.O.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2007

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