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AZOOR (Akute zonale okkulte äußere („outer“) Retinopathie)

Part of the Tipps und Tricks book series (TIPPS)

Auszug

Die AZOOR-Erkrankung ist durch eine akute Sehminderung eines oder mehrerer Gesichtsfeldzonen, verursacht durch eine Dysfunktion retinaler Rezeptoren, charakterisiert. Unterschieden wird zwischen zwei Formen, der primären Störung retinaler Rezeptoren (Typ I) und der kombinierten Störung der Rezeptoren und des Pigmentepithels (Typ II). Typischerweise erkranken am häufigsten junge, sonst gesund erscheinende Frauen, die eine Myopie aufweisen. Sie leiden unter einer Photophobie. Das temporale Gesichtsfeld, einschließlich des blinden Flecks ist betroffen unter Schonung des zentralen Gesichtsfeldareals. Glaskörperzellen und eingeengte Netzhautgefäße in den betroffenen retinalen Zonen mit gelegentlichen Zeichen einer Periphlebitis können sich innerhalb einiger Wochen entwickeln. Bei etwa 50 % der Patienten sind beide Augen befallen. Die Gesichtsfeldausfälle können sich vergrößern, seltener bleiben sie unverändert im Verlauf von 4–6 Monaten bestehen oder sie verkleinern sich. Bei etwa der Hälfte der Patientinnen tritt infolge eines Untergangs der Netzhautrezeptoren und Läsionen des Pigmentepithels eine fleckförmige Pigmentierung auf. Als primäre Ursache wurde eine Viruserkrankung vermutet.

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Literatur

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© Springer Medizin Verlag Heidelberg 2008

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