Verstehen im Unterricht pp 15-17 | Cite as
Erfahrungsprozesse in der Handlungswelt und in der geistig-literarischen Weltbegegnung
Zusammenfassung
„Jeder Mensch“, so Max Frisch, „nicht nur der Dichter, erfindet seine Geschichten – nur dass er sie, im Gegensatz zum Dichter, für sein Leben hält – anders bekommen wir unsere Erlebnismuster, unsere Ich-Erfahrung, nicht zu Gesicht“(GW IV, 262 f.) Dieses Zitat von Max Frisch enthält zwei ineinander spielende Ebenen, die zu erfassen bedeutsam sind, um die Eigenart des Erfahrungsprozesses zu begreifen (vgl. Müller-Roselius 2008). Diese Eigentümlichkeit des Erfahrungsprozesses herauszuarbeiten, hat für uns eine bestimmte Funktion: Mit der Darstellung der Kategorien eines Erfahrungsprozesses lässt sich eine Modellvorstellung davon bilden und systematisch diskutieren, welche Elemente und Abläufe die Qualität eines intensiven Verstehens ausmachen.
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