Erklärungsansätze der außerhochschulischen Forschungseinrichtungen zur Unterrepräsentation von Frauen

  • Patricia Graf

Zusammenfassung

In den vorausgegangenen Beiträgen wurde dargestellt, dass das deutsche Wissenschaftssystem nach wie vor durch ein Geschlechterungleichgewicht geprägt ist. Der Mangel an Wissenschaftlerinnen wird auch in den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen mit Besorgnis betrachtet. So engagieren sich SpitzenvertreterInnen auf den verschiedensten Ebenen dafür, die Attraktivität ihrer Forschungsgesellschaften für Wissenschaftlerinnen zu steigern, und zeigten sich auch interessiert an unserem Forschungsprojekt „Frauen und ihre Karriereentwicklung in naturwissenschaftlichen Forschungsteams“. Wie aber erklären sich die Forschungsgesellschaften den geringen Anteil von Wissenschaftlerinnen, vor allem in Führungspositionen? Welche Geschlechterbilder liegen diesen Erklärungen zu Grunde? Kuhlmann zufolge sind diese Bilder die „hidden organizer der Gleichstellungspolitik“ (zitiert in Matthies & Simon 2004, S. 294). Sie „dienen zur unhinterfragten Anleitung und Legitimierung von Handlungen in Organisationen“ (ebd., S. 293) und sind relativ wandlungsresistent.

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  • Patricia Graf

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