Neue Aufgaben der betrieblichen Interessenvertretung

  • Heiner Minssen
Part of the Studientexte zur Soziologie book series (STSO, volume 0)

Zusammenfassung

In der Wissenschaft wird das deutsche System der Interessenvertretung mit seiner Dualität von Tarifautonomie und gewerkschaftlicher Mitbestimmung auf der einen Seiten und Betriebsverfassung und betrieblicher Interessenvertretung auf der anderen Seite als wichtiger Vorzug des Rheinischen Kapitalismus diskutiert (Schumann 2005). Dabei werden insbesondere die Intermediarität der Gewerkschaften und des Betriebsrats, die hohen Standards der Verrechtlichung auch im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetzes, die Zentralisierung und Fokussierung von Interessen auf der Ebene der gewerkschaftlichen Mitbestimmung und die Repräsentativität der Organe der kollektiven Interessenvertretung auf beiden Ebenen des dualen Systems als Vorteile herausgehoben (Müller-Jentsch 1997: 199–201). Sowohl der betrieblichen wie auch der überbetrieblichen Mitbestimmung kommt eine hohe Legitimität zu (Lippert/Jürgens 2005). Auch Hauser-Ditz et al. (2008: 271) kommen zu dem Schluss, „dass die betriebliche Mitbestimmung in Deutschland ein fester und akzeptierter Bestandteil der betrieblichen Wirklichkeit ist“, was sich auch darin niederschlägt, dass die Mitbestimmungsaffinität unter Beschäftigten selbst bei einem eher schwachen Kenntnisstand über Interessenvertretung erstaunlich hoch ist (Wilkesmann et al. 2011).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2012

Authors and Affiliations

  • Heiner Minssen

There are no affiliations available

Personalised recommendations