Einleitung und übergeordneter theoretischer Bezugsrahmen
Zusammenfassung
Befinden sich kontinentaleuropäische Marktwirtschaften in einem fundamentalen Wandlungsprozess? Spätestens seit den 1990er Jahren hat durch die Globalisierung der Finanzmärkte und die Liberalisierungsschritte der Europäischen Union ein Prozess eingesetzt, der koordinierte Wirtschaftssysteme unter verstärkten Anpassungsdruck setzt. Dabei ist sich die sozialwissenschaftliche Forschung darüber einig, dass sich Marktwirtschaften – aufgrund jeweils besonderer institutioneller Konfigurationen und einer damit verbundenen eigenen Systemlogik – grundsätzlich voneinander abgrenzen lassen. Prominent ist dabei vor allem die Unterscheidung zwischen liberalen und koordinierten Marktwirtschaften. In Bezug auf Corporate Governance-Strukturen zeichnen sich liberale Marktwirtschaften durch externe, den Markt betonende Koordinierungsmechanismen aus, während in koordinierten Marktwirtschaften typischerweise interne, nicht-marktliche Mechanismen der Interessenkoordination vorherrschen. Innerhalb der Gruppe dieser sog.
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