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Die Welt nach 9/11

Part of the series Sonderheft der Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik pp 807-818

Demolition Performance 9/11: Die ästhetisierte Inszenierung der Anschläge des 11. Septembers 2001 und Parallelphänomene in Kunst und Popularkultur

  • Roman MeinholdAffiliated withGuna Chakra Research Center for Values & Education, Graduate School of Philosophy & Religion, Assumption University of Thailand

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Zusammenfassung

Dieser Beitrag zieht Parallelen zwischen der ästhetischen Inszenierung der Anschläge des 11. Septembers 2001 und bestimmten Genre der Kunst und der Popularkultur. Parallelen zwischen Terror und Kunst bzw. Alltagskultur werden in Bezug auf folgende Aspekte gezogen: die Namensgebung 9/11, die ästhetisierte Inszenierung, die Faszination an superlativer Destruktion, die Diffusion von Realität und Fiktion, das Vakuum nicht mehr vorhandener Architektur und die Zweckentfremdung von Alltagsgegenständen zu Terrorwaffen und Kunstexponaten. Der Beitrag kommt zu dem Ergebnis, dass Terroristen und Medien in von beiden Seiten kalkulierter Zusammenarbeit, ein „Werk“ „geschaffen“ haben das sich vor den Augen der Medienkonsumenten nur unscharf von bestimmten Produkten der Popularkultur oder der avantgardistischen Kunst abhebt.

Schlüsselwörter

Terrorismus Selbstmordattentat Gewalt Performance Kunst Ästhetisierung Medien