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Der Schutzmantel als Mechanismus der Variation

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Zusammenfassung

Um die funktionale Differenzierung von Gesellschaften zu betrachten, ist es möglich – jenseits der Spezifikationen der Funktionen selbst – eine bestimmte Kohärenz, die das Verhältnis des Sinns von Handlungen innerhalb der Gesellschaft charakterisiert, zu abstrahieren. Das heißt mit anderen Worten, dass die unterschiedlichen sozialen Funktionen durch unterschiedliche Subsysteme der Gesellschaft ausgeführt werden, dass jedoch Prämissen für die Selektion von Komplexität existieren, die all diesen Funktionen gemeinsam sind. Aus dieser Perspektive ist es schwer vorstellbar, dass soziale Subsysteme existieren, deren Selektionsstrukturen anderen Prämissen gehorchen: Ein solches Subsystem würde nicht in eine Gesellschaft hineinpassen, ganz egal, wie komplex diese ist. Da dies jedoch nicht notwendigerweise der Fall ist und im Lauf der Geschichte Teilsysteme entstanden sind, die – ohne aufzuhören, dem Globalsystem anzugehören – anderen Selektionskriterien gehorchen als denen im Globalsystem vorherrschenden, möchten wir im Folgenden eine Möglichkeit zum Auftreten – und zur Aufrechterhaltung – solcher Teilsysteme aufzeigen.

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