Kein Governance ohne Government. Politikmanagement auf Landesebene

  • Martin Florack
  • Timo Grunden
  • Karl-Rudolf Korte

Zusammenfassung

Die Betonung der Governance-Perspektive im Zusammenhang mit dem Politikmanagement einer Landesregierung erscheint erklärungsbedürftig.1 Governance umfasst Interaktionsmuster und Entscheidungsmodi kollektiven Handelns, die erstens durch institutionelle Rahmenbedingungen strukturiert2, und die zweitens in einem nicht-hierarchischen Regelsystem zur Steuerung und Koordination eingesetzt werden. Eine Landesregierung muss jedoch zunächst die Herbeiführung und Implementation kollektiv verbindlicher Entscheidungen in einem hierarchisch verfassten System organisieren. Solche institutionalisierten Regelsysteme, die Handlungskorridore für Akteure strukturieren, sind analytisch eher im Bereich des klassischen Government (politische Herrschaft als autonome Tätigkeit einer Regierung) als im Kontext von Governance anzusiedeln. Dieser Beitrag argumentiert, dass das Politikmanagement einer Landesregierung durch eine zugespitzte Governance-Perspektive ohne die Hinzunahme von Government- Aspekten nicht erklärbar ist. Deutlicher ausgedrückt lautet die These: Auf Landesebene bedarf die Steuerung durch Governance der Strukturierung durch Government.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

Authors and Affiliations

  • Martin Florack
    • 1
  • Timo Grunden
    • 1
  • Karl-Rudolf Korte
    • 1
  1. 1.Institut für PolitikwissenschaftUniversität Duisburg-EssenDuisburg-Essen

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