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Migration, Medien und Diaspora

  • Andreas Hepp
  • Cigdem Bozdag
  • Laura Suna

Zusammenfassung

Setzt man sich mit der Frage auseinander, was unter „Migration“ zu verstehen ist, wird der Begriff wesentlich vielfältiger, als er auf den ersten Blick erscheinen mag (vgl. Hoerder et al. 2007; Oswald 2007: 17f.). Diskutiert wird beispielsweise die Frage, inwieweit für ein Konzept von Migration das Durchschreiten nationalstaatlicher Grenzen konstitutiv ist. In Anlehnung an die jüngere Migrationsforschung, die den „methodischen Nationalismus“ (Wimmer/Schiller 2002) – d. h. das unhinterfragte Ansetzen beim Nationalstaat als Bezugsgröße – traditioneller Ansätze kritisiert, bezeichnen wir als Migration die alltagsweltlich relevante, großräumige Verlagerung des Lebensmittelpunkts durch lokale Mobilität. Ein solches Verständnis hebt darauf ab, dass Migration nicht unhinterfragt als ein linearer Wanderungsprozess von einem Herkunfts- in ein Migrationsland begriffen werden kann, der dann in Assimilation und Akkulturation endet (u. a. Pries 2001, Transit Migration Forschungsgruppe 2007). Einerseits wandeln sich die „Aufnahmegesellschaften“ mit der Veränderung ihrer Bevölkerungen durch Migration selbst. Assimilation und Akkulturation sind also bestenfalls als Wechselwirkungszusammenhänge zu verstehen.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

Authors and Affiliations

  • Andreas Hepp
  • Cigdem Bozdag
  • Laura Suna

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