Vom „Rettungshaus“ zur „überwachten Freiheit“

  • Johannes Richter

Zusammenfassung

Die wachsende Besorgnis, mit der das Familienleben der Arbeiterschaft im 19. Jahrhundert beobachtet wurde, gab Anlass zu immer neuen und immer vielfältigeren Maßnahmen und Einrichtungen zur Überwachung, Absicherung und vorübergehenden Substituierung familialer Sozialisationsleistungen. Die Jugendfürsorge war nur ein – allerdings ein ganz zentraler – Baustein dieser gesellschaftlichen und staatlichen Bemühungen. Die Jugendfürsorgelandschaft war vielgestaltig. Sie unterschied sich hinsichtlich ihres privatwohltätigen oder öffentlichen Charakters. Neben kirchlich-konfessionellen Initiativen und Einrichtungen existierten solche, die eher einen weltlichen Zuschnitt hatten, es gab „geschlossene“ und „offene“ Formen der Fürsorgetätigkeit und damit korrespondierend eine Differenzierung nach Altersgruppen und Erziehungszwecken.

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  • Johannes Richter

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