Zusammenfassung

Die Untersuchung dient einleitend der Formulierung von Problemstellungen des ehrenamtlichen Feuerwehrwesens, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:
  • Die gesetzliche Aufgabenstellung, daraus resultierende Anforderungen und die zunehmende Komplexität der vorgefundenen Schadensereignisse erfordern einen hohen Fortbildungsaufwand zum Erhalt einer qualifizierten Gefahrenabwehr.

  • Erwartungen und Konkurrenzdruck am Arbeitsplatz des ehrenamtlichen Helfers sowie eine mitunter rückläufige Toleranz von Vorgesetzten und Kollegen erschweren das ehren amtliche Feuerwehrengagement.

  • Die Erwartungshaltung der Bevölkerung an die zeitliche und qualifikationsbezogene Leistungsfähigkeit sowie die rechtliche Einordnung schutzwürdiger Bürgerinteressen im Rahmen des öffentlichen Sicherstellungsauftrages stehen den organisatorischen Möglichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr oftmals diametral entgegen.

  • Die Wirtschaftslage im Allgemeinen und Arbeitsmarktdaten im Besonderen mindern die Gestaltungsmöglichkeiten der Freiwilligen Feuerwehren. Zusätzlich reduzierend wirken die Notwendigkeit zur individuellen Mobilität sowie die Verlagerung örtlicher Arbeitsplätze.

  • Die Mitgliedschaft eines ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen stößt aufgrund familiärer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Einflüsse an Grenzen, die in einer erschwerten Vereinbarkeit mit primären Lebensbereichen Ausdruck finden.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

Authors and Affiliations

  • Friedhelm Wolter

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