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Der Vorteil als Nachteil – Das Ausgabenproblem der PKV

  • Roman Böckmann

Zusammenfassung

In der öffentlichen Debatte um die Finanzierung des dualen Versicherungssystems steht meistens die Einnahmen- und Ausgabensituation der GKV im Vordergrund. Dabei wird häufig übersehen, dass seit Beginn der Konvergenzphase nicht die GKV, sondern die PKV die größten Ausgabenzuwächse zu verzeichnen hat. Die damit einhergehenden Prämiensteigerungen der PKV stellen zweifelsohne einen der größten „Wachstumsmärkte“ des deutschen Gesundheitswesens dar. Für die privat Versicherten ist diese Entwicklung zwiespältig. Zum einen gewährleistet das vergleichsweise hohe Ausgabenniveau zumeist eine medizinisch hochwertige Versorgung (bis hin zur möglichen Überversorgung), zum anderen besteht auch unter den privat Versicherten ein berechtigtes Interesse daran, nicht mit übermäßigen oder unnötig hohen Kosten konfrontiert zu werden. Dies gilt umso mehr, als es auch in der PKV längst nicht mehr nur wohlhabende Versicherte gibt (siehe Kapitel 4.2). Auch für die Privatversicherer ist diese Entwicklung nicht ganz unproblematisch, da diese kaum wirkungsvolle Steuerungsinstrumente zur Ausgabendämpfung in der Hand haben. Die zum Teil erheblichen Kostensteigerungen in einigen Versorgungsbereichen haben in der Vergangenheit immer wieder zu Prämienanpassungen geführt, die sich vor allem für ältere Versicherte äußerst nachteilig auswirken. Langfristig könnte sich diese Handlungsunfähigkeit auch negativ auf die Nachfrage nach privatem Krankenversicherungsschutz im subsitutiven Kerngeschäft auswirken. Die Ausgabenproblematik sowie mögliche Ansätze zur deren Lösung stehen im Vordergrund der nachfolgenden Betrachtungen.

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  • Roman Böckmann

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