Psychopathie, Erbhygiene, Eugenik, Minderwertigkeit und Menschenökonomie. Eine Ideengeschichte von Beratung im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik
Zusammenfassung
Die Entwicklung der Naturwissenschaften, der Vererbungslehre, der Anthropologie und Eugenik, der Kriminologie und Psychiatrie, die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Methoden, Beobachtung und Experiment verknüpfte sich mit politischen Haltungen in breiten Teilen der Gesellschaft im deutschen Kaiserreich, die von Czarnowski (1991) zu Recht als rassenhygienisch bezeichnet werden und mit den Professionalisierungsinteressen aufsteigender Professionen (Hänsel 2008). An erster Stelle standen Medizin und Naturwissenschaft, welcher später die Psychologie und schließlich die Heilerziehung und Sonderpädagogik als eigene Profession folgen sollten. Um die theoretischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen von pädagogischer Beratung, so wie sie sich im Kaiserreich und in der Weimarer Republik entwickelt hat, zu unterscheiden, müssen Diskurs, Politik, konkrete Institutionalisierung und die Professionen und ihre Interessen unterschieden werden.
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