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Das utopische Bewusstsein in zwei Frankfurter Soziologien: Wissenssoziologie versus Kritische Theorie

  • Amalia Barboza

Zusammenfassung

Wenn man heute von der Frankfurter Soziologie spricht, wird gewöhnlich an die „Frankfurter Schule“ bzw. das Institut für Sozialforschung gedacht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war aber unter „Frankfurter Soziologie“ nicht das Institut für Sozialforschung gemeint, sondern das Soziologische Seminar von Karl Mannheim. Fritz Neumark wies in seinen autobiografischen Erinnerungen darauf hin, dass es vor allem Karl Mannheim zu verdanken sei, dass sich Anfang der 1930er Jahre die Soziologie in Frankfurt etablieren konnte. Während früher Heidelberg das Zentrum der Soziologie war, sollte mit Mannheim dieses Fach in Frankfurt zu einer „Modewissenschaft“ werden. Aufgrund der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde Mannheims Karriere in Frankfurt 1933 jedoch abrupt unterbrochen. Die Berühmtheit, die Mannheim in den 1930er Jahren erreicht hatte, geriet schon bald darauf in Vergessenheit. Sein Werk ist sowohl in Deutschland als auch im Ausland stark rezipiert worden; Mannheim gelang es jedoch nicht, eine Schule zu begründen, wie er es sich in seiner Frankfurter Zeit erhoffte. Dass Mannheim in Frankfurt gelehrt hat und seine Soziologie damals als die Frankfurter Soziologie galt, ist heute weithin vergessen.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010

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  • Amalia Barboza

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