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Zwischen Profession und Experiment

  • Jens Koolwaay

Zusammenfassung

An der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät in Frankfurt standen im Jahr 1929 zwei Neubesetzungen von Professuren an, die bisher der ausscheidende Direktor des Instituts für Sozialforschung, Carl Grünberg, und der Inhaber des ersten Lehrstuhl für Soziologie in Deutschland, Franz Oppenheimer, wahrgenommen hatten. Der Preußische Wissenschaftsminister Carl Heinrich Becker, der sich in jenem Jahr gesetzlich gegenüber der Deutschen Gesellschaft für Soziologie verpflichtet hatte, an den großen Hochschulen Deutschlands Lehrstühle mit Professuren einzurichten, die ausschließlich der Soziologie gewidmet waren, beabsichtigte durch die Neubesetzungen einen „entscheidenden Beitrag zur Demokratisierung der Universität“ zu leisten. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät hingegen wollte die beiden Lehrstühle mit einem Wirtschaftshistoriker und einem Rechtssoziologen besetzen. Während die Leitung des Instituts für Sozialforschung der Philosoph Max Horkheimer übernahm, verblieb der Grünberg-Lehrstuhl an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und wurde, nachdem der bisher präferierte Emil Lederer abgesagt hatte, mit Adolph Lowe neu besetzt.

Karl Mannheim in Frankfurt

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010

Authors and Affiliations

  • Jens Koolwaay

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