Die Integration der beiden Vertrauenstheorien

  • Cornelia Frings

Zusammenfassung

Wie die letzten beiden Kapitel gezeigt haben, stimmen die soziologische und die ökonomische Vertrauenstheorie dahingehend überein, dass Vertrauen als eine Erklärungsgröße angesehen wird, die die Entstehung von Kooperation wesentlich begünstigen kann. Sie konzeptualisieren Vertrauen aber unterschiedlich und bieten auch unterschiedliche Erklärungen dafür an, wie Vertrauen und kooperatives Handeln miteinander zusammenhängen. Gängigerweise werden diese beiden Ansätze in der Literatur unverbunden nebeneinander diskutiert. Es fehlen Arbeiten, die systematisch die Anschlussfähigkeit dieser beiden Theorien prüfen. Diese Umgangsweise mit theoretischem Pluralismus ist nicht nur charakteristisch für die Vertrauensforschung. Wie Benz bemängelt, sind viele Bereiche der politikwissenschaftlichen Theoriebildung durch „Ausdifferenzierung und Spezialisierung, um nicht zu sagen Fragmentierung der Forschung in Bereichsanalysen mit divergierenden Analyseansätzen gekennzeichnet“ (Benz 1997: 14). Theoretische Vielfalt ist aber nur dann ein für die Wissenschaft produktiver Zustand, wenn unterschiedliche Erklärungsansätze auch miteinander konfrontiert und verglichen werden. Dieser Perspektive folgt die vorliegende Arbeit. Sie geht von der Annahme aus, dass eine theoretische Integration, die die Stärken beider Theorien miteinander verbindet, eine angemessenere handlungstheoretische Erklärung für die Entstehung kooperativen Handelns bieten könnte, als es beide für sich genommen zu leisten vermögen.

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  • Cornelia Frings

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