Transnationalismus, ethnische Identität und interethnische Kontakte von italienischen Migranten in Deutschland

  • Jan Fuhse

Zusammenfassung

Transnationalismus rückt in den letzten Jahren – sowohl als Phänomen als auch als Konzept – ins Zentrum der Migrationsforschung. Vor allem in den USA wird ein radikaler Bruch mit früheren Migrationsphänomenen und mit den an Fragen von Assimilation und Integration in den Aufnahmekontext orientierten Fragestellungen der früheren Migrationsforschung postuliert (Glick Schiller et al. 1997; Pries 1997; Waldinger/Fitzgerald 2004). Dabei wird in einer Reihe von qualitativen Arbeiten hervorgehoben, dass Migration etwa von Mexikanern, Kariben und Philippinen in die USA nicht mehr als definitiv und abgeschlossen betrachtet werden kann, sondern einen staatenübergreifenden Sozialraum mit regelmäßigen Austauschprozessen und wechselseitigen Einflüssen kreiert (Basch et al. 1994; Levitt 2001; Smith 2005). Neben den in diesem Band im Vordergrund stehenden Migrantenorganisationen spielen persönliche Kontakte in diesem ‚transnationalen Sozialraum‘ eine sehr wichtige Rolle. Dabei fördern Migrantenorganisationen einerseits transnationale persönliche Kontakte, andererseits gegen sie aber auch aus ihnen hervor, da informelle Vereinigungen meist ihre Wurzeln in Netzwerken des persönlichen Kennens haben.

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  • Jan Fuhse

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