Handbuch Neue Steuerung im Schulsystem pp 377-401 | Cite as
Bildungsberichterstattung – Bildungsmonitoring
Zusammenfassung
Die Begriffe „Bildungsberichterstattung/Bildungsmonitoring“ stehen für Verfahren der systematischen Informationsgewinnung und Informationsaufbereitung über das Bildungswesen, mit denen Gestaltungsentscheidungen zielgerichtet vorgenommen werden sollen. Solche Verfahren sind nichts Neues. Eine statistische Erfassung des Bildungswesens, staatlich initiierte Begleitforschung, Volksbefragungen oder die Dokumentation von Bildungssystementwicklungen mit Hilfe von Erhebungen gibt es bereits seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten. Dies wirft die Frage nach dem Neuigkeitsanspruch auf, der sich mit Begriffen Bildungsberichterstattung/Bildungsmonitoring verbindet, die sich seit 1990er Jahren erst international und dann zunehmend im europäischen und deutschsprachigen Raum etablieren. Inwieweit ist es überhaupt sinnvoll, den Ansatz der Bildungsberichterstattung/des Bildungsmonitorings von früheren Praxen der Informationsgewinnung zu unterscheiden? Wenn es sich nicht nur um eine fortgesetzte, möglicherweise optimierte Praxis handelt, sondern um ein neues Instrument, das eine neue Wirksamkeit beansprucht: Worin besteht der Qualitätssprung? Unsere Antwort ist, dass es die Bildungsberichte sind, die die Differenz ausmachen.
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