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Allgemeine Rahmenbedingungen

  • Eric Karstens
  • Jörg Schütte

Zusammenfassung

Fernsehen ist in Deutschland, das macht besonders der Vergleich mit den USA deutlich, immer ein Politikum gewesen - und das, obgleich es doch von der Idee her staatsfern organisiert ist und demnach weder den jeweils Regierenden, noch auch vorrangig den politischen Parteien ausgeliefert sein sollte. In Wirklichkeit aber lässt sich eine deutsche Fernsehgeschichte am leichtesten als Chronik der politischen Eingriffe und Weichenstellungen schreiben, und erst in den neunziger Jahren verschiebt sich der Fokus von programminhaltlichen und personalpolitischen Interessen hin zu einer vorrangig unter wirtschaftlichen Aspekten geführten Debatte. Fernsehen ist in der öffentlichen Wahrnehmung von einem Medium der gesellschaftlichen Integration, von einem Erziehungs- und Kulturfaktor, zu einem Wirtschaftsgut geworden. Seinen Charakter als Leitmedium hat es dabei zwar nicht abgegeben, aber massiv verändert: Konnte es bis in die siebziger Jahre hinein die ihm zugedachte Aufgabe als Medium und Faktor von Meinungsbildung und Unterhaltung noch erfüllen, zeichnet es sich inzwischen durch seine thematische wie technische Omnipräsenz aus. Kaum ein Inhalt, der nicht früher oder später irgendwo im Fernsehen vorkäme, zugleich aber im endlosen Strom der Bilder und Töne in seiner Bedeutung nivelliert würde.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2010

Authors and Affiliations

  • Eric Karstens
  • Jörg Schütte

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