Weak und Strong Ties. Freundschaft aus netzwerktheoretischer Perspektive

  • Christian Stegbauer

Zusammenfassung

Oft wird behauptet, dass es Tendenzen dazu geben würde, dass sich Freundschaften von einer „tiefen Beziehung“ hin zu „lockereren“ Bekanntschaften entwickelten. Im Beitrag wird gezeigt, dass bei diesen Überlegungen eine einfache Unterscheidung zwischen „weak ties“ und „strong ties“ zu kurz greift. Zu vielfältig sind die Beziehungen, die sich hinter den Begriffen verbergen. Mit einer Orientierung an Harrison White ist es möglich, wesentliche sozialkonstruktivistische Bedingungen für die Entwicklung von Beziehungen anzugeben. Oft wird Freundschaft als „Restkategorie“ bezeichnet, weil man anders als bei funktionalen Positionen, wie familiären Beziehungen, nur schwer Inhalte vorgeben kann. Durch den „Aushandlungscharakter“ von Beziehungen wird offenbar, dass es für Freundschaften keine „Essenz“ von Beziehungsinhalten geben kann.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010

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  • Christian Stegbauer

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