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Sprache: Von Frauensprache zu frauengerechter Sprache

  • Senta Trömel-Plötz

In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre tauchte das Thema Sprache und Geschlecht an den Universitäten Osnabrück, Trier, Berlin und Konstanz in einzelnen Veranstaltungen zum ersten Mal auf. Fast zeitgleich erschienen im Herbst 1978 der erste Band zu Sprache und Geschlecht herausgegeben von Helga Andresen et al. in den Osnabrücker Beiträgen zur Sprachtheorie 8 und mein Artikel „Linguistik und Frauensprache“ in den Linguistischen Berichten 57. Mit dem Artikel von Luise Pusch „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, doch weiter kommt man ohne ihr“. 1979 war das Thema Frauensprache, wie wir es – Robin Lakoffs Terminus Women's Language folgend – anfangs nannten, in die Linguistik eingeführt. Zusammen gaben Luise Pusch und ich 1980 und 1981 in den Linguistischen Berichten 69 und 71 zwei Themenbände zu Sprache, Geschlecht und Macht heraus, zusammen leiteten wir immer größere Arbeitsgruppen bei den Jahrestagungen der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (Universität Regensburg, Unversität Passau). 1980 erschienen die ersten Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs für das Deutsche in den Linguistischen Berichten.

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Literatur

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2008

Authors and Affiliations

  • Senta Trömel-Plötz

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