Advertisement

Strategische Rückgriffe der extremen Rechten auf Mythen und Symbole

  • Georg Schuppener

Zusammenfassung

Wie jede nennenswerte politische Bewegung ist auch die extreme Rechte weder gänzlich homogen noch statisch, sondern vielmehr von verschiedenen Strömungen geprägt und bei aller Fortschreibung struktureller politischer Grundüberzeugungen dem ständigen Wandel unterlegen. Allerdings erweisen sich vermeintlich neue Phänomene oftmals lediglich als Rückgriff auf bereits Bekanntes oder als bloße Variation überkommener Muster und Traditionen. Dies trifft auch für die hier untersuchte Thematik zu, nämlich die Vereinnahmung und Umdeutung von Mythen und Symbolen im Rechtsextremismus.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bitzan, Renate (2002): Frauen in der rechtsextremen Szene. In: Grumke, Thomas/Wagner, Bernd (Hg.): Handbuch Rechtsradikalismus. Personen – Organisationen – Netzwerke vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft. Opladen. 87–104.Google Scholar
  2. Brodkorb, Mathias/Schmidt, Thomas (2002): Gibt es einen modernen Rechtsextremismus? Das Fallbeispiel Mecklenburg-Vorpommern. Schwerin.Google Scholar
  3. Christiansen, Ingolf/Fromm, Rainer/Zinser, Hartmut (2006): Brennpunkt Esoterik. Okkultismus, Satanismus, Rechtsradikalismus. Hamburg.Google Scholar
  4. Engert, Marcus (2008): Sprache des Rechtsextremismus – Merkmalsbestimmung auf der Grundlage der sprachlichen Analyse von vier sächsischen Magazinen. In: Schuppener, Georg (Hg.): Sprache des Rechtsextremismus. Spezifika der Sprache rechtsextremistischer Publikationen und rechter Musik. Leipzig. 78–95.Google Scholar
  5. Eschebach, Insa/Thye, Elke (1995): Die Religion der Rechten. Völkische Religionsgemeinschaften – Aktualität und Geschichte. Dortmund.Google Scholar
  6. Fahr, Margitta-Sybille (2004): Heimlicher Runenzauber. Symbolsprache und Kennzeichen der Rechten. In: Gertoberens, Klaus (Hg.): Die braune Gefahr in Sachsen. Personen, Fakten, Hintergründe. Dresden.Google Scholar
  7. Fahr, Margitta-Sybille (2005): Spirit of 88. Rechtsextreme Zeichen und Symbole. Erfurt.Google Scholar
  8. Farin, Klaus/Flad, Henning (2001): Reaktionäre Rebellen. Rechtsextreme Musik in Deutschland. In: Archiv der Jugendkulturen (Hg.): Reaktionäre Rebellen. Rechtsextreme Musik in Deutschland. Berlin. 9–98.Google Scholar
  9. Fromm, Rainer/Kernbach, Barbara (2001): Rechtsextremismus im Internet. Die neue Gefahr. München.Google Scholar
  10. Gerdes, Gesche (2008): Die Sprache im rechtsextremen Fanzine „Der Foiersturm“. In: Schuppener, Georg (Hg.): Sprache des Rechtsextremismus. Spezifika der Sprache rechtsextremistischer Publikationen und rechter Musik. Leipzig. 50–58.Google Scholar
  11. Grumke, Thomas/Wagner, Bernd (Hg.) (2002): Handbuch Rechtsradikalismus. Personen – Organisationen – Netzwerke vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft. Opladen.Google Scholar
  12. Heller, Friedrich Paul/Maegerle, Anton (1998): Thule. Vom völkischen Okkultismus bis zur Neuen Rechten. Stuttgart.Google Scholar
  13. Hundseder, Franziska (1998): Wotans Jünger. Neuheidnische Gruppen zwischen Esoterik und Rechtsradikalismus. München.Google Scholar
  14. Hunger, Ulrich (1984): Die Runenkunde im Dritten Reich. Ein Beitrag zur Wissenschafts- und Ideologiegeschichte des Nationalsozialismus. Frankfurt/M./Bern/New York/Nancy.Google Scholar
  15. Jennerjahn, Miro (2006): Neue Rechte und Heidentum. Zur Funktionalität eines ideologischen Konstrukts. Frankfurt/M./Berlin/Bern/Brüssel/New York/Oxford/Wien.Google Scholar
  16. Korgel, Lorenz/Borstel, Dierk (2002): Rechtsextreme Symbolik und Kleidung im öffentlichen Raum. Bestandsaufnahme und Handlungsstrategien. In: Grumke, Thomas/Wagner, Bernd (Hg.): Handbuch Rechtsradikalismus. Personen – Organisationen – Netzwerke vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft. Opladen. 213–228.Google Scholar
  17. Lohmann, Juliane (2008): Die Sprache des Rechtsextremismus am Beispiel des Fanzines „Sachsens Glanz“. In: Schuppener, Georg (Hg.): Sprache des Rechtsextremismus. Spezifika der Sprache rechtsextremistischer Publikationen und rechter Musik. Leipzig. 26–37.Google Scholar
  18. Menhorn, Christian (2001): Skinheads: Portrait einer Subkultur. Baden-Baden.Google Scholar
  19. Innenministerium Nordrhein-Westfalen (2006): Musik – Mode – Markenzeichen. In: Innenministerium Nordrhein-Westfalen (Hg.). Rechtsextremismus bei Jugendlichen. Düsseldorf.Google Scholar
  20. Pfeifer, Wolfgang (Hg.) (1993): Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2 Bände. Berlin.Google Scholar
  21. Pfeiffer, Thomas (2002): Publikationen und Verlage. In: Grumke, Thomas/Wagner, Bernd (Hg.): Handbuch Rechtsradikalismus. Personen – Organisationen – Netzwerke vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft. Opladen. 105–115.Google Scholar
  22. Ramelsberger, Annette (2005): Erkundungen in Ostdeutschland. Essay. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 42. 3–8.Google Scholar
  23. Schnurbein, Stefanie von (1992): Religion als Kulturkritik. Neugermanisches Heidentum im 20. Jahrhundert. Heidelberg.Google Scholar
  24. Scholz, Volker (2008): Rechtsextremismus und Mythologie aus Sicht des Verfassungsschutzes. In: Schuppener, Georg (Hg.): Sprache des Rechtsextremismus. Spezifika der Sprache rechtsextremistischer Publikationen und rechter Musik. Leipzig. 18–25.Google Scholar
  25. Schuppener, Georg (1997): Zwischen den Jahren. Bräuche und Vorstellungen in den heiligen zwölf Nächten. In: Schuppener, Georg/Tetzner, Reiner (Hg.): Kultur und Mythos. Beiträge zum Projekt „Dichtung und Erfahrung – Mythen als Mittel der Verständigung“. Leipzig. 53–70.Google Scholar
  26. Schuppener, Georg (1998): Bedeutende Zahlen in der germanischen Mythologie. In: Schuppener, Georg/Tetzner, Reiner (Hg.): Glaube und Mythos. Leipzig. 9–29.Google Scholar
  27. Schuppener, Georg (2007): Spuren germanischer Mythologie in der deutschen Sprache. Namen, Phraseologismen und aktueller Rechtsextremismus. Leipzig.Google Scholar
  28. Schuppener, Georg (Hg.) (2008): Sprache des Rechtsextremismus. Spezifika der Sprache rechtsextremistischer Publikationen und rechter Musik. Leipzig.Google Scholar
  29. Simek, Rudolf (1995): Lexikon der germanischen Mythologie. Stuttgart.Google Scholar
  30. Standpunkte (2002): Erziehung für Demokratie – gegen Rechtsextremismus. CD-ROM herausgegeben vom Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM). Berlin.Google Scholar
  31. Staud, Toralf (2006): Moderne Nazis. Die neuen Rechten und der Aufstieg der NPD. In: Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung 566. Bonn.Google Scholar
  32. Stöss, Richard (2000): Rechtsextremismus im vereinten Deutschland. Berlin.Google Scholar
  33. Stuhl, Frauke (2001): Ich weiß nicht, was soll es bedeuten … Die Symbolik der extremen Rechten. In: Archiv für Jugendkulturen (Hg.): Reaktionäre Rebellen. Rechtsextreme Musik in Deutschland. Berlin. 117–130.Google Scholar
  34. Sünner, Rüdiger (1999): Schwarze Sonne. Entfesselung und Missbrauch der Mythen in Nationalsozialismus und rechter Esoterik. Freiburg.Google Scholar
  35. Tauber, Kurt P. (1967): Beyond Eagle and Swastika. German Nationalism Since 1945. 2 Bände. Middletown.Google Scholar
  36. Udolph, Jürgen (1999): Ostern. Geschichte eines Wortes. Heidelberg.Google Scholar
  37. Sächsisches Staatsministerium des Innern/Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen (2003): Verfassungsschutzbericht Freistaat Sachsen 2003. Dresden.Google Scholar
  38. Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen über das Jahr 2006. Pressefassung. Düsseldorf.Google Scholar
  39. Versteckspiel (2005): Lifestyle, Symbole und Codes von neonazistischen und extrem rechten Gruppen. Berlin.Google Scholar
  40. Wagner, Bernd (2002): Kulturelle Subversion von rechts in Ost- und Westdeutschland: Zu rechtsextremen Entwicklungen und Strategien. In: Grumke, Thomas/Wagner, Bernd (Hg.): Handbuch Rechtsradikalismus. Personen – Organisationen – Netzwerke vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft. Opladen. 13–28.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH 2009

Authors and Affiliations

  • Georg Schuppener

There are no affiliations available

Personalised recommendations