Branchen als Motoren des Wirtschaftswachstums
Zusammenfassung
Die Wirtschaft von Ländern mit hoch entwickeltem Kapitalismus durchläuft einen eigentümlichen Rhythmus von Auf- und Abschwung. Die Wirtschaftsgeschichte hat sich seit Langem mit den Ursachen dieser „wirtschaftlichen Wechsellagen“ (Spiethoff) befasst. Dabei wird unterschieden zwischen Kapitalgüterindustrien, die längerfristige Auf- und Abschwünge bewirken und solchen die Konsumgüter herstellen, dadurch aber nur kürzere Auf- und Abschwünge mit neuen Produkten nach sich ziehen. Weiterhin kann unterschieden werden zwischen Industrien, die für den Export herstellen und damit längerfristige Zyklen auslösen, während diejenigen, die den heimischen Markt versorgen, nur kürzerfristige bewirken. Einflüsse darauf gehen u.a. von Entwicklung und Stimmungslage der Bevölkerung sowie von Preis-, Lohn- und Zinsmechanismen aus. Solche Einflüsse sind für die kurzfristige Konjunkturpolitik und deren klassische Risikofaktoren (Inflation, Arbeitslosigkeit, Zahlungsbilanzprobleme) hoch relevant, für die längerfristige Entwicklung einer Volkswirtschaft (insbesondere deren Wachstumspotenzial) jedoch weniger bedeutsam.
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