Informationsverarbeitung, Lernprobleme und Fehleinschätzungen

Auszug

Die meisten Entscheidungssituationen sind nicht eindeutig, sondern mehrdeutig und unsicher. Das erfordert das Sammeln und Verarbeiten von Informationen, um mögliche Konsequenzen besser abschätzen zu können. Risikopräferenzen in außenpolitischen Entscheidungen werden nach Vertzberger auf drei Ebenen konstruiert: durch individuelle Führungspersonen, in Gruppen und Großorganisationen (Bürokratien) und auf der kulturell-gesellschaftlichen Ebene.1 Das Zusammenwirken dieser verschiedenen Ebenen erschwert natürlich eine einheitliche und konsistente Informationsverarbeitung.

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  1. 1.
    Vertzberger (1998; 1990).Google Scholar
  2. 2.
    Vertzberger (1998, 397 f.).Google Scholar
  3. 3.
    Zum Faktor Persönlichkeit in der Geschichte siehe Schwarz (1998).Google Scholar
  4. 4.
    Janis (1982); Janis/Mann (1977, 107 ff.). Wichtige Anstöße zur Analyse von bürokratischen Entscheidungsprozessen gingen von Allison (1971) aus.Google Scholar
  5. 5.
    Der einschlägige Aufsatz von Tversky/ Kahneman in Science (1974, 185, 1124–1131) ist wiederabgedruckt in Kahneman/Slovic/Tversky (1982). Siehe für den Forschungsstand auch Gilovich/ Griffin/Kahneman (2002).CrossRefGoogle Scholar
  6. 6.
    Gigerenzer/ Todd (1999).Google Scholar
  7. 7.
    Für eine konzise Rezeption in der Wirtschaftswissenschaft und die folgende Übersicht siehe Bazermann (2002). Für eine deutschsprachige Diskussion Jungermann/Pfister/Fischer (1998, 166 ff.).Google Scholar
  8. 8.
    Mandelbrot (2004) weist andererseits darauf hin, dass extreme Ereignisse auf manchen Gebieten (z.B. an Finanzmärkten) häufiger auftreten als nach der statistischen Normalverteilung zu erwarten wäre.Google Scholar
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  10. 10.
    Siehe erstes Buch, siebentes Kapitel in Clausewitz (1980/1832, 261 ff.).Google Scholar
  11. 11.
    Aufschlussreich ist in dieser Hinsicht Maoz’ (1990) Studie über die Paradoxa des Krieges. Sie zeigt, wie sich vermeintlich gut geplante Kriege zu großen Desastern entwickeln können.Google Scholar
  12. 12.
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  13. 13.
    Festinger (1957).Google Scholar
  14. 14.
    Schulz (1997, 94).Google Scholar
  15. 15.
    Vertzberger (1998, 79 ff.).Google Scholar
  16. 16.
    Zu systematischen Unterscheidung der Entscheidungsprozesse siehe vor allem Lijphart (1999).Google Scholar
  17. 18.
    Huntington (1996). Kritisch u.a. Rösel (1999). Zuletzt argumentierte Sen (2006) eindringlich, dass „Reduktionismus“ in Bezug auf die Identität von Menschen und Gruppen nicht nur falsch, sondern der Ursprung ethnischer Gewalt sei.Google Scholar
  18. 19.
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  20. 21.
    Vertzberger (1998, 79 ff.).Google Scholar
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    Für einen Überblick zur Forschung über „intertemporale Präferenzen“ siehe Jungermann/ Pfister/ Fischer (1998, 80 ff.). Individuen legen bisweilen größeren Wert auf die Befriedigung kurzfristiger Bedürfnisse, mit der möglichen Folge, damit langfristigen Interessen zu schaden.Google Scholar
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    Vertzberger (1998, 397 f.).Google Scholar
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    Siehe Tetlock (1998, 877).Google Scholar
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    Trimpop (1994). Zur Illustration sei auf Extremsportler verwiesen, die zwar häufig ihr Leben riskieren, denen man aber nicht unterstellen kann, dass sie die Risiken ignorieren. Sie gehen vielmehr meistens ein mehr oder weniger gut kalkuliertes Risiko ein, indem sie durch Talent, gute Vorbereitung, durch Training und Erfahrung sowie bestimmte Sicherheitsmaßnahmen versuchen, die Risiken zu kontrollieren.Google Scholar
  25. 28.
    Zur Einführung siehe McCrae/ John (1992).Google Scholar
  26. 30.
    Siehe dazu besonders den Aufsatz von Kowert/ Hermann (1997).Google Scholar
  27. 31.
    Briggs Myers (1995/1980), Zuckermann et al. (1993), Andresen (2000).Google Scholar
  28. 32.
    Arrow (1963/1951).Google Scholar
  29. 33.
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  30. 34.
    Siehe Tsebelis (2002), Bräuninger (2000), König (1997), König/Bräuninger (1998).Google Scholar
  31. 35.
    Einen neueren Forschungsbericht zu Gruppenprozessen gibt McDermott (2004a, 239 ff.).Google Scholar
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  34. 39.
    Janis (1982, 9).Google Scholar
  35. 40.
    Siehe auch Tetlock (1998, 878).Google Scholar
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    Siehe Greiner/ Müller/ Walter (2006), Jung/Schlichte/Siegelberg (2003).Google Scholar
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    Hoffman (2006, 211 ff.). Zum transnationalen Terrorismus siehe insgesamt Schneckener (2006).Google Scholar
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  40. 48.
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    Siehe dazu besonders Bergen (2001, 31 ff.), der 1997 mit Osama bin Laden das erste Interview für die englischsprachige Welt führte.Google Scholar
  42. 50.
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  43. 51.
    Hoffman (2006, 211 ff.). Die Anwendung und Verbreitung des Selbstmordattentats unter den islamistischen und nichtislamistischen palästinensischen Milizen, Hamas, Islamischer Dschihad und den Al-Aksa-Brigaden der weltlichen Fatah ist nicht zuletzt der Konkurrenz zwischen diesen Gruppen um den größten Einfluss geschuldet.Google Scholar
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    Siehe v.a. Appleby (2000); Gopin (2000).Google Scholar
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    Siehe Rittberger/ Hasenclever (2005); Fox/Sandler (2005).Google Scholar
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