Risikoeinstellungen in internationalen Konflikten pp 101-123 | Cite as
Informationsverarbeitung, Lernprobleme und Fehleinschätzungen
Chapter
Auszug
Die meisten Entscheidungssituationen sind nicht eindeutig, sondern mehrdeutig und unsicher. Das erfordert das Sammeln und Verarbeiten von Informationen, um mögliche Konsequenzen besser abschätzen zu können. Risikopräferenzen in außenpolitischen Entscheidungen werden nach Vertzberger auf drei Ebenen konstruiert: durch individuelle Führungspersonen, in Gruppen und Großorganisationen (Bürokratien) und auf der kulturell-gesellschaftlichen Ebene.1 Das Zusammenwirken dieser verschiedenen Ebenen erschwert natürlich eine einheitliche und konsistente Informationsverarbeitung.
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- 27.Trimpop (1994). Zur Illustration sei auf Extremsportler verwiesen, die zwar häufig ihr Leben riskieren, denen man aber nicht unterstellen kann, dass sie die Risiken ignorieren. Sie gehen vielmehr meistens ein mehr oder weniger gut kalkuliertes Risiko ein, indem sie durch Talent, gute Vorbereitung, durch Training und Erfahrung sowie bestimmte Sicherheitsmaßnahmen versuchen, die Risiken zu kontrollieren.Google Scholar
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