Teilhaben an Schule pp 219-235 | Cite as
Va pensiero! Warum die Sache mit der Selbstbestimmung in der Schule nicht so einfach ist
Auszug
Das selbstbestimmte Subjekt ist das erklärte Ziel aller Pädagogik seit die historische Aufklärung den Menschen aus der Verpflichtung auf fortwährende traditionale Reproduktion des Gegebenen herausgeführt hat (vgl. nur etwa Benner 1996, 188ff, Blankertz 1982, 21ff, Heydorn 1970, 92ff). In der bürgerlichen Gesellschaft soll weder die familiale Herkunft den späteren sozialen Status der Heranwachsenden, noch die überlieferte kollektive Gewissheit den Inhalt ihres Denkens präjudizieren. Stellung wird — dem Anspruch nach — aus eigenem Entschluss bezogen: die soziale, welche erst in Konkurrenz mit anderen zu erobern ist, ebenso wie die überzeugungsmäßiige, welche sich auf Reflexion und selbstverantwortliche Entscheidung gründet.
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.
Literatur
- Benner, Dietrich (1996). Allgemeine Pädagogik. Eine systematisch-problemgeschichtliche Einführung in die Grundstruktur pädagogischen Denkens und Handelns. Weinheim/München: Juventa.Google Scholar
- Blankertz, Herwig (1982). Die Geschichte der Pädagogik. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart. Wetzlar: Büchse der Pandora.Google Scholar
- Bourdieu, Pierre (1999). Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft. Frankfurt/Main. Suhrkamp.Google Scholar
- Dreeben, Robert (1980). Was wir in der Schule lernen. Frankfurt/Main: Suhrkamp.Google Scholar
- Gamm, Hans Jochen (1990). Führung und Verführung. Pädagogik des Nationalsozialismus. München: List.Google Scholar
- Giddens, Anthony (1995). Die Konstitution der Gesellschaft, Grundzüge einer Theorie der Strukturierung. Frankfurt/Main: Campus.Google Scholar
- Habermas, Jürgen (1988). Theorie des kommunikativen Handelns, Bd. 1. Frankfurt/Main: Suhrkamp.Google Scholar
- Hackl, Bernd (2006). Ohne Worte. über Sinn, Sprache und Domestizierung des Körpers. Pädagogische Korrespondenz Nr. 35/06, 66–79.Google Scholar
- Hackl, Bernd (2004). Explizites und implizites Wissen. Menschliches Handeln im Spannungsfeld von Intentionalität, Rationalität und praktischem Können. In Hackl, Bernd & Neuweg, Georg Hans (Hg.), Zur Professionalisierung pädagogischen Handelns. Münster: Lit.Google Scholar
- Hackl, Bernd (2000). Systemisch denken — pädagogisch handeln? Reichweite, Paradoxien und Selbstmissverständnisse eines populären Idioms. Innsbruck, Wien, München: Studienverlag.Google Scholar
- Hackl, Bernd (1998). Aufbruch aus der Krise? Schulautonomie in Österreich zwischen Reformbedarf, Demokratisierung und Marktrhetorik. Die Deutsche Schule 1/98, 79–92.Google Scholar
- Heydorn, Heinz Joachim (1980). Zum Bildungsproblem in der gegenwärtigen Situation. In ders., Zur bürgerlichen Bildung, Anspruch und Wirklichkeit, Bildungstheoretische Schriften Bd. 1. Frankfurt/Main: Syndikat.Google Scholar
- Heydorn, Heinz Joachim (1970). Über den Widerspruch von Bildung und Herrschaft. Frankfurt/Main: Europäische Verlagsanstalt.Google Scholar
- Holzkamp, Klaus (1983). Grundlegung der Psychologie. Frankfurt/Main: Campus.Google Scholar
- Holzkamp, Klaus (1993). Lernen. Frankfurt/Main: Campus.Google Scholar
- Joas, Hans (1996). Die Kreativität des Handelns. Frankfurt/Main: Suhrkamp.Google Scholar
- Klafki, Wolfgang (1991). Zur Unterrichtsplanung im Sinne kritisch-konstruktiver Didaktik. In ders., Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Weinheim/Basel: Beltz.Google Scholar
- Locke, John (1714). Directions concerning Education. Zit. nach. ders. (1980). Gedanken über Erziehung. Stuttgart: Reclam.Google Scholar
- Neuweg, Georg Hans (1999). Könnerschaft und implizites Wissen. Zur lehr-lerntheoretischen Bedeutung der Erkenntnis-und Wissenstheorie Michael Polanyis. Münster: Waxmann.Google Scholar
- Oevermann, Ulrich (2001). Die Struktur sozialer Deutungsmuster. Versuch einer Aktualisierung. Sozialer Sinn, Nr. 1/01, 35–81.Google Scholar
- Polanyi, Michael (1985). Implizites Wissen. Frankfurt/Main: Suhrkamp.Google Scholar
- Polanyi, Michael (1962). Personal Knowledge. Towards a Post-Critical Philosophy. Chicago: Routledge.Google Scholar
- Rackeseder, Christine (2006). Meisterschaft als Lebensform. Die nicht-dualistische Vorstellungswelt asiatischer ‚Handlungskonzepte’. In Heinrich, Martin & Greiner, Ulrike (Hg.), Schauen, was ‘rauskommt. Kompetenzförderung, Evaluation und Systemsteuerung im Bildungswesen. Münster: Lit.Google Scholar
- Rousseau, Jean Jaques (1762). Emile ou de l’éducation. Zit. nach. ders. (1975). Emil oder über die Erziehung. Paderborn: Schöningh.Google Scholar
- Waldenfels, Bernhard (2000). Das leibliche Selbst. Vorlesungen zur Phänomenologie des Leibes. Frankfurt/Main: Suhrkamp.Google Scholar
- Waldenfels, Bernhard (1994). In den Netzen der Lebenswelt. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
- Weniger, Erich (1929). Die Autonomie der Pädagogik. Zit. nach. ders. (1990). Ausgewählte Schriften zur Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, Bd. 6. Weinheim/Basel: Beltz.Google Scholar
- Zinnecker, Jürgen, Hg. (1975). Der heimliche Lehrplan. Untersuchungen zum Schulunterricht. Weinheim/Basel: Beltz.Google Scholar