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PRO KÖLN — Entstehung und Aktivitäten

  • Hans-Peter Killguss
  • Jürgen Peters
  • Alexander Häusler

Auszug

Seitdem die BÜRGERBEWEGUNG PRO KÖLN politisch aktiv ist, versucht sie sich als eine Organisation zu inszenieren, die sich „undogmatisch, überparteilich und ohne Tabus“, so heißt es in ihrem Programm, für kommunale Belange engagiert und damit der behaupteten korrumpierten Politik der „Altparteien“ eine als „freiheitlich“ bezeichnete Alternative entgegensetzt. Da die rechtspopulistische Vereinigung weiß, dass sie sich nicht dauerhaft als politische Kraft mit Einfluss auf das parlamentarischen Geschehen Kölns etablieren kann, ohne sich vom Stigma des Rechtsextremismus zu befreien, bemüht sie sich vehement um verbale Distanz zur extremen Rechten. „Wir sind und bleiben eine völlig grundgesetzkonforme Bürgerbewegung, die sich eindeutig zu den Werten der demokratischen Grundordnung bekennt und jeder Art des Radikalismus eine entschiedene Absage erteilt“1, so PRO KÖLN anlässlich der bevorstehenden Veröffentlichung des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzberichtes Ende März 2008. Die Proteste der „Bürgerbewegung“ und die von ihr angestrengten verwaltungsgerichtlichen Verfahren gegen das Land NRW waren jedoch bislang erfolglos.2

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Literatur

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Authors and Affiliations

  • Hans-Peter Killguss
    • 1
  • Jürgen Peters
    • 2
  • Alexander Häusler
    • 2
  1. 1.Informations- und Beratungsstelle Rechtsextremismus beim NS-DokumentationszentrumStadt KölnKöln
  2. 2.Arbeitsstelle NeonazismusFH DüsseldorfDüsseldorf

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