Advertisement

Rechtspopulismus als Stilmittel zur Modernisierung der extremen Rechten

  • Alexander Häusler

Auszug

Seit dem Aufkommen der SCHILL-PARTEI erhielt der Begriff des Rechtspopulismus, der auf der europäischen Ebene durch die Inszenierungen des österreichischen Rechtsaußenpolitikers Jörg Haider Konjunktur erfuhr, auch für die Kennzeichnung spezifischer bundesdeutscher Rechtsaußen-Parteien Bedeutung. Rechtspopulismus gerierte zum medialen Modewort, war zugleich Schimpfwort wie auch in undifferenzierter Form eine Art von verharmlosender Kennzeichnung autoritaristischer und nationalistischer Hau-Ruck-Rhetorik gegenüber der sonst gängigen Rechtsextremismus-Kennzeichnung. Da es sich bei diesen Kennzeichnungen jedoch zumeist lediglich um den Versuch einer Beschreibung bestimmter rhetorischer und propagandistischer Inszenierungsformen handelt, ist die inhaltliche Ausrichtung der so beschriebenen Protagonisten damit noch gar nicht erfasst.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Benthin, Rainer (2004): Auf dem Weg in die Mitte. Öffentlichkeitsstrategien der Neuen Rechten. Frankfurt am MainGoogle Scholar
  2. Brück, Brigitte (2005): Frauen und Rechtsradikalismus in Europa. WiesbadenGoogle Scholar
  3. Butterwegge, Christoph; Häusler, Alexander (2002): Rechtsextremismus, Rassismus und Nationalismus: Randphänomene oder Phänomene der Mitte? In: Butterwegge, Christoph u.a. (Hrsg.) (2002): Themen der Rechten — Themen der Mitte. Zuwanderung, demografischer Wandel und Nationalbewusstsein. OpladenGoogle Scholar
  4. Butterwegge, Christoph/ Hentges, Gudrun (Hrsg.) (2008): Rechtspopulismus, Arbeitswelt und Armut. Befunde aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. OpladenGoogle Scholar
  5. Butterwegge, Christoph (2008): Definitionen, Einfallstore und Handlungsfelder des Rechtspopulismus. In: Christoph Butterwegge/ Gudrun Hentges (2008) (Hrsg.): Rechtspopulismus, Arbeitswelt und Armut. Befunde aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Opladen: S. 11–78Google Scholar
  6. Decker, Frank (2001): Der neue Rechtspopulismus in den westlichen Demokratien. In: „Rechtspopulismus auf dem Vormarsch?“ Eine Tagung der SPD Hamburg am 1. Dezember 2001. BroschüreGoogle Scholar
  7. Decker, Frank (Hrsg.) (2006.): Populismus. Gefahr für die Demokratie oder nützliches Korrektiv? WiesbadenGoogle Scholar
  8. Decker, Frank/ Hartleb, Florian (2006): Populismus auf schwierigem Terrain. Die rechten und linken Herausforderungen in der Bundesrepublik. In: Frank Decker (Hrsg.) (2006): Populismus. Gefahr für die Demokratie oder nützliches Korrektiv? Wiesbaden: S. 191–215Google Scholar
  9. Decker, Frank (2006): Die populistische Herausforderung. Theoretische und ländervergleichende Perspektiven. In: Frank Decker (Hrsg.) (2006): Populismus. Gefahr für die Demokratie oder nützliches Korrektiv? Wiesbaden. S. 9–32Google Scholar
  10. Falter, Jürgen W. (1994): Wer wählt rechts? Die Wähler und Anhänger rechtsextremistischer Parteien im vereinigten Deutschland. MünchenGoogle Scholar
  11. Geden, Oliver (2005): Identitätsdiskurs und politische Macht: Die rechtspopulistische Mobilisierung von Ethnozentrismus im Spannungsfeld von Oppositionspolitik und Regierung am Beispiel FPÖ und SVP. In: Frölich-Steffen Susanne, Rensmann, Lars (Hrsg.) (2005): Populisten an der Macht. Populistische Regierungsparteien in West-und Osteuropa. Wien: S.69–84Google Scholar
  12. Geden, Oliver (2007): Rechtspopulismus. Funktionslogiken — Gelegenheitsstrukturen — Gegenstrategien. SWP-Studie. BerlinGoogle Scholar
  13. Hafeneger, Benno; Schönfelder, Sven (2007): Politische Strategien gegen die extreme Rechte in Parlamenten. Folgen für kommunale und lokale Demokratie. BerlinGoogle Scholar
  14. Hasselberg, Sven (2002): Pia Kærsgaard: Es gibt nur eine Zivilisation. In: Jungwirth, Michael (Hrsg.) (2002): Haider, Le Pen & Co. Europas Rechtspopulisten Graz: S. 152–163Google Scholar
  15. Heitmeyer, Wilhelm (Hrsg.) (2007): Deutsche Zustände. Folge 5. Frankfurt am MainGoogle Scholar
  16. Heitmeyer, Wilhelm (2001). Autoritärer Kapitalismus, Demokratieentleerung und Rechtspopulismus. Eine Analyse von Entwicklungstendenzen. In: Loch, Dietmar; Heitmeyer, Wilhelm (Hrsg.) (2001): Schattenseiten der Globalisierung. Rechtsradikalismus, Rechtspopulismus und separatistischer Regionalismus in westlichen Demokratien. Frankfurt am Main: S. 497–536Google Scholar
  17. Herbert, Ulrich (2001):Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. Saisonarbeiter, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge. MünchenGoogle Scholar
  18. Jaschke, Hans-Gerd (2007): Politischer Extremismus. Bonn (Lizenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung)Google Scholar
  19. Lafontaine, Oskar (2005): Politik für alle. Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft. BerlinGoogle Scholar
  20. Loch, Dietmar; Heitmeyer, Wilhelm (Hrsg.) (2001): Schattenseiten der Globalisierung. Rechtsradikalismus, Rechtspopulismus und separatistischer Regionalismus in westlichen Demokratien. Frankfurt am MainGoogle Scholar
  21. Mecklenburg, Jens (Hrsg.) (1996): Handbuch Deutscher Rechtsextremismus. BerlinGoogle Scholar
  22. Mouffe, Chantal (2007): Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion. Frankfurt am MainGoogle Scholar
  23. Niethammer, Lutz (2000): Kollektive Identität. Heimliche Quellen einer unheimlichen Kultur, HamburgGoogle Scholar
  24. Pelinka, Anton (2005): Die FPÖ: Eine rechtspopulistische Regierungspartei zwischen Adaption und Opposition In: Frölich-Steffen, Susanne; Rensmann, Lars (Hrsg.) (2005): Populisten an der Macht. Populistische Regierungsparteien in West-und Osteuropa. Wien: S.87–105Google Scholar
  25. Pfeiffer, Martin (2007): Hunderte wider dem Pöbel In: DIE AULA 12/2007. GrazGoogle Scholar
  26. Priester, Karin (2007): Populismus. Historische und aktuelle Erscheinungsformen. Frankfurt am MainGoogle Scholar
  27. Rechtsschutzinstitut (Hrsg.) (1997): Lokalpolitik und die extreme Rechte in Düsseldorf. DüsseldorfGoogle Scholar
  28. Rensmann, Lars (2006): Populismus und Ideologie In: Frank Decker (Hrsg.) (2006): Populismus. Gefahr für die Demokratie oder nützliches Korrektiv? Wiesbaden: S. 59–80Google Scholar
  29. Rucht, Dieter (2002): Rechtsradikalismus aus der Perspektive der Bewegungsforschung. In: Grumke, Thomas; Wagner, Bernd (Hrsg.) (2002): Handbuch Rechtsradikalismus. Personen — Organisationen — Netzwerke vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft. Opladen: S. 75–86Google Scholar
  30. Rydgren, Jens (2006): Vom Wohlfahrtschauvinismus zur ideologisch begründeten Fremdenfeindlichkeit. Rechtspopulismus in Schweden und Dänemark. In: Decker, Frank (Hrsg.) (2006): Populismus. Gefahr für die Demokratie oder nützliches Korrektiv? Wiesbaden: S. 165–190Google Scholar
  31. Schaefer, Dagmar; Mansel, Jürgen; Heitmeyer, Wilhelm (2002): Rechtspopulistisches Potential. Die „saubere Mitte“ als Problem In: Heitmeyer, Wilhelm (2002) (Hrsg.): Deutsche Zustände. Folge 1. Frankfurt am Main: S. 123–135Google Scholar
  32. Scharsach, Hans-Henning (1995): Haiders Clan. Wie Gewalt entsteht. Wien, München, ZürichGoogle Scholar
  33. Scharsach, Hans-Henning(2002): Rückkehr nach rechts: Europas Populisten. WienGoogle Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Authors and Affiliations

  • Alexander Häusler
    • 1
  1. 1.Arbeitsstelle NeonazismusFH DüsseldorfDüsseldorf

Personalised recommendations